Ich. Darf. Nicht. Schlafen. und mein immer gleiches Pech mit Büchern

Immer wieder Sonntags, erzähle ich euch eine Geschichte. Heute ist es eine, die mir seit einer Ewigkeit im Kopf herumgeistert. Eine Geschichte, die ich euch schon lange erzählen wollte. Sie heißt „Die lieben Bücher und ich“. Wie verhält sich das so mit mir und der geliebten Literatur? Am besten wir reisen an den Anfang zurück. Als ich ein Kleinkind war und noch nicht lesen konnte war ich, laut Erzählungen meiner lieben Mutter, süchtig nach Geschichten und habe sie dauernd genötigt vorzulesen, egal was, gerne auch die gleiche Geschichte weitere 100 mal. Mutti war damals natürlich davon überzeugt ich würde ein Bücherwurm werden sobald ich lesen kann. Leider falsch gedacht. Ich lernte zwar schnell lesen, liess mir aber weiterhin lieber „Vorlesen“ als es selbst zu tun, und da Mama nicht einsah das immer noch tun zu müssen, übernahm der Fernseher diese verantwortungsvolle Aufgabe. So wurde aus mir statt einem Bücherwurm, ein Vorzeige-Fernsehkind. Spätestens als ich meinen ersten „Video-Player“ bekam, und eine Videothek nach der anderen in meiner Nachbarschaft aus dem Boden gestampf wurde, wusste ich gar nicht mehr was Bücher sind. Beides ging nicht, denn außer Filme zu sehen, spielte ich auch gerne draußen mit Freunden. Später kam statt draußen spielen pubertäre Lustlosigkeit, viel Musik hören, irgendwann höhere Schule die viel Zeit in Anspruch nahm, viel Ausgehen, Jungs, Studium … das Leben eben. Ich weiß, ihr hattet das auch und habt wahrscheinlich trotzdem gelesen, nur bei mir war das Lesen eben nie Priorität. So war das leider und so blieb das auch, bis ich vor einigen Jahren beschloss das zu ändern. Doch so einfach wie ich mir das vorgestellt hatte, ist das nicht. Von einem Tag auf den Anderen ein Vielleser werden ist nicht möglich, das kann ich euch sagen. Mein angelerntes Aufmerksamkeitsdefizit in Verbindung mit dem ständig piepsenden Smartphone macht das Konzentrieren auf das Geschriebene fast unmöglich. Schaffe ich es doch irgendwie mich zu konzentrieren, schlafe ich nach wenigen Minuten ein. Ich kann es immer noch nicht richtig gut, aber ich gebe nicht auf. Mittlerweile habe ich wenigstens 2 Arten des „Lesens“ für mich entdeckt, die ganz gut funktionieren. Zu einem ist es das Lesen im Sommer bei Oma am Ende der Welt, oder im Schrebergarten im Liegestuhl. Kaum Ablenkung, stundenlange Ruhe, Smartphone außer Reichweite, ich fit, ausgeruht und zu 100% wach. Und zum anderen Hörbücher (eine tolle Erfindung übrigens. Da wird mir vorgelesen, soviel und solange ich will). Hörbücher funktionieren allerdings nur im Auto auf dem Weg zur Arbeit, eine Stunde täglich. Alles andere wurde versucht und endete jedes Mal nach nur 10 Minuten im Tiefschlaf. Und das obwohl ich mir immer wieder gesagt habe: Ich. Darf. Nicht. Schlafen. (Yay, Wortspiel!)

Soviel dazu. Nun zum nächsten Dilemma zum Thema „Die lieben Bücher und ich“.

Meine unglückliche Auswahl

Nach welchem Prinzip wähle ich Bücher aus, die ich dann zu lesen versuche? Ich wähle in etwa so aus: entweder gefällt mir das Cover oder der Klappentext klingt gut, oder das Buch zieht mich einfach, aus unerfindlichen Gründen, magisch an. Dieses Auswahlverfahren ist einfach nicht richtig, und hat sich auch nicht bewährt. Ich bräuchte in Sachen „Bücher richtig Auswählen“ dringend einen Freund und Helfer, einen Mentor quasi. Wer meldet sich freiwillig?

