FAMILIENAUSFLUG nach WIEN / Teil 3

Was ihr verpasst habt? Das geschah bisher bei FAMILIENAUSFLUG nach WIEN: TEIL 1 & TEIL 2

wien+delorean

Tag 2 – Naschmarkt

Nach dem sehr reichhaltigen Hotel-Frühstück gingen wir mit einem Teil der Gruppe auf den Naschmarkt. Mit vollem Magen auf den Naschmarkt zu gehen ist zwar keine sehr gute Idee, spart allerdings Geld. Der berühmte Markt ist natürlich sehenswert, aber wirklich viel Zeit muss man dafür nicht einplanen, außer natürlich man nascht, was sicher kein Fehler ist. Ich habe da zumindest meine erste Macarons Erfahrung gemacht. Die kleinen „Kekse“ sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch wirklich lecker.

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Stephansdom

Nachdem uns der Weg erneut zum schon erwähnten Comic-Laden geführt hat, konnten wir einen Neudruck von Nick – der Weltraumfahrer für den Schwiegervater in spe käuflich erwerben. Danach ging es geradewegs zum Stephansdom, denn ich hatte das architektonische Prachtstück vor 20 Jahren das letzte mal gesehen. Ich liebe sakrale Architektur „abgöttisch“. Obwohl ich mit Religionen jeglicher Art nicht viel anfangen kann (was vermutlich daran liegt, dass ich im Kommunismus groß geworden bin und mir Darwin gepredigt wurde), fühle ich mich in Kirchen und auf Friedhöfen „unheimlich“ wohl. Würde man diese Tatsache präziser analysieren wollen, würde das Ergebnis vermutlich zu meiner lieben Oma zurückführen. Als ich noch klein war, war sie es die mir die Geschichten aus der Bibel als schöne Kindergeschichten verkauft und auf ihre Art Kirchen und Friedhöfe für mich zu etwas Besonderem gemacht hat … aber ich schweife ab. Auf jeden Fall gingen wir in den Dom hinein, zündeten je eine Kerze für uns und die Welt an, haben bewundert und gestaunt. Dann gingen wir wieder hinaus und ich konnte wenigstens einen Punkt auf meiner Liste abhaken. Mein Architekten Herz freut sich jedes Mal wie verrückt beim Anblick solch gewaltiger, prachtvoller und unglaublicher Weise von Menschen, vor sehr langer Zeit, erschaffener Bauten. Kolossal und Monumental – meine Lieblingsbegriffe um Architektur zu beschreiben.

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Das liebe Warten

Danach saßen wir draußen in einem Cafe am Stephansplatz, haben getrunken und eine Kleinigkeit gegessen. Das Wetter hätte schöner nicht sein können. Qualitytime vom Feinsten. An diesem Tag war die Gruppe ein bisschen verstreuter als sonst, was auch wieder nicht ideal war. Wenn wir nicht zusammen waren, haben wir aufeinander gewartet. So haben wir auch in diesem Cafe auf zwei Schwestern und eine Nichte, die in der Nähe am Shoppen waren, (lange) gewartet. Als sie kamen wollten wir das beste Eis der Stadt essen gehen. Sie wollten nicht mit, wollten klarerweise erst noch etwas trinken und nicht schon wieder los. Umsonst gewartet – Die Erste.

Das beste Eis der Stadt

Das beste Eis der Stadt ist nämlich Das Eis vom Lande und es ist wirklich so gut wie alle sagen. Man muss dafür sogar schlangestehen. Nach dem Eis haben wir wieder gewartet, diesmal auf noch mehr Verwandschaft Schwiegermütterlicherseits. Da sich das Warten schon wieder so zog gingen wir in der Zwischenzeit in einen anderen Comic-Laden in der Nähe und in den Schuhladen um die Ecke. Ausbeute: Ein Gumba für mich, eine Bane Figur für die Sammlung und für meinen Freund und mich je ein paar Schuhe. Als diese verwandten Leute dann da waren beschlossen wir zu gehen und ließen ein Teil der Gruppe zurück, um uns noch ein bisschen freier bewegen zu können. Es musste sein, die Zeit drohte sonst zum großen Teil auf das Warten draufzugehen und das wäre nicht im Sinne eines Kurzurlaubs. Umsonst gewartet – Die Zweite.

