Meine kleine „Bucket List“ – Punkt 1 … CHECK

Ich hatte die letzten Tage so gar keine Lust zu schreiben, weil es wieder viel zu heiß für einfach alles war. Kaum ist die Sonne weg und flutartiger Regen inklusive erfrischenden Donnerschlägen setzt ein, steigt auch meine Motivation und ich könnte Berge versetzen. Laut Wetterbericht soll das nun eine Weile so bleiben, und da sich der September mit großen Schritten nähert besteht die Möglichkeit, dass die Hitze endgültig abgereist ist. Halleluja. Die erste Schreibtat die mir am Herzen liegt, ist der Bericht über das Abhaken des ersten Punktes von meiner kleinen „Bucket List“

Einen Tag nachdem ich die „Bucket List“ veröffentlicht hatte, war Punkt 1 auch schon erledigt. So kann es weiter gehen.

1. Alleine ins Kino

Der Grund warum ich noch nie alleine im Kino war ist ganz einfach der, dass das in meinen Breitengraden nicht üblich ist. Prinzipiell gilt: Wenn man niemanden findet der mitgeht, geht man auch nicht hin. Eigentlich ziemlich unsinnig, denn gerade das Kino ist prädestiniert dafür, dass man es sehr gut ohne Begleitung genießen kann. Die Sache mit dem danach darüber reden ist ein Argument … aber dafür habe ich ja euch. Somit ist das „Alleine ins Kino gehen“ eine ganz und gar prima Sache, und ich werde das nun hochoffiziell, so etwa alle 2 Wochen, in meinen Alltag einbinden, je nach Filmangebot versteht sich.

Das Erlebnis an sich war für mich eine Offenbarung. Ich konnte so richtig abschalten, und diese 2 Stunden haben dafür völlig ausgereicht (und Mann und Sohn ist es fast gar nicht aufgefallen, dass ich weg war). Ich liebe den Gedanken wie wundervoll und einfach es ist, sich selbst ein Bedürfnis / einen Wunsch zu erfüllen. Ohne ein paar Stunden ganz alleine für mich, kann ich nicht, konnte ich noch nie … Bzw. kann ich natürlich schon, bin aber sehr viel ausgeglichener und glücklicher, wenn ich diese Zeit zur Verfügung habe. Ich bin zufrieden und superglücklich darüber das gemacht zu haben.

So war mein Kinobesuch

Ganz reibungslos verlief das Ganze natürlich nicht. Ich hatte am Nachmittag davor eine Karte in einem fast leeren Saal online gekauft, damit ich nicht noch zur Kasse muss, sondern direkt in den Saal spazieren kann. Ich habe den Platz dann, wenn schon, so gewählt dass ich eine ganze Reihe für mich habe. Einem perfekten Kinoabend stand also nichts im Weg, dachte ich. An meinem Platz angekommen, saßen da schon 2 Menschen. Sie wollten dann eh aufstehen, sie sagten sie wären eine Reihe nach hinten gerutscht, weil sie dachten da kommt keiner mehr. Da das Kino fast leer war und ich ein netter Mensch bin, war ich bereit mich weiter nach links zu setzten, und großzügigerweise auf meinen Platz in der Mitte der Leinwand zu verzichten. 5 Minuten später kamen dann natürlich vier Mädels auf deren Platz ich saß … immer noch im fast leeren Kino. Irgendwann saßen wir dann so, dass ich links und rechst von mir Menschen sitzen hatte, IMMER NOCH IM FAST LEEREN KINO. Das zu meinem Plan eine ganze Reihe für mich zu haben … Menschen! Es kam nicht in Frage, dass ich mein erstes Mal alleine im Kino zwischen 2 mir unbekannten Leuten eingequetscht, verbringen muss. Da bin ich natürlich aufgestanden und habe mich eine Reihe nach vor gesetzt, in die Mitte der Leinwand, perfekt. Ratet mal was 5 Minuten später passierte. Da kamen 2 Mädels und setzten sich direkt neben mich. Memo an mich: Nächstes Mal noch etwas später in die Vorstellung rein gehen, sich Überblick verschaffen, und dann einen Platz ganz weit weg von anderen Menschen wählen.

