FAMILIENAUSFLUG nach WIEN / Teil 2

Was ihr verpasst habt? Das geschah bisher bei FAMILIENAUSFLUG nach WIEN: TEIL 1

wien+delorean

Tag 1 – Anreise

19. März. 5:56 – 12:30 Zugfahrern mit der ÖBB. Der Weg vom Westbahnhof zum Penta Hotel war uns noch vom letzten Jahr bekannt. Auf dem Weg dahin zeigte sich uns die Wiener U-Bahn von ihrer wildesten Seite. In einer Station wurden wir Zeugen eines äußerst gefährlichen Bitch-Fights. Die Schwiegermama in spe wurde mittelschwer verletzt. Wir anderen hatten mehr Glück und kamen unversehrt in die U-Bahn. Als dann eine der kämpferischen Damen in der U-Bahn direkt neben mir stand, war mir ein wenig mulmig zumute. 2 Stationen später durfte ich zum Glück die U-Bahn wieder verlassen. Der Rest des Weges verlief ungefährlich.

Viele Menschen – Viele Wünsche

Im Hotel angekommen konnten wir problemlos einchecken und das trotz der Größe der Gruppe. Eine halbe Stunde zum auspacken, dann trafen wir uns wieder in der Lobby um alles Weitere zu besprechen. Niemand von uns hatte konkrete Vorstellungen davon wie er diese Kurzreise angehen soll. Grobkonzepte waren allerdings überall schon vorhanden. Die Einen wollten den Urlaub dazu nutzen ihre Garderobe komplett zu erneuern. Die Anderen wollten NOCH MEHR Verwandte treffen. Wieder Andere wollten Unmengen von Spaß mit Alkohol haben und das Nachtleben genießen. Und ich – ich wollte Parks, Architektur, Großstadt und vielleicht etwas Kultur oder zumindest Kino.

Fakt ist: Wir waren viele Menschen in allen möglichen Altersstufen, mit unterschiedlichen Vorstellungen und Erwartungen was in diesen 4 Tagen erlebt werden soll. Ob das gut gehen kann, wenn man ständig bemüht ist die Gruppe zusammen zu halten? Ich weiß gar nicht mehr wer so darum bemüht hatte uns alle zusammen zu halten, aber wirklich gut war Idee nicht – im nachhinein gesehen.

ankunft

Shoppen

Langer Rede, kurzer Sinn. Ein halber Tag war nach der Anreise noch übrig. Wozu ist ein angebrochener Tag besser geeignet als zum Shoppen. Damit waren alle mehr oder weniger einverstanden. Ich auch. Einen halben Tag  fürs Shoppen zu verbraten ist gerade noch akzeptabel. In der Mariahilfer Straße (berühmte Einkaufsstraße) entzweite sich unsere Gruppe, da die Straße nach rechts und links beshoppbar war. Nächster Treffpunkt: Hotel zum Abendessen, gegen halb 8 – und auf in den Kampf. Mein Freund und ich machten uns auf Schallplatten-Jagd und kamen dabei zufällig an einem tollen Comic-Laden vorbei. Die Ausbeute betrug: 3 Schallplatten, eine Graphic Novell und eine Hose. Manch anderer von uns hatte da wesentlich mehr geshoppt.

shoppen

Kaffee und Kuchen

Nach dem sehr anstrengenden Shoppen, zumindest für mich und vor allem für die Oldies in der Runde (alle Eltern hatten sich uns angeschlossen), genehmigten wir uns Kaffee und Kuchen in einem Wiener Kaffeehaus. Super-Lecker. Auf dem Rückweg hatte ich in der Nähe des Hotels das hübsche Apollo Kino entdeckt. Da wollte ich unbedingt noch hin! Ich hätte gerne The Grand Budapest Hotel gesehen, da ich der Meinung war er wird bei uns nicht gezeigt. Kino wurde mir schlussendlich nicht gegönnt, allerdings kam ich in der Heimat doch noch zum Genuss, da der Film nicht nicht sondern nur sehr viel später aber doch gezeigt wurde. Zum Glück!

