Everest (2015)

2 x im Monat über einen Film schreiben, das kann ich. Auf mehr Rezensionen habe ich aktuell, ehrlich gesagt, auch keine Lust. Im moment habe ich mehr Lust auch mal über andere Dinge zu schreiben, als nur schnöde Kritiken zu verfassen. Die eine Sneak Preview alle 2 Wochen ist nun fix, meine verdiente Mami Auszeit. 2 Stunden ganz für mich, und ich könnte mir dafür nichts besseres vorstellen als einen neuen Film in OV. So war das auch diesen Dienstag. Diesmal gab es am Eingang des Kinosaals sogar eine Überraschung. Eine 3D Brille. Und ich dachte mir im ersten Augenblick: Oha, wie Nobel! Und im zweiten: Ich hasse 3D und dachte die Sneak wäre Garant für 2D. Nun ja, gerade wegen der Brille war ich noch aufgeregter als sonst. Da kommt sicher was gutes, dachte ich. Ich hoffte ein bisschen auf „Inside Out“, bekam dann aber „Everest“. Auch gut. 

Everest (2015, Regie: Baltasar Kormákur)

Leute, was für ein bildgewaltiger Film. Und auch hier wieder: hätte ich mir ohne Sneak nie angeschaut. Dank ihr hatte ich nun doch das Vergnügen diesen Film im Kino zu sehen, in 3D, in OV! Perfekt. Diese Gewaltigkeit des höchsten Bergs der Welt wurde hier richtig gut präsentiert. Man konnte den Schnee regelrecht riechen, die Kälte spüren und das Gefühl, dass die Luft inmer dünner wird, ließ einen keinen Augenblick los. Den Effekten und der überaus realistischen Darstellung des Berges alle Ehre! Die Geschichte: die basiert ja auf wahren Begebenheiten, was sie natürlich sehr viel packender macht. Ich kann und kann nicht verstehen warum sich jemand freiwillig solch einer Lebensgefahr aussetzt. Würde ich nie im Leben machen, vor allem nicht wenn ich eine Schwangere Frau (wie Rob) oder Frau und 2 Kinder zuhause hätte (wie Beck), aber dieses Verlangen auf den höchsten Punkt der Welt zu steigen muss wohl stärker sein alles Andere. Ich kann es verstehen, besitze aber solch ein Verlangen glücklicherweise nicht. Die frage Warum wird den Bergsteigern im Film auch gestellt und Dougie (John Hawkes) hat darauf die schönste Antwort, die ich mir vorstellen kann. Ich hätte an dieser Stelle gerne das Zitat eingesetzt, habe aber leider keins ergoogeln können. Sinngemäß aber sagt er, er möchte beweisen, dass auch ein „normaler Typ“ wie er, Großartiges vollbringen kann. Er möchte, dass seine Kinder stolz auf ihn sind. Wenn man dieses Berg-Begehren an dieser Stelle noch nicht nachvollziehen kann, kann man es spätestens in dem Augenblick als sie endlich auf der berühmtesten Bergspitze der Welt stehen. Ein unfassbar bewegender Moment, bei dem ich richtig schwer schlucken musste und so sehr überwältigt war, wie nur selten bei einem Film. Auch dafür den Machern alle Ehre. Ein Bilderbuch Filmhöhepunkt. Jetzt will ich das auch erleben … Nein, Spaß bei Seite. Nie im Leben!!

Ich habe eigentlich keine großen Probleme mit dem Film. Nur 2 Dinge, die in die Kategorie Meckern auf hohem Niveau fallen. 1. Wer mich kennt weiß, ich kann Keira Knightley nicht ausstehen. Somit stört sie mich natürlich auch in diesem Film sehr. Glück im Unglück, sie hat nur eine Nebenrolle. 2. Ich hätte gerne mehr über Scott Fischer erfahren, der von Jake Gyllenhaal gespielt wird. Denn irgendwie schien er wichtig zu sein, wurde dann aber zu wenig in die Geschichte miteinbezogen. Hatte offensichtlich auch ein Alkohol Problem, was auch nur zu vermuten war. Achtung Spoiler! Man weiß auch nicht ob ihn das das Leben gekostet hat. Spoiler Ende! Rein oder raus, aber bitte keine halben Sachen.

Ansonsten ein Wahnsinnsstreifen, der ziemlich unter die Haut geht, und einen tatsächlich auf diesen gnadenlosen Berg hinauf versetzt. Was will man mehr?

Ach und das 3D war wiedermal für die Katz. Ich bleibe dabei: sinnlos und lästig. Braucht kein Mensch. Nach 10 Minuten merkt man eh nichts mehr davon.

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11 Gedanken zu “Everest (2015)

  1. Den möchte ich mir auch unbedingt anschauen, der Trailer hat mir schon super gut gefallen. Schade, dass Jake Gyllenhaal wohl nicht so im Fokus steht, den könnte ich mir momentan ja 24/7 angucken. Aber egal, ich freue mich auf den Film 🙂

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  2. Den will ich auch schauen. Ich liebe ja Filme, die in den Bergen spielen (z.B. „Cliffhanger“, wenn auch ganz anderes Genre). Habe mir jetzt auch mal „Nordwand“ zugelegt und „Everest“ als ganz moderner Film macht mich auch sehr neugierig. Ach, ich will mal wieder in die Berge! 🙂

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