Die ersten 2 Filme 2016

Ich habe beschloßen dieses Jahr mein Glück mit Kurzkritiken zu versuchen. Und ich meine wirklich kurz. Mein Auge durfte nun geschult und meine Schreibfertigkeit gut genug sein, um die 2, 3 Sätze auszuformulieren, die mein Empfinden für den Film wiedergeben. Einfach wird es nicht. Einen Versuch ist es aber wert.

Your Sister’s Sister (2011, Lynn Shelton)

Der erste Film 2016 ist schon mal ein voller Erfolg. Ein gutes Zeichen für ein erfolgreiches Filmjahr. Diese unbekannten kleinen Filmperlen sind mir 1000 mal lieber als alle Blockbuster der Welt. Darum habe ich beschloßen mich mehr auf die Art Filme zu konzentrieren die für meinem Empfinden schmeicheln, und weniger dem nachzurennen worüber alle sprechen. So, und nun zum Film:

Dieser Film erzählt eine ganz besonders raffinierte „Liebes“Geschichte. Durch die enge und vertraute Atmosphäre, der Film ist fast ein Kammerspiel, kommt man den 3 Protagonisten sehr nah und weiß ganz genau wie sich jeder von ihnen in seiner eigenen Haut fühlt und wie er für die jeweils anderen empfindet. Ein unfassbar feiner Film perfekt gewählter Besetzung (Emily Blunt, Rosemarie DeWitt und Mark Duplass), einer Kulisse in die ich mich verliebt habe (San Juan Islands of Washington State) und einem Ende das ich mir genauso gewünscht habe.

The Spectacular Now (2013, James Ponsoldt)

Was ich hier ganz toll fand war die Tatsache, dass der Film nicht das ist was er am Anfang vorgibt zu sein, nämlich ein gewöhnlicher Highschool-Intrige-Film. Der 18jährige Sutter (Miles Teller – Whiplash) entwickelt sich nämlich zusammen mit der Handlung weiter. Wir sehen zu wie er erwachsen wird und einsieht, dass man die großen Probleme des Lebens weder „wegspaßen“ noch in Alkohol ertränken kann. Es wäre alles perfekt gewesen, hätte sich der Film gegen Ende nicht wieder zu dem gewöhnlichen Highschool Drama zurückentwickelt der er am Anfang war. Die Problemlösung kam zu schnell und wurde viel zu einfach abgehandelt. Schade.

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14 Gedanken zu “Die ersten 2 Filme 2016

  1. Ich mag Kurzkritiken sehr 🙂
    Bei der Masse an Blogs sind kurze, knackige Texte schön.
    Manchmal weiß ich nämlich nicht wie ich die zwanzig 1000 Wort Aufsätze zeitlich lesen soll 😀 Auch der Fokus auf die unbekannten Goldschätze finde ich toll! Je mehr Vielfalt, desto besser 🙂

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    1. Es ist wirklich nicht leicht. Ich muss mich auch wahnsinnig zusammenreissen, damit ich nicht immer weiter schreibe. Alles eine Frage der Übung. 😉 Der erste Film ist wirklich ganz toll. Ich war sehr positiv überrascht.

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  2. Habe vor kurzem den neuesten Film von Lynn Shelton (LAGGIES) gesehen und mochte die Leichtigkeit der Erzählung bei dem sehr gerne. YOUR SISTER’S SISTER ist dadurch ebenfalls in mein Blickfeld gerückt, gibt ja auch nicht so viele Regisseurinnen, sodass mich – auch nach der Kurzkritik – die Entdeckung durchaus reizt.

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    1. Danke für den Tipp. Ich kannte die Dame bisher noch gar nicht, werde sie nun aber im Auge behalten. YOUR SISTER’S SISTER kann ich wirklich sehr empfehlen. War für mich echt eine sehr positive Überraschung. Aber überzeuge dich am besten selbst davon. 🙂 Und ich werde mir mal LAGGIES vormerken.

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  3. interessantes (und lohnenswertes!) Format – v.a. für die ewig gestressten und zeitlosen 😀

    häufig wird es aber deutlich schwieriger, so kurz zu schreiben; Schiller soll sich mal bei Goethe entschuldigt haben, er hätte einfach keine Zeit einen kurzen Brief zu schreiben, weswegen Goethe einen langen erhielt 😀

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    1. Da hat schiller eindeutig recht. Für kurze Texte braucht (wenn sie auf den Punkt werden sollen) man sehr viel mehr Inspiration, dafür ist das Korrigieren sehr viel weniger aufwendig. 😉

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