Das erstaunliche an diesem Warten war: Man hat nicht gewartet um dann mit den Erwartenden etwas zu unternehmen, sondern hat solange über Warten oder Nicht diskutiert, bis die auf die gewartet wurde da waren und es dann schon so spät war, dass man zum nächsten Ziel eh schon wieder hetzen musste. So wurde die Gruppe im laufe des Tages nach und nach reduziert und immer wieder neu zusammengestellt.

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MQ und Cupcakes

Das Highlight des Tages war der Besuch des Cupcake Ladens im Mumok (Museum moderner Kunst) im Museumsquartier (MQ). Das Mumok ist übrigens eines meiner Architektur-Lieblinge in Wien. Wunderschön und unvergleichlich in seiner Schwere und Schlichtheit. Kolossal, Monumental und Modern. Lecker!

Aber zurück zu den Cupcakes. Zuerst eine kleine Vorgeschichte: Mein lieber Freund hat sich vor einer Weile das Buch 130 Gramm Liebe – Cupcakes, die glücklich machen der Wiener Grafikerin und Hobby-Bäckerin Renate Gruber gekauft, und beglückt seitdem nicht nur mich, sondern auch unsere Freunde und Verwandte regelmäßig mit wunderbaren Cupcakes. Diese sind in engen Kreisen tatsächlich schon ein bisschen berühmt. Sein Wunsch war es, den Laden von Frau Gruber, den Ursprung seiner neuen Leidenschaft, zu besuchen und ihre Cupcakes zu testen. Als wir da ankamen, saß unerwarteter Weise die berühmte Dame selbst an einem der Tische und unterhielt sich mir ihren Kunden. Mein Freund ließ es sich natürlich nicht nehmen und sprach die Dame, sein Vorbild quasi, an und tauschte ein paar lockere Worte mit ihr. Um ein Foto zu bitten fand er albern. Vielleicht hätte ich paparazzi-mäßig einfach eins schießen sollen. Leider war ich zu diesem Zeitpunkt schon zu müde und habe nicht daran gedacht. Verdammt. Hinterher bereut man es natürlich. Aber die Fotografie der Erinnerung bleibt zumindest in unseren Köpfen noch lange gespeichert, da mache ich mir keine Sorgen. Ein schönes Erlebnis … und überhaupt ist das MQ ein wunderbarer Ort. Da müsst ihr unbedingt hin. Ich bin jedes Mal da, wenn ich nach Wien komme.

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Abendessen beim Mexikaner

Meine Füße taten höllisch weh und ich war froh, dass sich der Tag langsam dem Ende näherte. Nach dem MQ machten wir einen kurzen Zwischenstop im Hotel um uns frisch zu machen. Dann ging es direkt weiter Richtung Mexikaner zum Abendessen. Wir waren fast alle bei diesem Essen dabei und bekamen unsere Bestellungen trotzdem sehr schnell. Hier hatten sie wohl eine sehr viel größere Küche. Dafür war das Klima im Restaurant leider unangenehm tropisch und das Essen hat mir leider auch nicht geschmeckt. Alle anderen waren recht zufrieden, was mich darauf schließen lässt, dass ich einfach falsch gewählt hatte. Als ich nach dem Essen an die frische Luft durfte, war die Müdigkeit verflogen und das geplante gemütliche Beisammensein im Hotel konnte beginnen. Mit einer Gruppe von 23 Familienmitglieder (+ noch ein paar Freunde der Nichte), ist es allerdings nie ein gemütliches Beisammensein, es ist immer eine Party. Das große Glück einige Teenager (und ein paar Anfang 20er) in der Gruppe zu haben hat die Party-Nacht sehr schön aufgewertet. Ich mag das Alter sehr, auch heute noch. Es war ein sehr schöner Tag mit einem wirklich gelungenen und flüssigem Abschluss. Das böse Erwachen kam dann am nächsten Morgen, aber dazu mehr nächstes Mal.

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4 Gedanken zu “FAMILIENAUSFLUG nach WIEN / Teil 3

  1. „Hier hatten sie wohl eine sehr viel größere Küche.“ – Haha XD
    Nich schlecht … ein Freund, der gerne Cupcakes zaubert. So einen brauche ich auch noch 😉
    Nach dem Cliffhanger bin ich ja schon gespannt auf den nächsten Teil.

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