So(nntags)Po(st) – Folge 14 / KW26

Was bisher geschah: KW26 auf ERGOThek:

Ich habe mal wieder beim Media Monday mitgemacht und zwar bei #156, habe Frage 24 der 31 Tage – 31 Filme beantwortet und da Monatsende ist habe ich gestern noch 1-2-3 … 4 Sätze über sonstige Filme die ich im Juni gesehen habe geschrieben.

Im heutigen SoPo erzähle ich euch etwas über alles Geschriebene was momentan auf meinem Tagesplan steht. Ich sehe nicht nur Filme, ich lese auch (ich bemühe mich zumindest). Aktuell läuft bei mir im Auto Stephen Kings – Under the Dome, gesprochen von Raul Esparza. Bisher macht es sehr viel Spaß, und wie ich King kenne wird es bestimmt noch besser. Außerdem lese ich an schönen Tagen im Garten Eine Handvoll Worte von Jojo Moyes und zum einschlafen am Abend Stephen Kings Kurzgeschichten aus den Buch Blut – Skeleton Crew.

SOPO26

Zum Thema: Geschriebenes

1. Ich mag Kurzgeschichten
2. Ein Buch das sein Versprechen nicht halten konnte
3. Blogger können auch wunderbare Geschichten schreiben

1. Stephen Kings Blut – Skeleton Crew

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Ich selbst habe schon einige Kurzgeschichten geschrieben, aber noch nicht sehr viele gelesen. Mit Kurzgeschichten verhält es sich bei mir, wie mit Kurzfilmen. Mit Romanen und Spielfilmen kenne ich mich aus und weiß wo ich sie finden kann, von dem mal abgesehen, dass die entsprechende Watch- bzw. Readlist jeden Tag größer wird. Doch der Zugang zu Kurzfilmen und Kurzgeschichten fehlt mir noch komplett. Die gibt es wie Sand am Meer, und da ich mich bis dato wenig darum gekümmert habe, bin ich noch verwirrt und auf der Suche. Mir gefällt die Idee, diese Form von Geschichten und Filmen in mein tägliches Leben aufzunehmen, denn schließlich sind das zwar kurze, aber vollständige Filme, bzw. Geschichten.

Zum Glück habe ich nun Skeleton Crew von Stephen King entdeckt und es macht sehr viel Spaß diese kompakten, netten Geschichten (die vor guten Ideen nur so strotzen) vom Meister des „in die Länge Ziehens“ zu lesen. Es ist ein ganz neuer Zugang zu meinem Lieblingsschriftsteller und Vorbild. Alleine das Vorwort ist schon zum Niederknien, wie er erklärt was ihm Kurzgeschichten bedeuten, dass man damit kein Geld verdienen kann, und wie er immer wieder auf die abstrakten Ideen kommt, die er in seine Geschichten verarbeitet. Gelesen habe ich bisher nur seine allererste Kurzgeschichte, die er mit 18 geschrieben hat: Das Bildnis der Sensenmanns und Der Textcomputer für die Götter, um die es im Vorwort geht. Auf dieses Buch gekommen bin ich dadurch, dass ich die Buchvorlage zu The Mist lesen wollte, welche auch eine der Kurzgeschichten aus dieser Sammlung ist. Ich bin mir sicher ihr kennt euch mit Kurzgeschichten besser aus als ich. Kurzgeschichten-Empfehlungen sind jederzeit willkommen.

2. Der unsichtbare Apfel von Robert Gwisdek

9783462046410

Nachdem es gut angefangen hatte und mit jeder weiteren Seite immer anstrengender zu lesen wurde, war ich am Ende sehr verärgert und enttäuscht, und das aus dem ganz einfachen Grund: Der unsichtbare Apfel hat nicht gehalten was er mir versprochen hat. Tiefsinnige und philophisch angehauchte Traumwelten mag ich normalerweise sehr gerene (wie zum Beispiel in Das Kartengeheimnis), aber diese war einfach nicht mein Fall. Ich habe mir danach viele Kritiken durchgelesen um zu erfahren ob es nur mir so ging, und fand einige Gleichgesinnte, aber auch ein paar die darin „herausragende Metaphorik und die bedeutungstragende philosophische Ebenen“ sehen. Gerade ich, die genau nach soetwas in Büchern sucht, habe das in der Form in diesem Buch nicht entdeckt.