hotel

Zurück im Hotel

Wieder im Hotel, hatten die Angestellten des Hotels eine extra große Tafel für uns aufgestellt. Wie unübersichtlich und unpraktisch so eine große Gruppe ist zeigte sich während und vor allem nach diesem Essen. Wir warteten eine Ewigkeit auf das Essen. Die einen saßen längst mit vollem Bauch da, während die Anderen noch sehnsüchtig auf ihre Pizza warteten. Die Ausrede der Bedienung lautete: Die Küche wäre nicht für so viele Gäste ausgelegt. Aha. Und was wenn ALLE Gäste des Hotels gleichzeitig zu Abend essen wollen? Nach dem Essen ging die Große-Gruppe-Problematik weiter. Um die Rechnungen zu begleichen musste sich jeder einzeln zur Hotelbar begeben. Wir waren der Meinung es wäre praktischer alles auf das Zimmer schreiben zu lassen, um es dann beim Auschecken zu bezahlen. Gesagt getan. Pech hatte leider die (meine Mama), die als letzte zahlen wollte. Da wurden sehr mysteriöse Dinge auf ihr Zimmer geschrieben, die sie nicht konsumiert hatte und die die Anderen scheinbar schon bezahlt hatten. Das Beste an der Misere: Stornieren war leider auch nicht möglich. Diese Technik …

Das Dilemma ließ sich am Ende mehr oder weniger aus der Welt räumen, trotzdem gingen wir todmüde und ein bisschen verärgert ins Bett. Ich konnte mich erinnern letztes Jahr sehr gut geschlafen zu haben. Wenigstens auf die Betten in diesem Hotel war Verlass. Gute Nacht Tag 1.

BTTF-8

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9 Gedanken zu “FAMILIENAUSFLUG nach WIEN / Teil 2

  1. Danke für Deinen Reisebericht, der bringt Erinnerungen zurück. Über die letzten Jahre verteilt war ich schon ein paar mal in Wien und fand die Stadt immer wieder toll. Eine U-Bahn-Fahrt dort ist immer wieder ereignisreich. Wenn ein älterer Wiener mit Jugendlichen lautstark über deren Mode diskutiert und dabei ins tiefste Wienerisch verfällt, von dem man als Deutscher gefühlt 15% versteht, dann ist das schon denkwürdig.

    „The Grand Budapest Hotel“ im Apollo Kino wäre verdammt stilgerecht gewesen. 😀 Ich habe damals dort „Männer im Wasser“ gesehen.

    Wenn der gefundene Comicladen der ComicTreff in der Nähe vom Apollo Kino war, dann kann ich für das nächste Jahr „Comic Hutterer“ in der Landstraßer Hauptstraße“ empfehlen. Wirkt zwar nicht ganz so aufgeräumt wie der ComicTreff, ist aber dennoch ziemlich gut sortiert.

    Ach verdammt, ich muss schnellstens mal wieder den „Kaisermühlen Blues“ in den Player schmeißen. 🙂

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    1. Bitteschön 🙂

      Die Wiener sind bekannterweise kein nettes Volk, aber wenn man das weiß ist es nicht so schlimm. 😉

      Ja es war tatsächlich „ComicTreff“. “Comic Hutterer” ist notiert. Danke für den Tipp.

      Und “Kaisermühlen Blues” schon angeschaut? Ich kenn viel zu wenig österreichische Filme. Shame on me. 😦

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  2. Das ist toll, dass Du den Wien – Trip hier noch einmal kommentierst, so hat man wirklich Gelegenheit, die ganze Geschichte noch eimal Revue passieren zu lassen.. Ich muss gestehen, in vielen Fällen habe ich die Abläufe genauso empfunden wie Du – besonders was die unorganisierten Wartezeiten betrifft, die wir mehr oder weniger geduldig in Kauf nehmen mussten. Aber ich glaube es gibt kein Patentrezept, wie man eine so große Gruppe mit solchen Altersunterschieden und auch unterschiedlichen Interessen was das Shoppen und den Kulturgenuss betrifft,durch Wien schleust ,ohne dass es da nicht den einen oder anderen Engpass gibt.
    So gesehen haben wir es glaube ich doch ganz gut hinbekommen, wenn man bedenkt dass die einzelnen Aktionen doch kaum durchorganisiert waren.
    Vielleicht wäre es empfehlenswert, dass man das nächste mal das gemeinsame Frühstück dazu verwendet, um den Tagesablauf zu besprechen und eventuelle Treffpunkte und Zeiten genauer festlegt, dann wäre manche Wartezeit hinfällig. Das Geheimnis liegt in der Kommunikation – man muss eben miteinander reden, das haben wir glaube ich noch nicht so richtig drauf.
    Ich gebe die Hoffnung trotzdem nicht auf – vielleicht lernen wir es noch.

    Ich freue mich auf alle Fälle auf die Fortsetzung 🙂

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