Mittlerweile zähle ich schon einige (zum größten Teil unglücklich gewählte) Bücher in meiner Kopf-Bibliothek, aber keines davon darf sich mein Lieblingsbuch nennen. Die Sache ist nämlich auch die, dass ich die vom jeweiligen Schriftsteller mit Mühe erdachte, Geschichte niemals so akzeptieren kann wie sie ist. Ich kann nicht aufhören jeden Schritt der Geschichte in meinem Kopf schon weiterzudenken, bevor die Geschichte den Schritt überhaupt gegangen ist. Ich habe mir im Kopf schon ein tolles Ende zusammenkonstruiert, lange bevor das Buch da angekommen ist. Ich weiß es immer besser, meine Version ist immer spannender, und mein Ende immer viel passender. Geht mir mit Filmen ähnlich, nur dass ich sehr viel mehr Filme kenne als Bücher, und da durchaus welche dabei waren die mich sehr beeindruckt, überrascht, und sprachlos zurückgelassen haben. Bei Filmen hat man allerdings auch nicht so viel Zeit sich Gedanken zu machen. Außerdem hat man, dadurch dass Filme nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen wie Bücher, auch nicht das Gefühl wertvolle Lebenszeit verschwendet zu haben. Ich will damit sagen, ich bin ein besserwisserischer Leser. Ich lasse mich so gut wie nie auf eine Geschichte ein, lasse mich nur selten von ihr tragen, und das ärgert mich. Ich gehe allerdings davon aus, dass ich einfach noch nicht auf Bücher gestoßen bin, die besser sind „als ich sie schreiben würde“. Aber wie gesagt, ich wähle ja auch nicht weise, ich wähle unprofessionell und hindere mich selbst dabei, eine leidenschaftliche Leserin zu werden. Nun, was tun? Ich nehme gerne Ratschläge entgegen. Kennt jemand von euch das Problem, oder habt ihr alle immer schon gerne gelesen?

Ich. Darf. Nicht. Schlafen. von Steve Watson

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Das letzte Buch das ich gelesen habe war Ich. Darf. Nicht. Schlafen. von Steve Watson und darauf trifft all das zu, was ich oben erwähnt habe. Das Auswahlverfahren in diesem speziellen Fall: Das Buch landete bei mir nur weil es eines der hübschen kleinen Büchlein aus der Fischer Taschenbibliothek-Reihe ist, die ich über alles liebe. Sie sind so schön kompakt und passen in jede Tasche. Sehr clever Bücher so auszuwählen, ich weiß. Ich habe es vor Jahren bestellt, ins Bücherregal gesteckt und vergessen, bis ich die Rezession bei Miss Boleana entdeckt habe, und mir das Cover bekannt vorkam. Da holte ich es aus der Finsternis des verstaubten Regals wieder hervor und begann zu lesen … leider war schon Winter, was mein Vorhaben sehr erschwerte. Ich konnte nicht in den Garten um es zu lesen, und somit scheiterte mein Vorhaben jämmerlich. Eine zeitlang später entdeckte ich beim Händler meines Vertrauens das Hörbuch für wenig Geld, und nahm es spontan mit. Das Buch Hören klappte dann natürlich prächtig. Es war sogar recht kurz und kurzweilig, und außerdem ganz nett (aber nicht wirklich gut) von Andrea Sawatzki vorgelesen. Aber mehr auch nicht.

Das Ergebnis der „Hörung“

Es war eben so wie die meisten Bücher zu denen ich, aus welchen Gründen auch immer, greife. Es hat mich interessiert, weil ich die Idee toll, ja fast schon großartig fand.

Es geht um eine Frau die an einer seltenen Art von Amnesie leidet. Eine Frau die jeden Morgen, wenn sie aufwacht, die letzten 20 Jahre ihres Lebens vergessen hat, und jeden Tag aufs neue alles wieder aufholen muss.

