Ach und dann war da noch … #3

bloggen

Wir Filmblogger sind keine offiziell anerkannten Kritiker, zumindest dürften wir uns amtlich nicht so nennen. Wir sind die die sich einen Film (im Idealfall aus einem bestimmten Grund) ansehen, ihn auf uns wirken lassen um dann, wenn wir Lust haben, einen Text darüber zu verfassen. Wir beschreiben den Inhalt des Films, schildern unser subjektives Empfinden diesem Film gegenüber, und wenn wir meinen kompetent genug zu sein, schreiben wir auch noch ein paar Zeilen über seine technischen und inhaltlichen Stärken und Mängel. Jeder kann (Film)Blogger werden. Und deshalb gibt es auch so viele und vor allem so viele unterschiedliche Filmblogger mit jeweils unterschiedlichen Herangehensweisen, mit unterschiedlich aufgebauten Blogs und unterschiedlich oft auftauchenden Film- … nennen wir sie mal … -Besprechungen.

da war noch ...

Ich selbst zähle mich seit gut 2 Jahren zu dieser wunderbaren Spezies. Leider merke ich langsam, dass mir die Luft ausgeht. Folgendes gibt mir im Moment zu Denken (um Missverständnisse zu vermeiden: Das Folgende gilt nur für die Texte die ich auf diesem meinem persönlichen Blog veröffentliche): Ich schreibe etwas über einen Film und veröffentliche anschließend diesen Text. Danach lese ich die „Kritiken“ der Blogger meines Vertrauens über den selben Film. Ich mache das prinzipiell in dieser Reihenfolge, um meinen Gedankenfluss sauber und unbeeinflusst zu halten. Was dann folgt nimmt mir seit einiger Zeit die Lust an diesem über Filme bloggen. Und zwar werde ich dann unsicher und finde meinen Text banal und nichtssagend, denn es gibt da draußen so furchtbar gute Filmblogger, die einen Film und das was ihn ausmacht so wunderbar in Worte fassen können, dass jedes ihrer Worte eine Wohltat für das filmliebende Herz ist. Es sind zwar nicht sehr viele Blogger, die so besonders aus der Masse herausstechen, aber ein paar gibt es da schon. Jedes Mal stellt sich der selbe resultierende Gedanke bei mir ein: „Ja genau DAS, DAS ist der Film den ich gesehen habe. Genau SO habe ich das auch gesehen, war aber nicht fähig es schriftlich so auf den Punkt zu bringen. Besser könnte man diesen Film nicht beschreiben, besprechen, kritisieren.“ Ich konnte es jedenfalls nicht … Mir wollten nicht diese treffenden Worte einfallen, die dem Film gerecht werden. Meine Worte hingegen haben zwar ihren Zweck erfüllt, aber sie waren nicht besonders, um nicht zu sagen unbedeutend.

Was tun, ist die Frage. Höre ich auf diese wunderbaren Blogs zu lesen, oder hänge ich selbst die Sache mit dem über Filme bloggen an den Nagel? Wenn dann wohl eher das zweite. Denn warum sollte man meine Texte über Filme lesen, wenn es da draußen im Netz ein paar Blogger gibt, die das besser können? Es ist NATÜRLICH der Spaß an der Sache, von dem das Ganze, das Bloggen an sich überhaupt lebt. Es ist der einzige Grund warum Bloggen existiert und warum Blogger bloggen. Man macht es nicht für die Anderen sondern für sich. DAS ist mir natürlich KLAR, aber ich bin ehrgeizig und Mittelmaß war mir nie genug (zumindest nicht in Dingen, denen ich aus Leidenschaft und in meiner Freizeit nachgehe) … und leider auch nicht der Mühe wert, denn etwas nur halbherzig zu betreiben, das Unmengen an (der kaum vorhandenen) Freizeit frisst ist nicht gerade zielführend.

Das Gute daran: Ich bin nicht der Meinung, dass alles was ich schreibe auf das Mittelmaß-Abstellgleis gehört, es ist nur das über Filme bloggen, zumindest hier auf diesem Blog und in dem Ausmaß in dem ich es die letzten 2 Jahre betrieben habe. Dafür fehlt mir offensichtlich die Inspiration und vor allem der Anreiz. Ich wünsche mir nicht mehr in der Menge zu versinken. Ich möchte, egal auf welche Art und Weise, etwas Besonderes schaffen. Ich möchte das mein Blog anders ist, dass er heraussticht … Na wenn sich das mal nicht nach einem unmöglichen Unterfangen anhört!

