So war mein Wiedersehen mit Drive (2011, Nicolas Winding Refn)

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Alle lieben Drive

Und so auch ich. Ich wußte allerdings nicht mehr warum. Darum hatte ich Lust, und fand ein kleines bisschen Zeit, mich zu erinnern was ich daran so toll fand.

Allem voran, ist es dieser unglaublich tolle Mann, der für diese Rolle natürlich prädestiniert ist. Da suche ich mir den Hintern ab nach neuem Fangirling Stoff, und dabei musste ich mich bloss wieder in Erinnerung rufen, dass ich über Herrn Gosling noch lange nicht hinweg bin. Der ist Fangirling Stoff vom Feinsten. Keiner spielt den tragischen Helden, der alles dafür geben würde um die Frau (und ihren Sohn) die er liebt zu beschützen, so authentisch wie er. Aber das nur mal so am Rande.

Warum also liebt die Welt „Drive“?

Das weiß ich nicht. Aber ich weiß wieder warum ich das tue. 1. Wenn schon Liebesgeschichte, dann muss sie mich zu 100 % fangen, und das tun sie nur ganz selten, denn große Gefühle zu spielen gehört wohl nicht zu den einfacheren Aufgaben eines Schauspielers. Ryan Gosling und Carey Mulligan haben das in diesem Film jedenfalls bravourös gemeistert. Das ist das Eine, das Andere ist die Geschichte, die aus der Romanvorlage von James Sallis stammt.  Ich habe zwar bisher nur einen Roman von James Sallis gelesen, aber die Geschichte war mindestens genauso genial wie die, die „Drive“ erzählt. 3. N. W. Refn’s erwähnenswerte Regiearbeit. Alles ist bis ins Detail durchgedacht, eine Stimmung die dichter nicht sein könnte. Ein Film ohne viele Worte, dafür mit wundervollen ruhigen Bildern und sehr passender Musik (ist übrigens kein Soundtrack, den ich mir Zuhause anhören würde, aber zum Film passt er perfekt. Ist auch für mich eine neue Erfahrung). 4. Es sind nicht nur Ryan Gosling und Carey Mulligan (Sie sagt hier so wenig, und dafür so viel mir ihrer Mimik), es ist auch Oscar Isaac, der etwas (mir) völlig neues spielt (Ich kenne bis dato „Inside Llewyn Davis„, „Star Wars: Episode VII“ und „Ex Machina„) und Bryan Cranston in einer seiner besten Rollen. Im großen und ganzen ist Drive einfach ein guter Film, der in seiner Gesamtheit alles richtig macht, und das offensichtlich nicht nur in meinen Augen. Den muss man einfach lieben.

Der Grund warum er von mir trotz allem nicht die volle Punktzahl bekommt (Bei Letterboxd bewerte ich Filme übrigens noch) ist dieses Geschreibsel über ihn. Den Worten, die ich hier verfasst habe, fehlt es ein bisschen an Euphorie, die großen Gefühle bleiben aus … es fehlt das gewisse Etwas, das einen Film für mich einzigartig und unverwechselbar macht. Wo das geblieben ist weiß ich leider auch nicht, denn eigentlich macht er, wie gesagt, alles richtig. Manchmal muss es eben ein kleines bisschen mehr sein, um mich auch wirklich zutiefst zu berühren.

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Ach, und ich liebe die Genialität dieser Szene. Dem langersehnten ersten und einzigen Kuss im ganzen Film, der schöner nicht sein könnte, folgt ein gewaltsamer Mord, den man sich schrecklicher kaum vorstellen kann. Da konnte ich nicht anders als mich in sie hineinzuversetzen. Der Traumprinz verwandelt sich von einer Sekunde auf die andere, vor ihren Augen, in ein Monster. Ein fabelhaft erschreckender Filmmoment.

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15 Gedanken zu “So war mein Wiedersehen mit Drive (2011, Nicolas Winding Refn)

    1. Hehe. Gern geschehen. Dafür bin ich ja da. Hab momentan übrigens sowieso viel mehr Lust Lieblingsfilme aufzufrischen, als neue zu sehen. Mal sehen wie lange das anhält. 🙂

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  1. Oh, den will ich auch unbedingt mal wieder sehen. Bei mir ist er momentan in den Lieblingsfilmen. Ich hab ein bisschen Angst, dass er mir beim 3.Mal nicht mehr so gut gefällt, nach einer ganzen Weile… aber du findest ihn ja auch immer noch toll. Aber ich will nicht, dass meine Euphorie verloren geht 😦

    Kennst du schon das hier? -> https://www.youtube.com/watch?v=wsI8UES59TM (Hach, wenn ich das sehe, dann kriege ich erst recht Lust auf den Film. Morgen gucke ich den!!)

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    1. Wegen der Euphorie musst du dir keine Sorgen machen, die war bei mir beim ersten Mal auch nicht da. 😉
      Starkes Video!!! Kannte ich noch nicht. Viel Spaß beim gucken heute. 🙂

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  2. Ich muss den auch mal wieder gucken. Ich nehme mir das immer mal wieder vor, aber aus irgendwelchen Gründen verschiebe ich es dann doch wieder. Ich bin ja auch mal sehr gespannt auf Refns „Neon Demon“…

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  3. Nicolas Winding Refn’s großartigste Arbeit. Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Und wie du schon so schön beschrieben hast: Diese eine Szene in all ihrer Schönheit und Brutalität ist genial. (Eigentlich wie der Rest des Films.)

    Ich hoffe, dass Refn das zweite Buch auch noch verfilmt. Ich würde mich sehr darüber freuen.

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