Es ist ein Thriller mit Krimi Aspekten und Twists. In der Idee steckt unheimlich viel Potential. Leider wurde es an Klischeehaftes und Vorhersehbares verschwendet. Wirklich sehr bedauerlich. Oft dachte ich: „Aber nicht dass es tatsächlich auf das offensichtliche hinausläuft!“. Leider doch. Jedes Mal. Das nahm dem Ganzen die Luft raus und hinderte den Spannungsaufbau. Dafür lief meine Phantasie wiedermal auf Hochtouren und ich malte mir selbst Unmengen von tollen Auflösungen und Enden aus. Das Gute ist, solche Bücher inspirieren mich indem sie meine Kreativität anregen. Eigentlich kann ich mich darüber freuen.

Dieses Buch wurde letztes Jahr tatsächlich verfilmt und das mit sehr hochwertiger Besetzung (Nicole Kidman und Colin Firth). Doch wie es scheint kam der Film auch nicht so richtig in die Gänge, und das trotz dem Staraufgebot. Ich wundere mich nicht, hätte mir aber hier eine Verfilmung gewünscht, die anders ist als das Buch, die eventuell abweicht und nicht zuletzt ein anderes Ende wählt. Ich werde mir den Film ansehen, sobald es ihn zum Kaufen/Leihen gibt, und werde Film und Buch hier nochmal vergleichen. Aber ich befürchte, dass die Verfilmung hier ebenso mittelmäßig ist wie seine Vorlage. Wie immer lasse ich mich aber gerne eines Besseren belehren.

Ich bleibe auf jeden Fall dran, auf meiner Suche nach dem Lieblingsbuch. Irgendwo da draußen gibt es ein Buch, das nur für mich geschrieben wurde, da bin ich mir sicher. Und wenn ich es finde werde ich vor Freude weinen und dem Himmel danken. Bis dahin vergnüge bzw. ärgere ich mich weiterhin mit dem herum was ich bekomme, und male mir, weil ich es kann, meine eigenen Auflösungen und Enden aus. Eigentlich ist es doch so … Egal wie schlecht ein Buch ist (trifft auch auf Filme zu), irgendwas wertvolles nimmt man trotzdem immer mit. 

Mit einer letzten Frage: „Was sind eure Lieblingsbücher und warum?“ entlasse ich euch jetzt, und wünsche einen wunderschönen (verschneiten) Sonntag. 

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28 Gedanken zu “Ich. Darf. Nicht. Schlafen. und mein immer gleiches Pech mit Büchern

  1. Ich würde gerne dein „Challenge“ annehmen, einfach, weil ich mich an der Uni mit ähnlichem beschäftige 🙂 Du bist ja ein großes „Zurück in die Zukunft“-Fan – würdest du denn sagen, dass dir so fantastisch-lustiges am ehesten zusagen könnte? Oder wie sieht es mit anderen Gesellschaftsformen (dystopisch oder utopisch) aus? usw. … Da müsste man schon ein bisschen mehr wissen über das, was dir bisher ganz gut gefiel, und was du dir vorstellen kannst.

    Wenn ich so meine Bücherwand entlang gucke, dann gäb es einige Sachen, die ich unterschiedlichen Leuten empfehlen könnte. 🙂

    Die besten Bücher im vergangenen Jahr waren für mich:

    Ready Player One: ein bisschen nerdig, aber es handelt davon, dass innerhalb einer zweiten Realität (die eigentliche ist 2044 angesiedelt und ein Drecksloch) ein Quest mit drei Aufgaben gelöst werden muss. Damit habe ich meinen sonst-nur-Filme-guckenden Bruder auch begeistern können.

    Blumen für Algernon: Es stammt schon aus den 60er oder 70er Jahren des vorherigen Jahrhunderts. Einem geistig eingeschränkten Menschen wird am Hirn rumgepfutscht und plötzlich wird er klug. Weil er selbst der Erzähler ist, ist es interessant, wie die Perspektive durchs „Klügerwerden“ wechselt.