Wie war nun „Für immer Adaline“

Er war sehr viel schlechter als erwartet. Ich mag Blake Lively, und Michiel Huisman seit Nashville auch sehr. Eigenartig war allerdings Harrison Ford in „so einer“ Rolle zu sehen. Die hochkarätige Besetzung (darunter auch Kathy Baker und Ellen Burstyn) hat sehr viel Spaß gemacht, allerdings wäre ohne die der Film vermutlich eine Katastrophe. Der Plot des Films (in einem Satz: Eine Frau kann nicht mehr altern, und kommt damit nicht klar) hat sehr viel Potential, das hier fast komplett verschenkt wird, denn die Handlung ist von vorne bis hinten vorhersehbar … und das mag ich einfach nicht. Ein bisschen Überraschung muss schon sein, und ich bin Happy Endings mittlerweile sowas von überdrüssig. Der Film war nicht mein Fall, aber ich habe ihn trotzdem genossen. Wie das? Außer dass ich alleine im Kino war, mochte ich dass einiges an Geschichte (im historischen Sinne) drin steckt und ich mir Blake Lively immer und stundenlang ansehen kann. Eine ganz tolle Frau.

Fazit zur Erfüllung von Wunsch #1

Ich würde sagen es war ein voller Erfolg, denn ich bin überglücklich wieder Zuhause angekommen. Auch wenn die Filmwahl nicht die allerbeste war, habe ich zu 100 % abschalten können und habe mich von der seichten Handlung treiben lassen. Ich habe meine cineastische Mitte wiedergefunden, und sie in vollen Zügen genossen. Daumen hoch und gerne bald wieder.

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16 Gedanken zu “Meine kleine „Bucket List“ – Punkt 1 … CHECK

  1. Das mit dem „darüber reden“ kann aber auch als positiver Punkt gewertet werden. 🙂 Die beste Freundin meines Freundes geht ganz oft alleine ins Kino und genießt es nach dem Film nicht gleich darüber reden zu müssen. Kann ich irgendwie gut nachvollziehen.
    Ich war auch noch nie alleine im Kino, aber ich glaube das steht auch auf meiner Bucket List. Das würde ich gerne mal versuchen. 🙂

    Pssst, kleiner Buchstaben dreher: „Ich leibe den Gedanken“

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    1. Ich kann es wirklich sehr empfehlen. Es ist etwas völlig anderes, als zu zweit oder in der Gruppe ins Kino zu gehen.

      Danke für den Hinweis. Das mit „leibe“ und „liebe“ passiert mir voll oft. :/

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  2. Schön, dass du es geschafft hast! 🙂

    Ich war ja auch noch nie alleine im Kino und genieße es durchaus Filme mit jemandem zusammen zu sehen. Aber zumindest sollte das Fehlen einer Person, die mitgeht kein Hindernis sein, nicht selbst zu gehen. Oder so ähnlich… 😉

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  3. Ich gehe jetzt schon so lange so oft alleine ins Kino, dass ich es befremdlich finde, wenn andere das nicht machen. 😀 Mir ist es mittlerweile sogar lieber, weil ich dann ungebunden und flexibel bin und mir keine Gedanken machen muss, was meine Begleitung von dem komischen Film, den ich wieder ausgesucht habe, hält. Außerdem rede ich danach auch nicht unbedingt gleich gerne über den Film. Ich muss meine Gedanken erst sortieren und bloggbar aufbereiten. 😉
    Jedenfalls finde ich es schön, wenn jemand sich nicht von einer fehlenden Begleitung abhalten lässt, ins Kino zu gehen, und dass du es trotz Menschen (echt ey, der einzige Nachteil am Kino: Menschen!) als angenehm empfunden hast.

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    1. Das mit „ungebunden und flexibel“ finde ich auch herrlich. Vor allem dass ich den Film aussuchen kann und wenn er nix ist, dann ist es so und keiner macht mir Vorwürfe. 😉 Haha du sagst es … Menschen im Kino sind einfach die Hölle. Ich werde eh in Zukunft schauen, dass ich zu unmöglichsten Zeiten ins Kino gehe, wo ich auf so wenig wie möglich Menschen treffe. 🙂

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  4. Cool, dass du das gemacht hast – und dass es dir damit so gut ging! Ich kann auch verstehen, dass du jetzt, wo noch eine Person mehr im Haus ist, durchaus mal eine ruhige Zeit für dich brauchst. Und da kommt das Kino natürlich wie gelegen. 😉

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      1. Naja ich hatte mir eine Karte geben lassen um eine Kritik zu schreiben und sonst hatte von meinen Freunden keiner Zeit. Und da saß ich tatsächlich komplett allein im Kino, es kam niemand anderes mehr rein … nur ich .. ganz allein

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