MAN OF STEEL (2013)

Christopher NolanZack SnyderHans Zimmer und mein persönlicher Lieblings-Superheld Superman. Das und eine perfekt aufgezogene Werbekampagne die ungefähr seit zwei Jahren läuft, hat eine enorme Spannung aufgebaut. All das ließ mich glauben, dass dieser Film gar nicht schlecht sein kann … So kann man sich täuschen. Ich bin empört über eine schlechte und nicht wirklich neue Interpretation von Superman …

MAN OF STEEL (2013)

Alles beginnt mit der Vorgeschichte auf Krypton, was damit passiert und wie Kal-El auf die Erde geschickt wird. Krypton geht zu Grunde. Und dann ist Kal-El in den 30ern und sein bisheriges Leben wird in zwei, drei Rückblenden, die ihn als Kind zeigen erzählt … Doch man kommt nicht an ihn ran, weiß nicht was man von ihm halten soll. Dieser sehr unpersönliche Superheld ist genau das was der Zuschauer nicht sehen will. Zu wenig Emotion, kaum Geschichte, dafür so dermaßen Actionüberladen, dass man einfach nur erleichtert ist, wenn es endlich vorbei ist …

Zerstörung, Kampf und Feindseligkeit. Militär, böse Kryptonier und nichtssagender Held, dessen Motiv nicht greifbar ist. Warum kämpft er für eine Welt, die ihn nicht akzeptieren will, vor der er sich verstecken muss? … Natürlich hat er seine Gründe, aber dieser Superman gewährt uns keinen Einblick. Hinzukommt eine Liebesgeschichte, die völlig unromantisch und viel zu einfach ist. Es ist nicht das altbekannte Spiel zwischen Clark und Lois, bei dem er die Welt immer wieder retten muss um sie zu retten … „Man sagt, der erste Kuss ist der Anfang vom Ende.“ „Das gilt nur, wenn zwei Menschen sich küssen.“ ??? Mehr brauche ich nicht zu sagen …

Der Bösewicht dagegen, (toll dargestellt von Michael Shannon) ist sehr viel greifbarer, denn er bringt seine Geschichte, seinen Grund für den Kampf viel authentischer rüber. Der restliche, eigentlich sehr feine Cast kommt kaum zum Zug. Dafür war leider kein Platz mehr, sonst wäre zuletzt noch Zack Snyders Effekte-Overload zu kurz gekommen.

Ich bin enttäuscht, verärgert und ein bisschen traurig. Ich frage mich wann man aufgehört hat den Show-Down im eigentlichen Sinne zu erzeugen und angefangen hat diese übertriebene, penetrante Daueraction zu produzieren. Das ergibt keinen Sinn, macht nach gefühlten drei Stunden keinen Spaß mehr und man sieht nichts ausser hektischen Action-Schnitten und hört nichts als Lärm. Wo bleibt da die Filmkunst, die Story? Was ist mit Schauspiel, intelligenten Dialogen? Wo führt das hin? Ich weiß, ich habe zu viel erwartet, aber auch wenn ich das nicht hätte … Das war NIX. Für gut gemeint, aber nicht gut geworden gibt’s noch 1,5 DeLorenas … Und das ist sehr großzügig von mir.

1,5

mein medium:
Kino – Cineplexx IMAX 3D

links:
IMDb (7,9/10 … wofür?), wiki

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2 Gedanken zu “MAN OF STEEL (2013)

  1. Schön zusammengefasst. Nicht mal als Spektakel sehenswert. Lediglich die Szene auf der Dorfhauptstraße lässt eine Ahnung von der physischen Gewalt aufkommen, die hier im Spiel ist und lässt kurz das offensichtliche CGI vergessen; zumindest in IMAX 3D. Vom Namen Nolan hab ich mir eindeutig mehr erwartet.

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  2. Danke. Ja ich bin auch mehr oder weniger entsetzt, denn Nolan war bis dato einer meiner Lieblings-Geschichten-Schreiber … Ein wenig suspekt das ganze!

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