Media Monday #220 aka Philosophy of Media Monday

Wir sind alle Menschen und wir haben (mal angenommen) jeder ein Leben. Um es metaphorisch auszudrücken: wir betrachten ein solches Leben quasi als eine Episode einer langen Serie, die wir Menschheit nennen. 

(1) Mein Leben wäre somit die Serienepisode für die ich verantwortlich bin und wird mich vermutlich noch lange beschäftigen, denn diese Episode darf ich so gastalten wie ich möchte. (2) Ich kann ja wirklich nicht gerade herausragend schauspielern, aber in meiner eigenen Serienfolge treffe ich immer den richtigen Ton und kann mit meiner natürlichen Art doch überzeugen. Die Gastrollen, die ich in anderen Folgen spiele sind zum Teil sehr viel weniger überzeugend, denn nicht in jeder Folge darf ich ich selbst sein. Manchmal muss ich auch jemand anderen Spielen. Z.B. eine Architektin, eine Bloggerin oder auch Schwiegertochter. (3) Als Fan der ersten Stunde finde ich die Menschheit als Serie ein sehr gelungenes Konzept, denn diese vereinfachte Darstellung des Lebens, lässt uns etwas klarer darauf herunterblicken.

Und wo kann man Serien am besten sehen? Im Fernsehen. Und (4) Fernsehen kann man ja dank Streaming etc. mittlerweile quasi überall, doch muss ich sagen, ist es für diese Theorie des Lebens als Serienfolge nicht ungeeignet. Denn man lebt auch immer … überall. Eine Bestätigung dafür, dass wir alle nur Figuren in einer Serie namens Leben sind. Oder besser, die Serie heißt „ManHood“ und die Götter sehen zu. Wir schreiben selbst die Drehbücher, werden nur hin und wieder vom Regisseur, der der Staat oder das Gesetz ist, gelenkt damit wir nicht ganz aus dem Konzept der Serie geraten. (5) Bei der Lektüre von dem Drehbuch das ich selbst „Mein Leben“ nenne muss ich immer wieder innehalten, alles neu überdenken und Änderungen vornhemen, es updaten und aus mir öfter mal eine neue, bessere Version modellieren. So lange bis ich am Ende das perfekte Script in den Händen halte, das ich an meinen Sohn weitervererben möchte. Im Idealfall nutzt er es als Vorlage für seine eigene Folge dieser Serie. (6) Von vielen anderen Folgen dieser Serie namens „ManHood“ hätte ich mir ja doch deutlich mehr erwartet, denn die sind zum Teil so sehr missraten, dass es kaum zu glauben ist. Manche Schreiben sich Rollen auf den Leib, die sind der Serie gar nicht würdig. Wäre ich der Produzent würde ich die eine oder andere Folge definitiv streichen oder von Grund auf neu schreiben lassen. (7) Zuletzt habe ich einen neuen Menschen in meine Folge geschrieben, für den ich nun den Anfang seiner Lebens-Episode mitschreibe, bis er dazu fähig ist selbst den Stift in die Hand zu nehmen, und das war natürlich eine der bedeutsamsten und schwierigsten Entscheidungen die ich je getroffen habe, weil für 2 zu denken einfach alles ändert. Es macht sehr viel Arbeit, aber das Gefühl eine ganz neue Folge erschaffen zu haben ist einmalig und unbezahlbar. Ich bin mal gespannt was er später daraus macht.

Das nächste große Ding, das ICH in mein Leben schreiben werde, wird ein DeLorean sein.

So, meine Freunde der Philosophie, das ist tatsächlich so wie ich es sage, oder kann jemand das Gegenteil beweisen … Tja, und der Rest der Geschichte ist eine Art „Matrix“ und mein Sohn ist vermutlich der Auserwählte.  

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14 Gedanken zu “Media Monday #220 aka Philosophy of Media Monday

  1. Solange diese Serie ein ähnlich gutes Ende hat, wie die von „Six Feet under“ (und das wird sie wohl für alle Protagonisten gleichermaßen), ist an der einen oder anderen schwachen Folge nichts auszusetzen. Das Gesamtkonzept muss halt nur stimmen… 🙂

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