    Ich mochte auch gern „Blood Song“ (Fantasy), „The girl with all the gifts“ (Zombie) und „Drohnenland“ (Krimi) und „Fabian“ (Klassiker) von Erich Kästner und Knutschbücher von diversen … (Letztes Jahr habe ich ca. 150 Bücher begonnen zu lesen und vermutlich mindestens die Hälfte davon bis zum Ende geschafft.)

    Vielleicht ist ja was für dich dabei 🙂

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    1. Oh wie toll. Eine Mentorin! 😀 Du hast Recht, du brauchst mehr Informationen. Bei Büchern stehe ich nicht so auf fantastisch-lustiges muss ich zugeben. Da brauch ich mehr Anspruch. Ich mag intelligente Bücher die zum Denken anregen aud denen ich was lernen kann. Aber ich mag es auch gerne unterhalten zu werden. Ich mag Dystopien mehr als Utopien. Ein gutes Beispiel dafür ist „Tribute von Panem“. Das mochte ich sehr. Ich mag aber auch Stephen King sehr, vor allem „Der Anschlag“ wegen dem Zeitreise-Faktor. Zeitreisen geht eigentlich immer, muss aber eher düster und mysteriös sein. ABER ich bin prinzipiell für alles offen, solange es kein „50 Shades of grey“ ist.

      „Blumen für Algernon“ klingt schon mal sehr interessant. Kommt auf die Liste. „Ready Player One“ hat mich auch schon überzeugt. Wird vorgemerkt. Klassiker hatte ich mir auch schon vorgenommen, aber da tue ich mich noch schwer zu beurteilen was mich ansprechen werden.

      So … ich hoffe ich höre noch von dir. Was ist eigentlich dein Lieblingsbuch?

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      1. Lieblingsbuch ist schwierig. Also seitdem ich zwölf bin, mag ich eigentlich am liebsten „Emily“ von Lucy Maud Montgomery, weil mich das am meisten geprägt hat.

        Ansonsten habe ich hier eine Liste mit denen, die mich über die Jahre beeindruckt haben: https://gescheuchteigel.wordpress.com/lesezeiten/ Im letzten Jahr waren es aber wohl definitiv die beiden letzten und genannten. Dystopisch und interessant fand ich auch „Der letzte Polizist“ sowie „The girl with all the gifts“.

        Wegen der Uni lese ich momentan vermehrt Jugendbücher. Eben habe ich „Wunder“ zuende gelesen, was ich sehr mochte, weil es sehr warmherzig mit dem Thema Inklusion umgeht: https://lesehorizonte.wordpress.com/2015/01/25/wunder-raquel-j-palacio/

        Ich würd mich freuen, wenn ich mal von dir höre, wie dir eins von den genannten gefallen hat 🙂

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  2. „Ich wundere mich nicht, hätte mir aber hier eine Verfilmung gewünscht, die anders ist als das Buch, die eventuell abweicht und nicht zuletzt ein anderes Ende wählt.“ – uuuuh, als jemand der sowohl Bücher als auch Filme liebt muss ich sagen: DAS wäre für mich eine Todsünde! Egal wie doof ich die Buchvorlage finde – so drastische Änderungen im Film, finde ich dann ganz schrecklich.

    Das Buch „Ich.Darf.Nicht.Schlafen.“ kenne ich nicht, deswegen kann ich dazu kein Urteil abgeben 😉
    Aber es muss ja nicht jeder ein Vielleser sein. Ich finde Lesen immer sinnvoll bei Menschen, die ihre Rechtschreibung/Grammatik/Wortschatz verbessern wollen, aber da du ja hier schreibst und das gut machst, mangelt es da bei dir ja scheinbar nicht dran 😉
    Ansonsten kann man seine Geschichten ja woanders finden und seine Phantasie auf andere Weise freien Lauf lassen, wie du in Filmen, oder andere vielleicht in Musik.

