OBLIVION (2013)

Oblivion ist vermutlich DER Film der letzen Zeit, der so sehr Ansichtssache ist und von persönlichen Vorlieben abhängig, wie kein anderer. Darum ist es schwer ihn zu kritisieren und noch schwerer ihn zu empfehlen … denn manche werden ihn schon alleine wegen Tom Cruise ver-urteien bzw. zu subjektiv be-urteilen. Hinzu kommt natürlich die Tatsache, dass man eine ganze Ansammlung von bekanntem Sci-Fi Material darin entdecken kann, und vermutlich auch wird. Ich werde mich an dieser Stelle davor hüten aufzuzählen welche das sind. Ich will gar nichts vorweg nehmen. Es ist wichtig, dass man sich von diesem Film unbeeinflusst berieseln lässt, ohne zuviel darüber zu wissen. Schließlich verrät hier sogar der Trailer sehr wenig über die Handlung, was ich recht wichtig finde.

OBLIVION (2013)

Die Geschichte die Oblivion erzählt ist gar nicht so einfach in wenige Sätze zu fassen. Aber ich werde versuchen es so kurz und so einfach wie möglich zu halten … Wir schreiben das Jahr 2077 … Ausserirdische Wesen haben den Mond zerstört, was eine Reihe von Naturkatastrophen nach sich gezogen hat. Als die Ausserirdischen anschließend auch die Erde mit ihren, eh schon viel weniger gerwordenen Bewohnern angreifen, verteidigen sich diese mit Nuklearwaffen. Somit ist dementsprechend wenig von der Erde, wie wir sie kennen, übrig geblieben. Unser Protagonist Jack Harper und seine Partnerin Victoria (Vica) sind die einzigen Menschen die noch im Dienste der Menschheit auf der Erde verweilen, um wichtige Ressourcen zu kontrollieren und die Flugdrohnen zu reparieren, deren Aufgabe darin besteht, die noch übrigen Ausserirdischen Angreifer zu vernichten. Obwohl Jacks Gedächtnis aus Sicherheitsgründen gelöscht wurde, träumt er von einem Ort und einem Mädchen aus seiner Vergangenheit. Was das zu bedeuten hat, soll er bald erfahren …

Die Geschichte ist schlüssig, nachvollziehbar und sogar irgendwie gut. Sie ist flüssig erzählt, und man kann ihr leicht folgen. Es gibt sogar einen überraschenden Twist, den ich sehr zufriedenstellend fand. Und ein ganz nettes Ende. Alles in allem ist die Story nicht unbedingt perfekt, im Sinne von innovativ … weil man sich eben viel von anderen Filmen, sagen wir mal, inspirieren lassen hat … aber sie ist ziemlich angenehm und sie ist geschickt umgesetzt.

Mich hat die Stimmung sehr an Joseph Kosinskis ersten Film TRON: Legacy erinnert, nicht zuletzt wegen dem Soundtrack.Auch hier waren die dramatischen Elektro-Beats, diesmal von M83, absolut stimmungs-treibend. Ich habe es schlicht als ein „weisses“ TRON: Legacy empfunden. Bei TRON: Legacy ist alles schwarz, (Hintergrund, Anzüge, Fahrzeuge) von künstlichem Licht erleuchtet … Bei Oblivion ist es ein graues Weiss das stetig im hellen Sonnenlicht erstrahlt, kaum Nacht, kaum elektrisches Licht. Die Anzüge, die Fahrzeuge alles im silber-grauem weiss gehalten und es liegt sogar Schnee auf der Erde … Irgendwie passend seine ersten beiden Filme schwarz und weiss zu halten. Kosinski hat bei mir jedenfalls einen Fuss in der Tür. Ich habe TRON: Legacy geliebt und habe davor noch nie eine so sphärische, allumfassende und raumfüllende Stimmung gespürt … Darum bin ich heilfroh, dass er das bei Oblivion nochmals gewagt hat!

Ich bin die, die Tom Cruise mag … immer schon mochte. Ich bin die die TRON: Legacy für einen der besten Filme aller Zeiten hält. Ich bin die die schon so viele Zukunftsfilme gesehen hat in denen die Erde auf die eine oder andere Art zerstört wurde … Darum aufgehört habe mir etwas völlig neues zu erwarten … und zwar ganz genau seit Matrix, denn eine bessere Geschichte wird es vermutlich nie geben. Ich bin die die das nicht gestört hat, dass mir das eine oder Andere bekannt vorgekommen ist, denn wie viele Blockbuster gibt es bei denn man nicht wenigstens einmal denkt: „Das ist doch wie bei … „

Ich schätze es ist beim Filmemachen dasselbe wie in der Architektur. Man weiss, dass die Menschen weisse Häuser mit Satteldach bevorzugen, und darum gibt es davon eine Menge … Nur die, die es riskieren verspottet zu werden und für immer als ’schlecht in ihrem Job‘ bezeichnet zu werden, wagen etwas völlig neues, etwas das die Menschen noch nie gesehen haben, denn das Risiko dass es eigenartig wirkt und die Menschheit nicht dafür bereit ist, ist sehr groß … Oblivion ist wie ein Haus das zwar weiss ist, aber es hat ein modernes flaches Dach, kein Satteldach … eventuell dreieckige Fenster, goldene Fensterrahmen und schiefe Wände. Es besteht aus vielen Elementen die man im Einzelnen von anderen Häusern kennt, aber es ist in einer Art zusammengesetzt die es noch nicht gab … und es sieht gut aus … Ich würde einziehen … Ach ja, das ‚After People‘ New York fand ich natürlich auch toll, vor allem das im Sand eingegrabene Empire State Building … Na an was erinnert uns das wohl?

4,5

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