FARGO, die Serie – Kapitel 1 – Danke

Braucht die Welt wirklich Fargo den Film und Fargo die Serie?

Dass ich die Coen Brüder für ihren Humor und den absolut unverwechselbaren Filmflair verehre, ist kein Geheimnis. Und dass Fargo ihr bester Film ist, das weiss ich mittlerweile auch. Wie gut ich ihn fand habe ich hier schonmal erwähnt. Doch wie jeder weiß tendiert die heutige Welt stark zu Einfältigkeit. Der neueste Trend: aus guten Filmen Serien zu machen. Dieser lasche Haufen langweiliger Trends macht mir langsam Sorgen. Ich kann diese Rebooten, Prequellen, Sequellen, etc. prinzipiell gar nicht nachvollziehen. Wenn was gut war, warum belässt man es nicht einfach dabei? Oder warum braucht man noch mehr davon, wenn es doch schon so gut alleine stehen kann. Was ist los mit den kreativen Köpfen? Fällt ihnen wirklich nichts Neues mehr ein? Oder gehet man leiber auf Nummer sicher und verkaufet „Neues“ unter altbekannten Namen, weil sich das Zuhause-Gefühl so gut verkaufen lässt? Ein bisschen, aber nur ein bisschen so habe ich auch den neuen Star Wars Film empfunden. Will die Menschheit das? Ist das so? Somit war ich etwas skeptisch der Serie gegenüber, die den selben Namen trägt wie einer meiner liebsten Filme. Was würde mich da erwarten? Das selbe im Grün, oder etwas ganz Anderes? Schaffen es die Macher mich zu überzeugen, dass die Welt Fargo den Film und Fargo die Serie braucht? Ich war dann doch neugierig.

Mein wundervolles Wiedersehen mit Colin Hanks

Es verging einige Zeit, nachdem ich den Piloten gesehen habe, bis ich weiterschauen wollte. Andere Menschen, anderer Fall, aber trotzdem alles Vertraut. Ihre Art, die Sprache, der Winter und menschliche Wärme vs. Menschliche Kälte, alles wie im Film, nur anders. Fand ich das nun gut oder eher überflüssig? Ich schaute irgendwann weiter und auf einmal funkte es zwischen mir und Fargo, der Serie. Nach und nach tauchten vertraute Gesichter auf der Bildfläche auf. Und dann: Colin Hanks. Spätestens da war ich verliebt in Fargo, die Serie. Ich habe nie verstanden warum Colin nicht so ein Vollblutschauspieler ist, wie sein Vater. Vermutlich genau deshalb. Weil eben dieser Druck auf ihm lastet. Aber ich mag ihn so sehr und das seit Orange County. Und nun ist der da, in Fargo der Serie, und die Rolle des Gus Grimly ist wie für ihn geschaffen. Mein absoluter Lieblingscharakter in Fargo, der Serie – Staffel 1. Aber nicht nur das ließ mich ENDLICH wieder dieses Gefühl empfinden. Dieses Gefühl, an nichts Anderes mehr denken zu können als an Fargo die Serie. Tag und Nacht wollte ich nichts anderes tun als weiterschauen. Es ist mir irgendwann verlorengegangen. Fargo hat es mir wiedergebracht. Danke dafür. Ich hatte es schon sehr vermisst.

Ja die Welt braucht Fargo den Film und Fargo die Serie

Für mich stimmt an Fargo der Serie einfach alles. Es ist der Humor den ich aus dem Film kenne beibehalten worden, was auf jeden Fall essenziell ist um diesen Namen tragen zu dürfen. Und dieses gleich aber doch anders ist das was es am Ende zum Funktionieren bringt. In diesem Fall war die Entscheidung richtig aus Fargo dem Film eine Serie zu machen. Ich wurde überzeugt, dass es auch gut sein kann aus etwas gutem, etwas neues gutes zu machen. Nichtsdestotrotz plädiere ich zu mehr Fantasie und Vielfalt in der Welt der bewegten Bilder. Ich bleibe dabei. Ich glaube fest daran, dass Fargo eine Ausnahme ist, in dieser Welt in der man nicht mehr an „Neu ist immer besser“ glaubt.

Vorschau Staffel 2

Ich stecke mittlerweile schon mitten in Staffel 2, und muss feststellen die ist tatsächlich noch spannender und hat (was mich nicht wundert) gar nicht mehr viel mit dem Film zu tun. Eine kleine Verbindung zu Staffel 1 gibt es allerdings schon. Fargo die Serie hat wie es aussieht den Film als Starthilfe gebraucht, und fährt nun ohne Probleme alleine weiter. Ein sehr geschickter Schachzug, wie ich finde. Ist das etwa auch der Plan für STAR WARS? Wäre doch sehr gut möglich. Ach und … jetzt schon mein Highlight in Staffel 2, Ted Danson. Er ist so schön gealtert.

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13 Gedanken zu “FARGO, die Serie – Kapitel 1 – Danke

  1. Ich fand Staffel 1 auch klasse. Die 2. habe ich noch nicht angefangen. Ich bin aber auch der Meinung, dass dieses Ausschlachten von wirklich allem, was mal ansatzweise erfolgreich war einfach nur noch nervt. Klar, Fargo ist ein Beispiel, dass da sogar was richtig gutes bei raus kommen kann. Aber viel mehr Beispiele fallen mir da nicht wirklich ein.

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  2. Ich liebe die erste Staffel von Fargo – sie hat es sogar in meine Bestenliste vom letzten Jahr geschafft. Von der zweiten Staffel habe ich bislang nur vier Folgen geguckt und bin bislang nicht so begeistert. Mich interessieren die Charaktere nicht so, aber vielleicht fange ich nochmal von vorne an und gebe der zweiten Staffel noch eine Chance.

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