    Bücher sind was tolles, aber wenn man sich zwingen muss, zu lesen, dann machts ja auch keinen Spaß. Ist doch also nicht schlimm, wenn du nur ab und an im Garten ließt. Und was die richtige Wahl angeht: Vielleicht hast du ja Freunde mit nem ähnlichen Geschmack, die dir was empfehlen können? Ansonsten einfach weiter probieren 😀

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    1. Mit den Verfilmungen geht es mir ganz anders. Das habe ich vor Kurzem in diesem Artikel erklärt: https://ergothek.com/2015/01/02/buch-vs-film-das-schicksal-ist-ein-mieser-verrater/ … Vl. hast ja mal Zeit es dir durchzulesen. 🙂

      Oh danke, das höre ich gerne … aber einen kleinen Feinschliff könnte meine Rechtschreibung/Grammatik/Wortschatz schon vertragen, vor allem da Deutsch gar nicht meine Muttersprache ist. 😉

      Stimmt alles was du sagst, ich muss das einfach ein bisschen lockerer sehen, nur ist es so dass ich ganz ganz große Lust habe zu lesen, auch weil es mich interessiert wie bestimmte Schriftsteller eine Geschichte erzählen, sowie es mich als Architektin interessiert wie andere Häuser planen. Ich werde da bestimmt eine Lösung finden … ansonsten mache ich einfach weiter so. Irgendwann kommt das Lieblingsbuch auch so zu mir, das weiß ich. 😉

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  3. Ich hab zwei Lieblingsbücher, beide vom gleichen Autor: „Fever Pitch“ und „High Fidelity“ Warum? In einem geht es um Fussball und Frauen. Im anderen um Musik und Frauen. Mehr braucht es im Leben doch nicht. 😉

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    1. “High Fidelity” hab ich schon seit Ewigkeiten im Regal stehen. Wird definitiv noch gelesen … mich interessiert Nick Hornby’s Schreibstil ohnehin (hab noch nichts von ihm gelesen). Was mich bisher davon abgehalten hat, ist dass ich den Film schon kenne. Auf jeden Fall danke fürs dran erinnern. 🙂

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    1. Zeitschleife, sehr gut. Ist notiert. Jugendliche Protagonisten sind mir sogar die liebsten. Da „His Dark Materials“ aber eine Trilogie ist, wird es wohl noch etwas warten müssen, bis ich mehr Zeit habe …

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  4. Uuuh, ich hatte schon so Befürchtungen, dass dir das Buch nicht so recht zusagt, als ich den Titel gelesen habe XD Ja, es ist definitiv nicht das beste Buch der Welt, aber ich hoffe du hast dich ein bisschen gut unterhalten gefühlt. (Mal abgesehen vom etwas billigen Ende – du wurdest gewarnt 😉 )

    Aber ich kenne irgendwie das Gefühl … in zweierlei Hinsicht. Manchmal bin ich total begeistert von einem Klappentext und wie es der Zufall so will habe ich gerade kein Buch und dann lese ich das aus einem Impuls heraus sofort. Und werde herb enttäuscht.
    Und der andere Fall: ich habe nur gutes über das Buch gelesen und nehme es dann selbst zur Hand und werde herb enttäuscht, weil es mir zu hochtrabend, langatmig oder sonstwas ist. Deswegen habe ich 2014 groooooße Lesepausen gehabt, in denen ich kaum was gelesen habe. Nur Manga habens wieder rausgerissen … da hat man wenigstens noch was zu gucken. Wegen der Bilder und so.

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    1. Doch doch, unterhalten hat es mich schon. Ich bereue nicht es gelesen zu haben. Schön, dass ich auch verstanden werde. Ich bin gespannt wie es weitergeht mit mir und dem Lesen. Ich mach mir da ab sofort keinen Stress mehr. Es kommt eh alles wie es kommen soll. 😉

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  5. Also, ich hab zwar schon immer gern gelesen, komme aber in letzter Zeit immer seltener dazu. Gerade nach der Arbeit lockt doch der TV schon deutlich mehr als ein 500 Seiten dickes Buch. Deshalb kann ich auch so gut nachvollziehen, warum du Hörbücher so großartig findest – nicht nur der Aspekt des Vorgelesenen, sondern auch die Tatsache, dass man das bei längeren Fahrten oder im Fitnessstudio machen kann und damit quasi ja „liest“. Ich mag Hörbücher auch total gern!

