31 TAGE – 31 FILME: Tag 3

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Tag 3 – Nenne deinen Hassfilm.

WINTER’S BONE (2010)

Zu Anfang möchte ich unbedingt festhalten … Ich hasse Filme NICHT! 

Aber es gibt den einen oder anderen Film den ich so gar nicht mag. Und der Oben genannte steht ganz oben auf dieser Liste … WEIL ich so gar nichts mit diesem amerikanischen „White Trash“ Flair anfangen kann. Es ist ein bisschen wie das Assi – TV auf RTL 2. Es ist immer das selbe … depressive Mutter, drogenabhängiger Vater, vernachlässigte Kinder. Und genau die immer gleiche Leier wird hier sehr anschaulich dargestellt. Kann sein, dass ich falsch liege und ich ihm noch eine Chance geben sollte, aber ich glaube eher dass ich das nicht tun werde und ihn einfach als „nicht Meins“ abstempeln werde.

Das ist natürlich nicht der einzige Film den ich nicht mag. Ein paar Andere die mir sehr negativ im Gedächnis geblieben sind gibt es schon noch … wie zum Beispiel „Mulholland Drive“ und „Solaris“, die für mich überhaupt keinen Sinn ergaben und „The Hills have Eyes“, der für meinen Geschmack unter der Gürtellinie liegt …

Ich bin beim Thema Film für fast alles offen. Doch man sammelt natürlich als Filmegucker auch seine Erfahrungen und fängt an auszusortieren. Für mich gibt es beispielsweise ganze Genres von denen ich mich prinzipiell lieber fernhalte. Diese aufzuzählen fällt mir sehr viel leichter als einzelne Filme zu nennen. Diese immergleichen Randgruppen Filme über „White Trash“ und „Ghetto Gangster“ gehen mir unheimlich auf die Nerven, und der oben genannte ist die Mutter dieses Genres. Auch mit historischen Verfilmungen kann man mich zum großen Teil jagen, denn da gehts zu 90 Prozent um irgendwelche Kriege, womit wir beim nächsten Thema wären … Kriegsfilme. Muss ich nicht haben. Blödel-Filme alá „Scary Movie“ bei denen es nur darum geht zum Teil gute Filme durch den Kakao zu ziehen, finde ich äußert fragwürdig und verstehe den Sinn dahinter nicht. Filmparodien können allerdings auch gut sein, so wie „Helden in Strumpfhosen“ oder „Spaceballs“, aber das was heutzutage am laufenden Band produziert wird, geht einfach gar nicht!

Doch am Ende muss ich sagen … Überall gibt es Ausnahmen und so auch in den ungeliebten Genres, aber ich muss hier mal zum Ende kommen, sonst schreibe ich noch ewig weiter über Gute und Schlechte Filme … Aber das war hier nicht die Frage.

Die nächste Frage lautet: Welchen Film könntest du kein zweites Mal sehen?

Alle 31 Tage …

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2 Gedanken zu “31 TAGE – 31 FILME: Tag 3

  1. Da für mich "Winter's Bone" einer der besten Filme des Jahres 2011 war und auch meine liebsten Literaturverfilmungen ist, muss ich mich jetzt aber ganz entschieden für ihn stark machen. Klar, er ist deprimierend, aber vom Assi-TV auf RTL2 doch ein gutes Stück entfernt – dazu trägt schon die differenzierte Charakterzeichnung bei. Rees Vater ist nicht einfach drogenabhängig, er ist verschwunden, deshalb hängt die ganze Familie von ihr ab. Und sie tut, was sie tun muss – mit bemerkenswertem Mut und Verzweiflung. Dabei trifft sie – in einer von Männern dominierten Crystal-Meth-Welt – vor allem auf Frauen, die sich dort eine durchaus bemerkenswerte Stellung geschaffen haben. Dabei fängt Debra Garnik diesen Alltag zwischen Drogen kochen, Eichhörnchen jagen und den Vater suchen sehr eindringlich ein – und fügt diesen verlassenen Landstrich überhaupt erst auf die Kinokarte hinzu. Wer wusste schon vor Daniel Woodrell von den Ozark Mountains? (Und das ist – so weit den amerikanischen Kritiken zu glauben ist – in den USA genauso.) Dadurch wuchs zumindest mein Verständnis für manche politischen Schwierigkeiten in den USA. Überspitzt gesagt: Wer interessiert sich schon für eine Krankenversicherung, wenn er nicht was, was er essen soll. Und das in den USA. Daher wundert mich auch, dass Du bereits zu viel von den White-Trash-Filmen hast. So viele gibt es doch gar nicht, die so völlig in dem Milieu spielen und in denen es nicht bloß Hintergrund für eine Figur ist. Und zu guter Letzt: Die Schauspieler sind großartig in dem Film.Wenn Jennifer Lawrence jetzt gehypt wird, rufe ich mir immer in Erinnerung wie gut sie in dem Film war. Und John Hawkes hat mir das Herz gebrochen als Teardrop. Aber ich höre schon auf. Denn "Mulholland Drive" mochte ich auch … 😉

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  2. Danke für deinen Beitrag und schön zu sehen (lesen), dass man so eine Leidenschaft für gewisse Filme empfinden kann. So soll es sein. Das einfach so mal allgemein dazu. :)Das erste was ich bei einem Film empfinde ist ein reines Gefühl und zwar sehe ich mir den Film Vorurteilslos an bevor ich mich darüber informiere was so alles dahinter steckt. Ich lasse sozusagen das Ganze erst mal auf mich wirken. Somit ist mir … und das war schon immer so … die Thematik, sprich die Geschichte die der Film erzählt am wichtigsten. Und bei "Winter's Bone" ist es schlicht und einfach so, dass mich diese Thematik nicht anspricht, sondern mich eher aufregt. Ist einfach etwas Persönliches. Ich vergleiche das mit Assi-TV, weil das Grundprinzip arme Menschen, die scheinbar arm bleiben wollen, Kinder in die Welt setzen um sie dann im Stich zu lassen, für mich immer dasselbe ist. Die Kinder werden am Ende genauso wie ihre kaputten Eltern, weil sie nichts anderes kennen. Ich kann kein Mitleid empfinden, weil ich weiß, dass es anders auch geht und dass man sich um seine Kinder sorgen kann auch wenn man arm ist. Und genau darauf sind solche Filme aus … Auf Mitleid und Herzzerreissen. Ich habe schon verstanden, dass es eine Geschichte sein soll über ein anderes USA für das man sich schämt, und lieber nicht darüber spricht. Und dass es Augenöffnend sein soll weiß ich auch. Doch das reicht mir leider nicht um diesen Film zu mögen. Ist wie gesagt was Persönliches und keine Verurteilung der Kunst an diesem Films. Es gibt wenig White-Trash Filme die sich ernsthaft mit dem Thema befassen. Das Ganze wird eher ins lächerliche gezogen, was ja wieder typisch USA ist. Langer Rede kurzer Sinn. Winter's Bone ist nicht Meins, weil ich die Thematik nicht mag und das trotz guter Regiearbeit und tollem Schauspiel. Leider. Ich kann natürlich verstehen dass man ihn auch mögen kann … Aber es ist immer wieder schön wenn es Filme gibt über die es sich zu diskutieren lohnt.

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