STOKER (2013)

Es war mir ein großes Vergnügen diesem Filmwerk 99 Minuten lang beizuwohnen. Kunstvoll und gut erzählt … überzeugend gespielt und vor allem erfrischend anders in seiner gesamten Machart …

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Familie Stoker

An India Stokers 18tem Geburtstag stirbt ihr Vater bei einem Autounfall. Während der Trauerfeier lernen Mutter und Tochter zum ersten Mal den Bruder des Verstorbenen kennen … Charlie Stoker. Charlie beschließt eine Weile bei den beiden Frauen zu bleiben um ihnen bei ihren Verlust beizustehen … Schnell wird klar, mit Charlie stimmt etwas nicht.

Anfang und Ende

Am Anfang des Films erzählt uns India: „Just as a flower does not choose its color, we are not responsible for what we have come to be. Only once you realize this do you become free, and to become adult is to become free.“ Je weiter der Film fortschreitet um so klarer wird, was sie damit meint. Am Ende dieses kleinen Kunstwerks stehen wir wieder am Anfang und lassen uns diese Worte noch einmal auf der Zunge zergehen. Mit Mühe und Sorgfalt gewählter Anfang … und Ende. 

Park Chan-wook und Mia Wasikowska

Ich bin regelrecht begeistert von der Regiearbeit des Old Boy Regisseurs (und da fällt mir ein … ich sollte DRINGEND diese Lücke füllen) Park Chan-wook. Fantastische Bilder, perfekt inszenierter Soundtrack und sehr wirkungsvolle Schnitttechniken. Das kombiniert mit einer nicht zu 100 % neuen, aber definitiv perfekt erzählten Geschichte. Ich war wirklich zutiefst beeindruckt, und erfreut darüber mal wieder einen Film gesehen zu haben der aus der Masse heraussticht. Dieser Film lässt einen nicht kalt, sondern geht auf eine sehr individuelle Weise unter die Haut. Ich bin immer noch berauscht von Mia Wasikowska als India, denn ich fand sie als Alice (Alice im Wunderland – 2010auch schon ganz speziell. Bin gespannt was das junge Fräulein uns in Zukunft noch bieten wird … ob sie auch noch andere Facetten offenbaren wird? Ich werde sie im Auge behalten.

4,5

India Stoker – first lines (komplett): „My ears hear what others cannot hear; small faraway things people cannot normally see are visible to me. These senses are the fruits of a lifetime of longing, longing to be rescued, to be completed. Just as the skirt needs the wind to billow, I’m not formed by things that are of myself alone. I wear my father’s belt tied around my mother’s blouse, and shoes which are from my uncle. This is me. Just as a flower does not choose its color, we are not responsible for what we have come to be. Only once you realize this do you become free, and to become adult is to become free.“

Wenn ich zitiere … dann ist etwas hängengeblieben. Wenn etwas hängenbleibt … bin ich dankbar, dass es noch Filme gibt die begeistern. Und solange es Filme gibt, die begeistern … ist alles gut

Erscheinungsdatum: 28. Februar 2013 (Hongkong)
Produktionsland: USA, Großbritannien
Deutscher Titel: Stoker – Die Unschuld endet
Länge: 99 Minuten
Regisseur: Park Chan-wook
Produktion: Ridley Scott, Tony Scott, Michael Costigan
Kamera: Chung Chung-hoon
Mein Medium: Blu-ray – Private Sammlung
Was Andere dazu sagen: Wiki, IMDb, Film-Blogosphäre

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4 Gedanken zu “STOKER (2013)

  1. „Stoker“ fand ich auch sehr gut. Dafür, dass so viele ausländische Regisseure in Hollywood nur mit mittelmäßigen Filmen aufwarten können, war „Stoker“ echt super… auch wenn ich am Ende mit der Auflösung nicht so hundertprozentig zufrieden war und nicht einmal wirklich sagen kann, warum. Irgendwie hatte ich mir da ein kleines bisschen mehr erhofft. Aber trotzdem… toller Film!!!

    Und „Oldboy“ solltest du wirklich schnell nachholen. Der Film ist einfach nur grandios!

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    1. Ich muss sagen, ich war recht zufrieden mit der Auflösung … dacht mir am Ende nur „Natural Born Killer“ 😉 Aber es ist allgemein eher die Machart und wie die Geschichte erzählt wurde was mich so beeindruckt hat … die Geschichte selbst ist nicht wirklich neu.

      … Ja „Oldboy“ wollte ich gleich dranhängen nach „Stoker“, aber ich wurde leider überstimmt. Bald …

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    1. Das glaube ich sofort mit dem „zu überzeichnet“, denn genau DAS gefällt mir so daran. Aber “zu gewollt” … würd ich nicht sagen. Ich war auch hin und weg. 🙂

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