PAPRIKA (2006)

Das war sie wohl … meine allererste Anime Erfahrung. Ich war sehr gespannt. Nachdem ich nun um diese Erfahrung reicher bin, muss ich sagen, bin ich zwar nicht total aus dem Häuschen, aber es war ein durchaus positiv zu bewertendes Erlebnis … ich hätte mir lediglich einen „netteren“ Film für den Anfang aussuchen können … Eher etwas mehr märchenhaftes um später dann in das Science Fiction Genre einzusteigen.

Wie ich auf die Idee gekommen bin, Anime-Filme in mein Leben zu lassen, nachdem ich mich mein bisheriges Leben lang nie dafür interessiert habe? … Auf einem meiner Lieblings-Film-Blogs Going To The Movies bin ich vor nicht allzulanger Zeit auf eine Kritik über Arriety gestoßen, die mich überzeugt hat. Daraufhin hab ich mir ein paar Tips vom Besitzer des Blogs geholt … Und so kam ich durch den Hinweis auf Inception (den ich überaus verehre) auf Paprika (hier auch der bestimmt etwas professionellere Beitrag des Kollegen).

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Thematik

Ich dachte Paprika wäre aufgrund seiner Thematik genau richtig für meinen Einstieg in die Anime Welt. Es geht um die Kontrolle der menschlichen Träume, ein Thema das mich schon immer fasziniert hat und nicht erst seit Inception. Alles dreht sich um einen gestohlenen DC Mini, ein terapeuthisches Gerät, welches die Möglichkeit bietet Träume des Patienten als Film aufzuzeichnen um sie dann zu analysieren. 4 Wissenschaftler, ihr Geldgeber und ein Polizist sind in die Sache verwickelt und versuchen mehr oder weinger gemeinsam das entwedete Gerät zu finden mit der erschwerenden Tatsache, dass es immer mühsamer wird zwischen Traum und Realität zu unterscheiden … den der Dieb hat sich in ihre Träume eingehackt.

Anime

Der Stil der Anime-Animation hat mich sehr überzeugt. Es ist eine ganz eigene Welt des Films und zwar eine überaus schöne … Irgendwo zwischen Fantasie und Wirklichkeit. Eine Gratwanderung die uns in eine neue Welt eintauchen lässt, eine Welt in der alles möglich ist. Paprika dürfte (glaube ich) ein ziemlich extremes Beispiel für diese Welt sein, denn hier wird die Traumwelt unfassbar fantastisch, bunt und sehr überspitzt dargestellt … wahrscheinlich Anime in seiner unbegrenzten, perfekten Form (alles nur Vermutungen). Ich hatte das Gefühl, dass sich die  Autoren hier so richtig austoben und ihrer Fantasie freien lauf lassen konnten und nicht zuletzt auch die Macher die Möglichkeiten des Animations-Filmes richtig ausgeschöpft haben.

Urteil einer Anime-Amateurin

Da ich noch keine Vergleichsmöglichkeit habe, kann ich noch nicht viel zur Qualität dieses Bestimmten Werks sagen … Aber ich bleibe auf jeden Fall dran und irgendwann, nachdem ich ein paar mehr Anime-Filme gesehen habe, werde ich ich Paprika nochmal sehen und es vermutlich anderes Bewerten können. Doch zum aktuellen Zeitpunkt bleibt mir nichts anderes übrig als ihn objektiv zu beurteilen, und da muss ich sagen fand ich die Geschichte zwar schon ganz gut, und auch wie sie dargestellt wurde war grandios, doch ihr Ende und die schlussendliche Auflösung des Ganzen war ein bisschen enttäuschend. Aber ich lasse hier den Weg als Ziel gelten und der war gut. Nächster Bitte …

4

Erscheinungsdatum: 20. November 2006 (Los Angeles)
Regisseur: Satoshi Kon
Produktionsfirma: Madhouse
Länge: 87 Minuten
Genre: Science Fiction
Altersfreigabe: FSK 12
Mein Medium: Blu-ray – Private Sammlung
Was Andere dazu sagen: Wiki, IMDb

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12 Gedanken zu “PAPRIKA (2006)

  1. Den wollte ich ja auch schon immer mal sehen. Klingt auf jeden Fall toll. Ansonsten bin ich was Animes angeht auch nicht sonderlich bewandert. „Akira“ fand ich stark, „Ghost in the Shell“ überbewertet, „Mononoke Hime“ und „Spirited Away“ ziemlich nett – und mehr war noch nicht.

