Der fantastische Mr. Fox (2009 – Wes Anderson) und ein besonders fantastisches Gefühl das er auslöst

Wie? Ihr dachtet ich hätte es aufgegeben über Filme zu schreiben? Das entspricht natürlich nicht der Wahrheit. Ich werde mich bemühen auch in Zukunft Zeit zu finden diese wenigen Filme, die ich noch sehe auch zu besprechen. Die kürzlich erstellte Liste soll dabei helfen, denn schließlich ist Ordnung das halbe Leben. 

Der fantastische Film, Der fantastische Mr. Fox

Ein Film, der von Wes Anderson stammt, Stop-Motion ist und Füchse beinhaltet, der MUSS genial sein, dachte ich mir davor … mittendrin und danach auch noch. Was soll ich sagen? Ich war gespannt, habe ihn schon nach 7 Minuten geliebt und meine Liebe hat sich bis zum Ende konstant gesteigert.

Inhalt: Dieser trockene, gutaussehende und fantastische Mr. Fox ist Hühnerjäger aus Leidenschaft. Leider muss er diesen risikoreichen Beruf seiner Kleinfamilie zuliebe an den Nagel hängen. Dieses sichere und etwas zu ruhige Leben ist aber so gar nicht sein Fall, denn in diesem Fuchs steckt noch „das wilde Tier“. So kommt es, dass er heimlich rückfällig wird, und damit nicht nur seine Familie sondern auch alle benachbarten Tiere in Gefahr bringt.

Allgemeines Schwärm

Ich versuche euch jetzt ein Gefühl zu beschreiben. Kennt ihr das, wenn ihr von einem Film schon so viel gehört habt, dass ihr euch davon schon eine gewisse Vorstellung gemacht habt, ohne ihn gesehen zu haben. Das Gefühl das ich meine, wird dann ausgelöst, wenn ein Film vom Zustand einer selbst erstellen Vorstellung, zum realen Kennen des Films über geht. Am spürbarsten ist es wenn es um Filme geht, die gefühlt jeder kennt, nur man selbst nicht. Ohne sie zu kennen baut man sich den Film mit jeder neu errungenen Information neu zusammen. Und das solange und immer wieder bis man ihn endlich wirklich und wahrhaftig gesehen hat. In diesem Moment wandert er genüßlich von der Vorstellung-Seite ins Gesehen-Archiv im Filmgedächtnis. Und dieses Gefühl, endlich zu wissen wie der Film sich tatsächlich anfühlt, wie nahe er an die eigene Vorstellung kommt, ist unbezahlbar. Das liebe ich. 

Filmbezogenes Schwärm

Los geht die Lobeshymne: 1. Stop Motion ist einfach die schönste Kunst seit es Filmemachen gibt. Es löst bei mir ein schön vertraut-wohliges Gefühl aus. Die hübsch stockenden Bewegungen, dieser Lebende-Puppen Charme. Es ist wie ein Wunder. Als würden die Füchse wirklich zum Leben erwachen. Besser als jeder gezeichnete Film und viel besser als jede Animation. 2. Wes Anderson hat von allen Regisseuren der Welt wohl die unverwechselbarste Art. Und ich mag seine Art. Dass er auch die fuchsige Stop Motion Herausforderung so toll und Wes-Like gelöst hat, das lässt ihn für mich zu etwas besonderem heranwachsen. Sein Stil ist hier ganz deutlich zu erkennen. Die Farben, und vor allem der großartige, trockene Humor … fantastisch, und überaus wohltuend. 3. Auch das Wes-typische Abenteuer ist im Werk enthalten. Ich weiß nicht ob die Vorlage das schon hergibt, die kenne ich leider nicht, oder ob es auf Wes‘ Mist gewachsen ist … so oder so, es passt in sein Beuteschema. Superspannend und total verrückt. Und 4. Es sind Füchse. Stylische, modische, schlaue, süße, nette, großartige Füchse. Ab damit in die Lieblings-Filme Liste!

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9 Gedanken zu “Der fantastische Mr. Fox (2009 – Wes Anderson) und ein besonders fantastisches Gefühl das er auslöst

  1. Ich gestehe, dass ich von Wes Anderson bisher nur Grand Budapest Hotel kenne, aber den fand ich so wunderbar, dass ich gerne noch ganz viel von ihm sehen würde. Da hab ich einfach im Gefühl, dass es meinen Geschmack trifft.
    Und Füchse, ja, die haben irgendwie was cooles an sich, oder? Ich mochte ja damals schon immer diesen bösen Fuchs bei Käptn Balu und später auch den Robin-Hood-Fuchs von Disney. Und echte Füchse natürlich eh, also wird dieser Film definitiv mal vorgemerkt 🙂

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  2. Au ja, das war ein großartiger Film 😀 Volle Zustimmung in allen Punkten. Das von dir beschriebene Gefühl bei Allgemeines Schwärm kenne ich auch ganz gut 😉 Und und und … FÜCHSE!! Und seit dem Film warte ich auf ein Spin-Off mit dem Wolf.

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  3. Ach, ich finde das schön, dass du den auch so magst. Ich liebe Wes, allein schon für seinen Kleidungsstil und Musikgeschmack und die Vorlage ist von Roald Dahl (der guy mit der Schokoladenfabrik etc.). Also eine absolut heilige Kombi. Ich verlange übrigens, dass du dich bitte mit Büchern des Herrn eindeckst, denn irgendwann beginnt bei dir ja die Vorlesezeit (die Illustrationen sind auch ganz toll!) für dich. Pflicht: „Charlie und die Schokoladenfabrik“, „Der Fantastische Mr. Fox“, „Matilda“ und „James und der Riesenpfirsisch“. Von letzterem gibt es auch einen tollen Stopmotionfilm.

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    1. Oh danke für die Lehrstunde. Ich wußte das alles gar nicht. Die muss ich in dem Fall alle haben, für den Sohn … und auch erstmal für mich. James werde ich mir demnächst mal anschauen …

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      1. Haha. Nein gar nicht. Ich liebe es zu lernen. Und liebe es Menschen um mich zu haben von denen ich lernen kann. Da ich das im echten Leben nicht habe, bin ich froh dass du dein Wissen mit mir teilst. ❤
        … und David Thewlis musste ich gerade googeln. Oje, siehst du …

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  4. Ich kann die komplette Schwärmerei so nur unterstreichen, unterschreiben, bestätigen und tausendfach befürworten. Wes Andersons „Fantastic Mr Fox“ ist nicht nur ein tolles Beispiel für Stop-Motion, sondern einfach auch für tolle Charaktere und eine spannende Story. Dazu die Original-Stimmen, die einfach mal perfekt passen – ich meine, George Clooney war nie cooler als in diesem Film 😀

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