Das Fazit, das sich aus diesem Gedanken-Wurf ergibt: Vielleicht habe ich zu sehr versucht kompetent zu wirken und meinen Gefühlen zu wenig freien Lauf gelassen. Vielleicht sollte ich hier nicht mehr über Filme bloggen, sondern nur über das Gefühl das sie in mir auslösen, denn über Gefühle kann ich sehr viel besser schreiben. Ob sich wohl für diese Art über Filme zu bloggen auch Leser finden würden?

Ich wünsche euch einen UNKRITISCHEN 2. Advent-Sonntag

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36 Gedanken zu “Ach und dann war da noch … #3

  1. Ist natürlich einfach gesagt, aber ich würde mir da einfach keine Platte darüber machen, was die anderen schreiben und ob diese viel besser sind.

    Da draußen gibt es natürlich zahlreiche wirklich ausgezeichnete Filmblogger, die oft auch einen medien/film-wissenschaftlichen Hintergrund haben oder für große Portale arbeiten und dann ist das ja logisch, dass objektiv die eigene Worte dagegen abstinken. Würde ich meine/unsere Reviews mit den großen und sehr guten Filmblogger vergleichen und mir das zu Herzen nehmen, dann hätte ich schon längst aufgehört.

    Mach einfach dein Ding. Es ist dein Blog. Dein Erfolg gibt dir doch recht – oder etwa nicht?

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    1. Doch es ist eigentlich schon einfach … vorausgesetzt es ist genügend Zeit da fürs bloggen. Dann würde ich mir wahrscheinlich gar keine Gedanken darüber machen, denn dann würde ich es tatsächlich rein für mich machen … klingt blöd, aber die Freizeit ist kostbar und man will sie irgendwie so ideal wie möglich nutzen … zum Beispiel für solche Texte wie diesen heute, die den Leser zum Nachdenken bringen.

      Genau den Bloggern mit dem medien/film-wissenschaftlichen Hintergrund kann man natürlich nicht das Wasser reichen, aber es gibt auch noch die die ein besonderes Schreibtalent besitzen und alles, nicht nur Filme so schön in Worte fassen können. *hach*

      Stimmt was du sagst. Über den Erfolg kann ich mich nicht beschweren. Ein paar Leute lesen mich ja doch recht gerne. 🙂

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  2. Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Diese Verunsicherung ist bei mir auch der Grund, warum ich einfach auf die persönliche Schiene gehe und technische und gestalterische Aspekte außen vor lasse. Die hat bestimmt schon irgendjemand anderes durchanalysiert.

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    1. Darum mag ich deinen Blog auch so gerne. Er hat einfach eine sehr persönliche Note. Aber nicht nur das … ich finde du weißt auch ganz genau wovon du spricht. Darum an dieser Stelle. Mach weiter so … du bist auf dem richtigen Weg. Ich suche meinen noch ein bisschen. 😉

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      1. Aaaaaawwwee, das war zwar nicht als Fishing-for-compliments-Attacke geplant, aber dankeschön. Ich versuche mein bestes. ❤️💩❤️

        Ich hoffe du wirst bald aus deiner Sinnkrise heraus sein. Dein grösster Fan (moi!…okay, dein Mann idt wahrscheinlich eigentlich dein grösster, aber egal^^) unterstützt dich bei allen Entscheidungen, die du triffst. Aber nicht einfach anhauen, ja?!^^

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      2. Habe ich auch nicht so aufgefasst. 😀

        Ui. Dankeschön für die Unterstützung. Fühlt sich sehr sehr gut an. Ne nicht abhauen … noch nicht und nicht einfach so. ❤ ❤ ❤