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    1. Na da hast du mir auf jeden Fall schon ein paar voraus. Ich werde mir mal ein paar nette märchenhafte zu Gemüte führen und naja … mal sehen wie es mit mir und den Mangas weitergeht. Aber „Akira“ werde ich mir mal vormerken … wird bei Amazon als „Der Zeichentrick Blade Runner der 90er“ beschreiben … kein Wunder dass er dir gefällt. 😀

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  2. Heißt das, dass du nun (vielleicht) zum Anime gefunden hast? Wenn dem so ist … yesssss! Bin seit fast einem Fünftel Jahrhundert ein großer Anime-Fan und jedes Mal froh, wenn ein Film-Auskenner sich auch mal diesem Medium zuwendet. Paprika mochte ich persönlich sehr gerne. Bei der Szene im Kino sind anfangs einige Plakate abgebildet wie (Perfect Blue, Tokyo Godfathers, Millennium Actress, …) – das sind alles Film des (leider bereits verstorbenen) Regiesseurs Satoshi Kon, der hat noch eine ganze Menge zu bieten. Und verglichen mit anderen Anime ist Paprika schon ein ziemlich bunter Tripp 😉

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    1. Schön wenn ich dir damit eine Freude machen kann! 😀 Und schön, dass du so begeistert davon bist … dann weiß ich wo ich mir Tipps holen kann … Soviel ich gesehen habe, zeichnest du sogar selbst!!! Ganz toll! Hmmm … wußte gar nicht dass Satoshi Kon schon verstorben ist … schade. „Tokyo Godfathers“ hätte mich noch sehr interessiert, aber ich werde es mir wohl für nächstes Weihnachten aufsparen.

      Ich werde auf jeden Fall dran bleiben und mich dann auch mal bei dir umsehen, da kann ich sicher noch viel lernen. 🙂

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      1. Ob ich viel lernenswertes zu berichten habe … hm … ich hoffe, aber ich würde nicht drauf wetten 😉 Aber schau dich gerne um – wenn du mal eine Empfehlung hast oder brauchst, oder mit was seltsamen konfrontiert wirst oder so … ich habe immer ein offenes Ohr. Oder Kommentarfeld … oder Mail-Postfach … 🙂

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      2. Ach wie schön!

        Ich finds schon spannend dass du soviel Themen abdeckst, oder zumindest mehr als ich. 😉 Bei den Beauty-Tips werde ich mir bestimmt auch was abgucken!

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  3. Das mit dem Gerät soll ja aus einem Film von René Laloux kommen (Der fantastische Planet). Mir hat der Film optisch und thematisch sehr gut gefallen, aber so richtig fesselnd ist die Erzählweise nicht.

    Was ich dir sonst empfehlen würde: „Die letzten Glühwürmchen“ und „Barefoot Gen“ (beides zum 2. WK), „Jin Roh“ und „Lupin III“ sind auch sehenswert. Ansonsten finde ich Animeserien oft besser gemacht.

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    1. Vielen Dank … bin für Tips von erfahrenen Anime-Guckern sehr dankbar. Von “Die letzten Glühwürmchen” habe ich schon viel gutes gehört … und der Rest wandert auch auf die Liste. 🙂

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  4. Man muss kein Anime-Kenner sein, um einen Film zu bewerten!
    Denn letzten Endes reicht einfach dein Fazit, wie du ihn findest!
    Schließlich hast du ja keinen Anime-Blog, sodass man Vorkenntnisse erwarten kann! 🙂

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    1. Du hast recht. Aber ich fühle mich wohler über etwas zu urteilen, wenn ich Vergleichsmöglichkeiten habe. Wie auch sonst bei Schauspielern, oder Regisseuren … aber ja eigentlich ist es schon so, dass eine Beurteilung über den Film, als Film ausreichet. 🙂

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  5. Freut mich ja, dass der dir so gut gefallen hat. Und hör bitte nicht auf Leute, die sagen „Ghost in the Shell“ wäre überbewertet 😀 Dann bin ich aber schon sehr gespannt, was bei dir so als nächstes kommt. Ich würde dir ja jetzt echt mal was von Myazaki empfehlen. Und für später „Das Mädchen, das durch die Zeit sprang“… 😉

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    1. Alles klar, dann werde ich mir wohl “Ghost in the Shell” einfach mal ansehen müssen und es selbst beurteilen. 🙂

      Vielleicht versuche ich es mal mit nem Klassiker wie z.B „Prinzessin Mononoke“.

      “Das Mädchen, das durch die Zeit sprang” leiggt auch schon in meinem Amazon-Einkaufswagen … Zeitreisen ist einfach immer gut. 😉

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