Allerdings gibt es auch Menschen, die sich einbilden etwas „scheinbar tiefsinniges“ zu mögen aus Angst man könnte sie sonst für dumm halten. Ich für meinen Teil bleibe aber bei der Wahrheit und wenn ihr mich fragt … das Buch ist gut geschrieben, aber der Inhalt ist zu viel, zu anstrengend, zu weit von jeglicher Realität entfernt. Mir hat die reale Ebene gefehlt. Protagonist Igor träumt eingesperrt in einen Raum, ohne Licht und Geräusche, über 100 Tage lang wirres Zeug vor sich hin, wacht dann auf und lebt weiter, bis er sich voller Sehnsucht wieder in den Traum wagt. Ich weiß nicht, vielleicht geht es nur mir so, aber dieses Geschriebene hat mich sehr unbefriedigt zurückgelassen. Aber möglicherweise denkt ja der/die Eine oder Andere von euch ganz anders darüber. Das Kartengeheimnis von Jostein Gaarder ist von der Idee her ähnlich, nur sehr viel besser durchdacht und umgesetzt. In beiden Büchern wird Traum und Wirklichkeit miteinander verwoben, nur dass ich das Kartengeheimnis glauben konnte im Gegensatz zum Unsichtbaren Apfel.

3. Heimkehr von Stepnwolf

Seit kurzem veröffentlicht Stepnwolf auf seinem Blog Weltall. Erde. Mensch…und Ich. regelmäßig eine selbstgeschriebene Geschichte. Bisher sind 5 Teile erschienen, die ich mit großer Freude gelesen habe. Heimkehr ist großartig und sehr gefühlvoll geschrieben (wie eigentlich alles, was auf diesem Blog erscheint). Und nicht nur das, die Geschichte ist sogar sehr spannend. Ich kann es kaum erwarten, dass der liebe Stepnwolf Part 6 veröffentlicht. Heimkehr hat alles was eine gute Geschichte braucht: den sehr guten Plot, fesselnde Spannung, Tragik und natürlich die ganz große Liebe. Meine allergrößte Empfehlung an dieser Stelle. Ihr solltet die Geschichte, um Marc und Line lesen, mitfühlen und miterleben wie Marc versucht seine Gefühlswelt nach seiner Heimkehr, in ein längst vergangenes Leben, in den Griff zu bekommen, unbedingt lesen. Hier gehts lang zur Heimkehr Part 1

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag und einen guten Start in die KW27. Und lest unbedingt noch heute die „Heimkehr“, es lohnt sich! Und überhaupt lest mehr Geschichten, sie offenbaren wunderbare und unerwartete Welten. 

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17 Gedanken zu “So(nntags)Po(st) – Folge 14 / KW26

  1. Danke für die Erwähnung. Ich fühle mich geehrt. *verbeug* und freue mich ob deiner warmen Worte für diese kleine Geschichte und dem Gefallen daran. Oder wie Marc sagen würde: „Stets zu Diensten. Mylady.“ 🙂

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  2. Das ist ja schade mit dem Gwisdek-Buch. Trotzdem reizt es mich immer noch. Gerade wenn Bücher Gedankenwelten schildern, ist ja sehr subjektiv, ob man diese nachvollziehen kann. Vielleicht schiebe ich es mal ein.