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  3. Das Gefühl kenne ich nur zu gut – war allerdings bei mir nie der Grund, zwischenzeitlich Auszeiten vom Bloggen zu nehmen.
    Was vielleicht ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist und du ganz richtig beschreibst: Man „bloggt“ in erster Linie, weil es einem selbst Freude und Spaß bereitet. Aber warum sich Blogger nicht auch Kritiker nennen dürfen, erscheint mir schleierhaft. Denn jeder darf sich so nennen, es gibt keine Ausbildung und keine Institution die darüber entscheiden darf, wer nun Kritiker ist und wer „nur“ Blogger. Dazu gab es in diesem Jahr schon mehrfach Diskussion, u.a. auf großen Filmfestivals. Dabei nehmen die altehrwürdigen Filmkritiker übrigens oft eine abwehrende, ja fast schon beleidigte Rolle ein, wenn es zum Thema Blogging kommt. Meiner Meinung nach ein Ausdruck um Angst, an Bedeutung zu verlieren. Denn du hast ganz recht: Im Netz gibt es unfassbar talentierte Kritiker, die Blogs betreiben und deutlich mehr zu sagen haben als die sogenannten Kritiker, die nicht selten in ihrem eigenen Dünkel verbleiben und letztlich gar nichts mehr über den Film aussagen.

    Das zweite, was mir ganz wichtig erscheint und du dir auf jeden Fall zu Herzen nehmen solltest: Letztlich entscheidet der Leser, was er lesen will. Das heißt, zu Texten, die vielleicht mehr einen wissenschaftlichen Hintergrund haben oder zu emotionalen Erfahrungsberichten werden verschiedene Leser finden, da es ihrem Geschmack entspricht entweder das eine oder das andere zu konsumieren. Das ist ja die große Stärke des Internet: Hier kann jeder seinen Platz finden.

    Und egal, für welche Art von Texten du dich entscheidest, ich hoffe, du entscheidest dich vor allem für das Weiterschreiben!

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    1. Ich habe mich noch gar nicht näher mir der Thematik Filmblogger = Filmkritiker beschäftigt, es ist mir nur aufgefallen, dass Filmblogger regelrecht Angst davor haben ihre Film-Besprechungen „Kritik“ zu nennen, weil sie entweder Angst davor habe ein Gesetz zu verletzten oder einfach nicht überheblich wirken wollte. So oder so ähnlich.

      Ich werde definitiv weiterschreiben, ich will nur die Richtung wechseln. Weg vom wissenschaftlichen Hintergrund (denn das können andere sehr viel besser) mehr hin zu rein emotionalen Erfahrungswerten. Ich bin mir sicher, das liegt mir mehr und diese Art zu schreiben fällt mit sehr viel leichter.

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  4. Also mein Grund, weshalb ich so 2008 überhaupt noch mal wieder angefangen habe zu schreiben war meine Frustration über die kritischen Inhalte einiger Netzautoren, auf die ich mich zu meiner späteren Enttäuschung verlassen hatte. Und so ein Äußerungsdrang muß wohl dem Extrinsischen zum Ausgleich werden, im Gegensatz zu den Autoren, die für ihre Arbeit bezahlt werden.
    Ein Autor zehrt außerdem von einem Selbstbewußtsein und einer Selbstdarstellung, durch die er letztlich seine Position insgesamt in diesem weiten Meer von anderen Hobbyschreibern bestimmt. Sich selbst zu hinterfragen halte ich für sehr wichtig, aber ich befürchte, daß ein beträchtlicher Teil von Schreibern auch verbreitet oder durch weitere Publikationen gesegnet ist, weil deren Verbindungen und Mut zur Eigenwerbung für eine grundsätzliche Platzierung sorgen und nicht nur die schreiberische Qualität und vor allem Sachkenntnis.
    Dies erwähne ich alles, weil es über deine persönliche Entwicklung hinweg von Bedeutung sein kann. Der Fortschritt des eigenen Ausdrucks hingegen ist keine Frage charakterlicher Züge, sondern eher des Trainings. Wenn du dich Herausforderungen stellst und deinen Blick weiter schärfst, dann gewinnen deine Inhalte automatisch. Wenn ich darauf zurückblicke, was ich noch vor wenigen Jahren verzapft habe, dann möchte ich auch manchmal erröten oder sogar die Texte ganz schnell löschen. Ich glaube, das ist normal. Gerade ein so buntes und vielschichtiges Gebiet wie der Film bietet einfach viel Spielraum für Erkenntnisse und Sichtweisen, woran man jeden Tag wachsen kann.
    Du hast die Anlagen und ich lese deine Texte durchaus gern. Schreiben musst du als Bloggerin aber wohl vornehmlich für dich selbst. Es gibt gar Blogger und auch generelle Filmkritiker, die eine ausschließlich subjektive Sicht für die einzig mögliche Art ansehen zu bloggen oder eben über Filme zu schreiben.
    Ich glaube richtig ist allein das, was du für richtig erachtest. Du musst es so schreiben wollen, die Motivation daraus beziehen. Eine Rolle zu spielen wird dich langfristig nur verzehren ohne einen Gegenwert zu schaffen. Denn was kann dir die Bloggerei am Ende viel mehr bieten als den Spaß an der Sache?

