LINCOLN (2012)

Ich beginne gleich mal damit, dass Geschichte und somit auch Filme darüber nicht mein Ding sind. Filme über Amerikanische Geschichte sehe ich mir jedoch hin und wieder gerne an … denn wenn jemand etwas über alles ehrt und liebt dann kann er es auch ganz bedeutungsvoll rüberbringen. Ich glaube keine Nation liebt ihr Land so sehr wie die Amis das Ihre. Und wenn Steven Spielberg einen Film über Amerikas Geschichte und seine Politik macht, dann weiß man, dass man auch als Nichtamerikaner ihrem Charme verfallen wird. In erster Linie aber wollte ich ihn sehen, weil ich Daniel Day-Lewis in seiner Oscar-Rolle bewundern wollte … Und ja, ich bin überaus beeindruckt!

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Abraham Lincoln

Es geht wie es der Name schon sagt um den 16. Amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln. Nicht sein ganzes Leben wird dargestellt, sondern nur sein Kampf gegen die Sklaverei. Lincolns Bemühungen die Zweidrittelmehrheit im Repräsentantenhaus zu bekommen um den 13. Verfassungszusatz zu verabschieden und endlich der Sklaverei ein Ende zu bereiten, werden hier detailliert behandelt.

Die Menschen dahinter

Ich kenne Abe Lincoln natürlich vom Hörensagen. Die Amerikanischen Präsidenten die etwas bewirkt haben kennt man auch hierzulande und als Filmfan kommt man an den USA und ihrer Politik sowieso nicht vorbei. Darum kann ich sagen … soweit ich das beurteilen kann hat Daniel Day-Lewis einen perfekten Lincoln gemimt. Aber auch Sally Field als seine Frau Mary muss erwähnt werden. Und auch Tommy Lee Jones als Thaddeus Stevens hat mich wahrlich von Hocker gerissen. Die Besetzung des Films und Tony Kushners Drehbuch das Steven Spielberg sehr gut in Szene gesetzt hat, machen den Film zu einem Meisterwerk, das so schnell nicht vergessen wird … natürlich vor allem vom Amerikanischem Volk.

Zuviel Politik

Für meinen Geschmack ein Touch zu viel USA-Politik … wobei es natürlich unumgänlich ist, da es zwar nicht das Hauptthema der Geschichte ist, aber trotzdem von äußerster Wichtigkeit. Der Film geht allerdings lang genung (stolze 149 Minuten) … um alles Wichtige aus diesem Lebensabschnitt des Präsidenten ohne Platzprobleme hineinzupacken. Er behandelt vor allem den Gegenstand Familie und die Tatsache wie schwer das Familienleben mit dem Beruf des Amerikanischen Präsidenten zu vereinbaren ist  … es geht um sein Verhältnis zu seiner Frau und seinen zwei Söhnen … und um die schwere Last der Selbstvorwürfe der Eheleute einen Sohn verloren zu haben.

Daniel Day-Lewis als Lincoln

Abe LIncoln, bzw. Daniel Day-Lewis in dieser Rolle hat mich unwahrscheinlich berührt. Ich hatte nach dem Film das Gefühl diesen tollen Präsidenten und den Menschen dahinter persönlich zu kennen. Ein Mensch der sehr ruhig und zurückgezogen wirkt und gleichzeitig ein toller Geschichten-Erzähler ist, der jedem und allem seine witzigen Geschichten aufdrückt ob man sie nun hören möchte oder nicht … Er wirkt sehr nachdenklich und weise. Ich hätte ihn gerne gekannt. Und diese Tatsache beweist in aller Deutlichkeit, dass Mr. Day-Lewis diesen Oscar mehr als verdient hat.

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4 Gedanken zu “LINCOLN (2012)

  1. Abraham Lincoln ist für viele Amerikaner eine Lichtgestalt. Leider wissen heute viele nicht – oder wollen es nicht mehr wissen – dass er das Thema „Abschaffung der Sklaverei“, für das er ja vehement kämpfte, selbst leider nicht so vorlebte.
    Wie man heute weiß, konnte er auf eine stattliche Anzahl von Leibeigenen zurückgreifen, die er zum Teil auf Umwegen über andere Bundesstaaten einschleusen ließ.
    Ich finde, da liegt eine gewisse Diskrepanz zwischen denken und handeln oder wie man so sagt; „Niemand ist perfekt !

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  2. Ich mag Spielberg sehr und hege auch ein gewisses Interesse für amerikanische Geschichte. „Lincoln“ steht bei mir dehalb auch schon in der Sammlung, doch aufgrund der Laufzeit habe ich mich bisher vor einer Sichtung gedrückt – deine Kritik macht aber definitiv Lust darauf!

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    1. Bei mir stand er auch schon seit einer Weile im Regal. Mich schrecken überlange Laufzeiten auch meist ab, bzw. die extralangen Filme bleiben dann auch immer extralang ungesehen. 😉 Aber da alle Anwesenden erstaunlicher Weise gerade Lust drauf hatten hat man natürlich die Gelegenheit genutzt … und es hat sich gelohnt!

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