TAXI DRIVER (1976)

Die Ruhe und Gelassenheit, die Klarheit und Sauberkeit, die Filme früher ausgestrahlt haben ist überwältigend. Balsam für das Auge des Zuschauers. Es ist glasklar nachvollziehbar, was der Regisseur ausdrucken wollte … Das Schauspiel ist eindeutig, perfekt ausgeleuchtet und in Szene gesetzt. Man kann quasi die Gedanken des Protagonisten lesen … ich hatte tatsächlich das Gefühl, ich kann das. Man spürt die Kunst mit jeder Faser! Großes Kino …

Das gibt es heute kaum noch … zumindest nicht im Mainstream-Kino Programm um die Ecke. Aber macht ja nichts. Die Filmkunst hat sich verändert … bedauerlicher Weise eher zum schlechten, wenn ich mir das Kinoprogramm der Letzten Jahre ansehe. Wie alles auf der Welt passt sich auch der Film der Gesellschaft und der Nachfrage an (Stehen wir vielleicht kurz vor Idiocracy des Kinos?). Irgendwie gestaltet sich die Suche nach guten Filmen heute viel schwieriger als früher, als sagen wir mal vor 10, 20 Jahren … Gefühlt gibt es nur noch Superhelden-Action-Spektakel, völlig hirnlose Komödien, alles wird verteenagert (neues Wort erfunden) und verspecialeffectetSo, und nun kommen mir meine Bildungslücken in Bezug auf Große Klassiker (jedenfalls die vor den 80ern) zugute, denn während ich darauf warte, dass das Kino von heute die Anspruchskurve wieder bekommt … kann ich mir in ruhe die Klassiker reinziehen und richtige Filmkunst genießen. Ist doch toll …

TAXI DRIVER (1976)

In Taxi Driver geht es um einen sehr einsamen New Yorker Taxi Fahrer, der aufgrund seiner Einsamkeit zu viel Zeit zum nachzudenken hat. Er hasst die Stadt und den Dreck und Abschaum, den sie produziert. In seinen langen Arbeits-Nächten wird er mit so viel Ungerechtigkeit konfrontiert, dass er beschließt Selbstjustiz auszuüben …

Film … Pur. Eine so einfach erzählte Geschichte. Ein brillanter De Niro. Ein noch ganz junger unverbrauchter Martin Scorsese. Und obwohl es erst ihr zweiter gemeinsamer Film ist (Mean Streets war der erste), merkt man dass Scorsese & De Niro sich blind verstehen. Der Beweis dafür sind die unzähligen gemeinsamen Projekte der Beiden (Hexenkessel, Taxi Driver, New York – New York, Wie ein wilder Stier, King of Comedy, Good Fellas, Kap der Angst, Casino). Wenn sich ein Regiseur und ein Schauspieler gefunden haben, ist das was ganz besonderes. Travis Bickle ist nämlich genauso so wie er sein soll …

Abschliessend gibt es nur noch eins zu sagen: „You talkin‘ to me? … Then who the hell else are you talking … Well I’m the only one here. Who the fuck do you think you’re talking to?“

5

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Blu-ray – Private Sammlung

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2 Gedanken zu “TAXI DRIVER (1976)

  1. Film pur beschreibt "Taxi Driver" wirklich gut. Ein imposantes Werk, wenngleich ich andere Scorseses auch lieber mag. Aber gerade aufgrund seiner scheinbaren Sperrigkeit umso nachhaltiger – und natürlich eine exzellente Wahl für einen NYC-Film.

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