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    1. Dieses Selbstbewusstsein von dem du spricht besitze ich definitiv, daran liegt es nicht. Um die Selbstdarstellung noch zu verstärken möchte ich eben einfach nur die Richtung wechseln und das schreiben was mir liegt und was ich schon kann … was ich nur noch verbessern muss und es nicht erst lernen muss. Ich möchte Filme nicht in ihre Einzelteile Zerlegen und wieder zusammenbauen. Ich möchte auch nicht lernen wie das geht. Ich will sie weiterhin einfach nur genießen und darüber schreiben was sie in mir auslösen. Spricht bestimmt weniger Leser an, aber ich fühle mich wohler dabei und darum macht es mir auch nichts aus das vornehmlich für mich zu tun. Dann kommt auch der Spaß an der Sache wieder. 🙂

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  5. Zunächst mal finde ich, dass jeder Satz, jeder Text, der aus einem Menschen herausdrängt, niedergeschrieben werden will, es wert ist, eben niedergeschrieben und konserviert zu werden. Ganz egal, ob irgendjemand etwas davon hat. Und ganz egal, ob jemand anderes das bereits „besser“, schöner, klüger geschrieben hat. Weil es genau so wie du ja doch niemand anderes formulieren würde. Jeder Text ist einzigartig und wenn nur durch mininale Variationen, die in dieser Kombination ganz allein du so wahrgenommen hast. Zumindest ist es das, was ich mir immer sage, wenn ich meine Gedanken irgendwo anders beeindruckender lese als im eigenen Blog.
    Und Bloggen heißt für mich auch, eigene Mittelmäßigkeiten ertragen zu lernen, was eigentlich keine schlechte Übung ist. Bei manchen älteren Kritiken schäme ich mich heute richtiggehend und zu wissen, dass andere das gelesen haben, macht es nicht leichter. Aber es gibt auch Texte, auf die ich stolz bin, und wenn es nur einer von 50 ist, hat sich das alles schon gelohnt.

    Das waren jetzt meine spontanen Gedanken zum Thema. Keine Ahnung, ob sie weiterelfen, aber loswerden wollte ich sie eben. 😉
    Ich lese hier jedenfalls sehr gerne, gerade weil ich deine unangestrengt und unverstellt wirkende Schreibweise mag. Aber ich fände es auch total schön, wenn du mehr über Gefühle schreiben würdest. Ich meine schon, dass man sich gerade durch Persönliches in der Blogosphäre abheben kann. Es bringt vielleicht nicht zwangsläufig durchschlagenden Erfolg, aber es gibt ja Wichtigeres. Einen Versuch wäre es zumindest sicher wert und allemal besser, als aufzuhören!

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    1. Hach die Lena findet wieder die absolut passenden Worte. Danke für das Loswerden deiner spontanen Gedanken. Die helfen mir tatsächlich weiter. Es ist ein schöner Gedanke, dass „jeder Satz, jeder Text, der aus einem Menschen herausdrängt, niedergeschrieben werden will“ … und einzigartig ist wie jeder Mensch einzigartig ist. Und du hast Recht damit, dass sich das Schreiben lohnt wenn nach 50 mittelmäßigen Texten der 51 großartig ist und man stolz darauf sein kann. *hach* Ich kenne das Gefühl und ich mag das Gefühl.