    Als Fantastik- und Horror-Fan kommt man bei Kurzgeschichten eigentlich nicht um Poe herum. Er trägt manchmal dick auf, aber seine Atmosphäre und Ideen sind einmalig.
    Ansonsten kann ich bei Kurzgeschichten z.B. James Joyces „Dubliners“ empfehlen. Sie sind (Ehrenwort!) wesentlich leichter zugänglich als manch andere seiner Bücher, aber prägnante und sehr weise Einblicke in verschiedene Lebenssituationen und -alter. Und das Ende der letzten Geschichte ist eines der schönsten, die es gibt.

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    1. Ja du hast Recht. Das mit den Gedankenwelten sehe ich genauso, nur dass es sich hier eher um einen Wahn handelt, der ziemlich abgedreht ist. Igors Gedankenwelt die am Anfang des Buches beschrieben wird, seine Art zu Denken quasi, fand ich sehr viel spannender. Darum war ich so enttäuscht, dass ich nicht mehr davon bekommen habe. Aber bitte lies es auch, ich würde sehr gerne wissen was du dazu sagst.

      Ohja Poe natürlich. Das ist ein sehr guter Tip. Und “Dubliners” wurde mir sogar schon mal empfohlen (von meinem Studienleiter), hatte es aber wieder vergessen. Danke fürs dran Erinnern. Ich schmeisse es gleich in den Einkaufswagen.

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  3. Oh schön, heute geht es um das geschriebene Wort bei dir 😀 Die Geschichten von King, die du aufgezählt hast, kenne ich gar nicht. Nur vom Namen her. Auch „Under the Dome“ habe ich bisher nicht gelesen, obwohl ich echt viel von ihm kenne. Da gibt es nur eine Kurzgeschichte von ihm, die ich mal gelesen habe, aber so ziemlich als einziges nicht mochte. Kann mich nicht mal an den Namen erinnern :-/
    Der Mensch ist aber genial. Kann mir gut vorstellen, dass du viel Spaß mit den Geschichten hast.

    Raul Esparza liest das? Echt? XD In Hannibal Staffel 2 hat er eine tragende Rolle und ist mir da ein bisschen ans Herz gewachsen. Er verkörpert einen tollen, sarkastischen Dr. Chilton.

    Apropos Kurzgeschichten – hast du vor deine Mal im Blog zu veröffentlichen oder so? 😀

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    1. Wusste gar nicht, dass Raul Esparza ein Schauspieler ist. :/ Bin dann mal auf ihn gespannt, wenn ich irgendwann mit Hannibal weiterkomme. 😉

      Puh. Über das Veröffentlichen im Blog habe ich noch gar nicht konkret nachgedacht. Aber irgendwie würde ich schon gerne wissen wie sie ankommen. 😉 Ich denke mal darüber nach …

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      1. Ja, ich kannte ihn aber auch nicht, bevor ich ihn in Hannibal gesehen habe. Vielleicht kennst du ihn ja sogar schon aus Staffel 1 – da hat er aber sehr kurze Auftritte. In Staffel 2 wird er wichtiger und macht richtig Laune. Wurde einer meiner Lieblingsfiguren.

        Ich bin gespannt zu welchem Ergebnis du kommst 😀

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      2. … Serien sind ja auch immer eine Verpflichtung oder ein Vorhaben, das ein bisschen länger bindet als ein Film. Aber lass mal, bis vor einem Monat habe ich auch wesentlich mehr Filme und Serienstaffeln verschlungen. Mh … was war da nur? Seit einem Monat …. irgendwas hält mich leicht davon ab …

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  4. Also, was Kurzgeschichten von Stephen King angeht, kann ich dir „Im Kabinett des Todes“ empfehlen – das ist eine Sammlung über 14 Kurzgeschichten von ihm. Ich selber habe bisher erst die ersten vier gelesen, aber vor allem Autopsieraum vier“ und „Der Mann im schwarzen Anzug“ (sind die ersten beiden) fand ich unheimlich spannend!

    Und dann muss ich kurz Miss Booleanas Frage aufgreifen: Möchtest du mal deine eigenen Kurzgeschichten veröffentlichen? 🙂

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