    Mein Lieblingsbuch ist „Die Frau des Zeitreisenden“, aber ich glaube, darüber hatten wir schonmal geredet? Könnte aufgrund des Zeitreise-Themas sehr spannend für dich sein, wenn du es noch nicht gelesen hast.

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    1. Ach ja du bist auch eine die sich gerne Hörbücher anhört. Kenne ich auch nicht so viele. Man muss sich dafür auf jeden Fall auch bestimmte Bedingungen schaffen. Einfach hinsetzten und Zuhören geht ja nicht wirklich gut.

      Von “Die Frau des Zeitreisenden” kenne ich die Verfilmung schon. Fand ich übrigens ganz toll. Lohnt es sich dann das Buch zu lesen, oder ist die Verfilmung gut getroffen?

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      1. Ja, da sagst du was, das kann ich auch so gar nicht – also, einfach nur sitzen und hören. Höchstens mal zum Einschlafen, aber dann fehlt dir ja wieder die Hälfte. Ich muss da genau wie du irgendwas nebenbei machen und wenn es nur Sockenpaare-basteln ist.

        Ich habe mich bisher nicht getraut, die Verfilmung anzusehen… Ich hab da einfach das Vorurteil, dass es niemals so gut werden kann wie das Buch. Aber das Buch ist schon großartig – eines der wirklich wenigen Geschichten, die es geschafft haben, dass ich beim Lesen Tränen in den Augen hatte. Solche Reaktion rufen normalerweise nur Filme hervor, weil mich das Visuelle so betrifft.

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  6. Also, Bücher empfehle ich immer gerne, falls Du also mal einen Tipp aus dem Bereichen Krimi oder Gegenwartsliteratur brauchst, wende Dich vertrauensvoll an mich. Ich hätte Dir auch vorher gesagt, dass „Ich.darf.nicht.schlafen“ allenfalls mittelmäßig ist 🙂 – und verrate Dir jetzt schon, dass der Film es ebenfalls ist, allerdings abgesehen von dem doofen Ende auch einiges besser macht als das Buch.

    Mein Lieblingsbuch ist „Der Killer stirbt“ von James Sallis, sehr melancholisch und düster, wunderschön geschrieben.

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    1. Dann sehe ich mir den Film trotzdem mal an. Das Vergleichen macht ja hin und wieder auch Spaß.

      “Der Killer stirbt” klingt sehr ansprechend. Werde es mir demnächst besorgen und so bald wie möglich lesen. Sollte es mir zusagen, werde ich mir auf jeden Fall weitere Tipps von dir holen. Danke schon mal im Voraus. 🙂

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  7. Finde ich interessant, gerade weil ich mit deiner Technik die du da oben beschreibst immer recht gut gefahren bin- solange es kein gehyptes Buch ist. (Mit denen falle ich regelmäßig auf die Schnauze)

    Ironischerweise fange ich gerade damit an, ein Buch nach dem anderen zu lesen, wo ich früher höchstens meine zwei- drei Lieblingsautoren hatte. Mittlerweile lasse ich mich gerne auf was neues ein. Und das möchte ich dir auch empfehlen. Probiere was neues aus! Manchmal lese ich so viel aus meinem Lieblingsgenre, dass Muster erkennbar werden und man dem Sujet und dem Stil zu dem Zeitpunkt überdrüssig geworden ist. Wenn man sich dann noch fragt: Lese ich noch ein Buch aus dem Genre, oder doch besser was völlig anderes? dann ist die Sache eigentlich klar und es braucht etwas frisches. Und wenn es nur ein kleines Prosawerk für zwischendurch ist.

