Buchempfehlung: Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan

Diese Woche Donnerstag, wurde der Tag des Buches gefeiert. Somit ist es noch nicht zu spät, euch ein tolles Buch zu empfehlen. Und sowieso ist die Empfehlung längst überfällig, denn viel Zeit bleibt mir nicht mehr bevor das schöne Gefühl das dieses Buch in mir ausgelöst hat zu einem Hauch von positiver Erinnerung verblasst. Ich werde versuchen ein paar sehr unprofessionelle, aber vom Herzen kommende Worte über dieses Werk zu verlieren, und hoffe euch damit überzeugen zu können. 

Das Buch hat mich, nach dem Lesen der Inhaltsangabe, stark an die Serie „Zurück in die Vergangenheit “ erinnert. Kennt ihr die Serie in der es immer hieß: „In der Vergangenheit gefangen springt Dr. Beckett von Leben zu Leben, immer darum bemüht, etwas zu korrigieren, was einmal falschgelaufen ist. Und jedesmal hofft er, dass sein nächster Sprung der Sprung nach hause sein wird…“ So ähnlich verhält es sich in diesem Buch, nur dass keine Wissenschaft und keine Zeitreise dahinter steckt. Was genau ist dann der Inhalt?

Inhalt

Autor David Levithan erzählt uns die Geschichte eines jungen Menschen (16) der jeden Tag in einem neuen (aber gleichaltrigen) Körper aufwacht, und 24 Stunden diese Person zu sein hat, bevor er wieder wechseln muss. So war es sein Leben lang. Er weiss nicht warum das so ist, und ob es jemals enden wird. Bei einem dieser „Sprünge“ verliebt er sich. Von da an ist nichts mehr wie es war.

Ich und das Buch

Ich habe mir diesen von Körper zu Körper springenden Menschen das ganze Buch über als Jungen vorgestellt, vielleicht weil der Autor ein Mann ist, oder der Sprecher des Hörbuches einer ist. Autor David Levithan besteht allerdings darauf, dass „A“ (so der selbstauferlegte Name des Protagonisten) keinem bestimmten Geschlecht angehört, sondern beides sein kann, und beides ist. „A“ selbst kann nur schwer nachvollziehen, dass seine Auserwählte einen Unterschied zwischen männlich und weiblich macht, und ihr sogar das Aussehen wichtig zu sein scheint. Man merkt dass Levithan das Thema Geschlecht und Sexualität sehr beschäftigt. Es ist auch in allen seinen Werken ein wichtiges Thema. Was wäre wenn ein Mensch jeden Tag seine Gestalt ändern würde, seine Seele und sein Verstand aber immer beständig bleiben würden? Könnte man so einen Menschen bedingungslos lieben? Diese Frage kristallisiert sich eindeutig als zentraler Gegenstand dieses Werks heraus. Die existenzielle Fragestellung wurde sogar in eine wundervolle und sehr spannende Geschichte verpackt, die mich gefesselt hat, wie schon lange keine mehr. Ich habe so gerne die vielen Tage mit „A“ verbracht, ihn/sie auf ihrem/seinem Abenteuer durch die unendlichen Weiten der Vielfältigkeit der Menschen begleitet, mit ihren individuellen Angewohnheiten, ihren Familienangelegenheiten und ihren Körperlichkeiten.

Fazit

Das Buch ist beinahe perfekt. Weswegen ich ein bisschen hin und her gerissen bin ist das vom Autor gewählte Ende. Man steht quasi kurz davor das Geheimnis von „A’s“ Schicksal zu erfahren, kann aber noch kaum erahnen was es ist, und dann … entscheidet sich Levithan es anders enden zu lassen. Ich kämpfe immer noch ein bisschen mit mir selbst. Ich weiß nicht ob ich das (wirklich schöne) vom Schriftsteller gewählte Ende präferiere, oder ob meine Neugier doch überwiegt und ich gerne die volle Auflösung gehabt hätte. Wenn ich mir dann aber die einzig wichtige Frage stelle: „Was passt besser zum restlichen Buch?“ muss ich gestehen, dass der Abschluss des Buches wunderschön ist, genau so wie er ist. Es wurde alles richtig gemacht. Denn es ist „A’s“ Entscheidung, nicht meine. Falls einer von euch das Buch noch liest, lasst mich wissen wie ihr zum Ende steht. Würde mich brennend interessieren.

Meine Version des Buchs

Ich habe in diesem Fall mit der deutschen Version, und zwar mit dem Hörbuch angefangen, und habe es dann in Form des englischen Taschenbuchs fertiggelesen. Ich habe das Eine oder Andere miteinander verglichen und muss sagen, dass es sehr gut übersetzt wurde. Außerdem finde ich den deutschen Titel sehr viel schöner. Dieser ist übrigens aus einem Satz entstanden, der gegen Ende des Buches alles sehr schön zusammen zu fassen versucht …

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11 Gedanken zu “Buchempfehlung: Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan

  1. Das Buch klingt verdammt spannend – besonders vor dem Hintergrund, dass „A“ dann scheinbar auch zwischen den Geschlechtern wechseln kann/muss. Klingt aber auch ein bisschen nach „schwerer“ Kost… Lässt es sich denn leicht lesen?

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    1. Nein, im Gegenteil … es ist sogar sehr sehr leichte Kost … Könnte mir vorstellen, dass man es an einen verregneten Sonntag sogar an einem Stück zu Lesen schafft. 🙂

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  2. Klingt großartig und kommt sofort auf meine Leseliste. Übrigens erinnert es mich sehr an „Replay“, das ich an anderer Stelle schon einmal empfohlen hatte – nur eben mit anderem Kniff (Körperwechsel statt Zeitschleife). Danke für den Tipp! 🙂

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  3. Wow – das klingt toll und aus jeder Zeile sprüht wie großartig du das Buch findest. Das wandert sofort auf meine To-Read-Liste.
    Übrigens lustig, dass du Dr. Beckett ansprichst. Ich habe vor ein paar Woche entdeckt, dass die Serie auf irgendeinem Sender, glaube RTL Nitro, läuft und schaue seitdem hin und wieder eine Folge. Bevorzugt Sonntag vormittags beim Frühstück. XD 😀 Das war ne klasse Serie!

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