    Falls du den Film noch nicht kennst (ach, selbst dann), empfehle ich „Battle Royale“ von Koushun Takami. Eine sehr zynische und bitterböse Dystopie, angesiedelt im modernen Japan. Vllt. wegen der vielen Namen zu Beginn etwas anstrengend, aber sobald man da drin ist, läuft es recht gut. Allerdings nichts für Zartbesaitete! 😉

    PS: Wie wäre es mal mit selber schreiben? Muss ja kein ganzer Roman sein, eine Kurzgeschichte tut es ja auch.

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    1. Würde ich mich auf meinen Lieblingsautoren (King) beschränken, hätte ich glaube ich genügend Lesestoff für 20 Jahre, aber ich tue es eben nicht, weil ich so vielseitig wie möglich lesen möchte. Außerdem habe ich gar keine Lieblingsautoren (außer King).

      “Battle Royale” klingt gut, wird vorgemerkt. Film kenne ich auch noch nicht.

      Selber Schreiben tue ich natürlich schon mein Leben lang. Ich habe schon eine ganze menge Kurzgeschichten geschrieben, und ein Roman ist auch schon in Arbeit (aber noch ganz am Anfang). Lesen sollte ich deshalb sogar mehr, um mich zu verbessern und inspirieren zu lassen.

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  8. Bei mir ist es ja auch mit der Aufmerksamkeit schwierig, aber ich hab immer so Phasen, wo ich plötzlich ganz viel Futter brauche und z.B. aufm Mp3 Player nur Hörbücher höre, wenn ich unterwegs bin. Und beim Lesen bin ich auch nur vollkommen fokussiert, wenn Stille herrscht. Aber ich habe jetzt eine neue Methode entdeckt, um aktiver mit Bücher im täglichen Leben umzugehen. Das erfährst du dann Dienstag.^^

    Wie Bücher zu Lieblingsbüchern werden weiß ich auch nicht so recht, es ist einfach ein Gefühl, was du während des Lesens hast. Bei mir meist einfach diese unglaubliche Identifikation. Oder die Stimmung und Lebensphase in der ich das gelesen habe.

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    1. Oha. Da freue ich mich aber schon sehr auf Dienstag!!! Spannend! Identifikation ist das A und O, würde ich sagen. Ich freue mich schon darauf mal auf ein Buch zu stoßen, bei dem ich denke: „Mensch, der spricht mir ja aus der Seele.“ bzw. „Der kennt mich.“

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  9. Mh… Da du in vorigen Kommentaren geschrieben hast, dass du „Die Tribute von Panem“ und jugendliche Protagonisten sehr gerne magst, könnte dir vielleicht auch „Eragon“ von Christopher Paolini gefallen. Wirklich tolle Bücher.
    Ansonsten bin ich ziemlich ratlos, was dir gefällt – deswegen einfach mal ein paar Bücher, die ich noch gut fand: „Seelen“ von Stephenie Meyer, „Bartimäus“ von Jonathan Stroud, „Saeculum“ von Ursula Poznanski, „Dark Canopy“ von Jennifer Benkau, „Feuer und Stein“ von Diana Gabaldon – vielleicht spricht dich ja eins davon an. 🙂

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    1. “Eragon” ist glaube ich was mit Drachen, oder? Fantasy Bücher habe ich bisher noch nie gelesen. Hat mich irgendwie nie so richtig interessiert. Aber wer weiß, vl. sollte ich es mal versuchen. 🙂

      Ich kann selber auch nicht so genau definieren was mir gefällt, da ich ja noch auf der Suche nach dem richtigen Format für mich bin. Deine Tipps werde ich mir auf jeden Fall notieren. Danke dafür. 🙂

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      1. Ja, genau, in Eragon hat mich Drachen zu tun. Es kommen aber auch einige andere Wesen vor, einerseits bekannte (Elfen, Zwerge), andererseits neue (Ra’zac). Hört sich vielleicht so an wie viele andere Fantasybücher, aber es ist definitv etwas besonders und so wundervoll geschrieben. Also wenn du Zeit hast, es lohnt sich. 🙂

        Viel Erfolg bei deiner Suche. Ich hoffe, meine Vorschläge helfen dir irgendwie weiter. 🙂

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