      Freut mich ausserordentlich dass du dafür bist hier mehr über Gefühltes zu lesen, denn ich weiß jetzt dass es in Zukunft in diese Richtung gehen wird. Ich möchte diese unangestrengte und unverstellt wirkende Schreibweise, die du schon herauslesen konntest, noch mehr zum Ausdruck bringen. Auch wenn der eine oder Andere Leser abspringen sollte. Erfolg steht im Moment ganz weit hinten in der Wichtigkeits-Schlange.

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  6. Ich für meinen Teil kann nur sagen: Deine Kritiken habe ich immer mit am liebsten gelesen bzw. mache dies auch noch, wenn mal wieder eine erscheint. Warum? Weil ich sie a) gut geschrieben finde und b) das Gefühl habe die Person dahinter „zu kennen“ bzw. zumindest ein wenig einschätzen zu können.

    Natürlich gibt es etliche „professionelle“ Filmblogger, die dann aber auch viele Rezensionsexemplare testen und schon Teil dieser ganzen Marketing-Maschinerie drin sind, viele Trailer und News posten, die eben von Social-Marketing-Agenturen bzw. Labels direkt in den Markt gedrückt werden. Ich lese am liebsten tatsächlich rein private Filmblogs, die größtenteils ebenso gut geschrieben sind, auf denen man auch ab und zu etwa über ältere Filme liest und ich einfach das Gefühl habe es mit einem Filmenthusiasten zu tun zu haben.

    Auch ich bin mit meinen Kritiken hinterher nicht immer 100%ig zufrieden, doch habe ich auch nicht die Zeit jeden Text stundenlang zu schleifen. Meist steht ein gesamter Artikel in max. 30 Minuten. Allerdings ist schreiben auch mein Job, und auch wenn ich es lange nicht geglaubt habe, weiß ich inzwischen, dass ich das kann – selbst wenn nicht immer die Zeit da ist jeden Satz zu schleifen und hinter jede Facette eines Films zu steigen.

    Ich würde gerne wieder mehr Filmkritiken von dir lesen. Außerdem wurdest du veröffentlicht! Wie viele Filmblogger können das schon von sich behaupten? 🙂

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    1. Ich danke dir so sehr für deinen Kommentar, das tut gut. 🙂

      Ich lese eigentlich nur rein private Filmblogs und zwar aus genau den Grund … weil ich das Gefühl habe den Menschen dahinter zumindest ein bisschen zu kennen.

      Das mit dem Veröffentlichen ist natürlich eine tolle Sache, daran kann man bestimmt aufbauen. Aber auf dem Blog möchte ich versuchen, zwar schon über Filme zu schreiben, aber eben noch etwas persönlicher, ohne viel fachmännische Analyse und mehr Gefühl.

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  7. Die Frage ist, welchen Anspruch du an dich selbst stellst: Willst du einfach nur „besser“ schreiben, um die eigene Unzufriedenheit zu übertünchen? Oder willst du einfach das raushauen, wonach dir gerade der Sinn steht? Was ist dir wichtiger?
    Jeder fällt mal in so ein Loch, die Selbstzweifel am Geschriebenen kommen hoch oder es fällt einem überhaupt nichts zu einem Film ein, zu dem man aber UNBEDINGT etwas verfassen möchte. Absolut rational und verständlich.
    Für mich ist daher die Leidenschaft hinter einem Text unabdingbar. Wenn man den Blogger dahinter etwas kennenlernt, er mit dem Herzen dabei ist und man das zwischen den Zeilen erkennen kann. Daraus ergeben sich die schönsten Diskussionen, Weiterführungen, etc. Weil man dadurch auch gerne mal in ältere, unbekanntere Gefilde abdriften kann: „Hee, du magst den Film? Kennst du schon den von dem und dem?“. Alles andere würde sich für mich falsch anfühlen. Aber da tickt wirklich jeder anders.

    Aber nochmal: Was willst DU lesen, was willst DU schreiben und was ist DEIN Anspruch, vllt. sogar dein Konzept/deine Herangehensweise? Solange du diese Frage nicht eindeutig für dich beantworten kannst, kann ich verstehen, weshalb einen die Lust nicht unmittelbar packt.
    Du hattest dich damals schon selbst beschränkt, als du deine ausführlicheren Texte auf ein paar Sätze runtergebrochen hattest. Das fand ich enorm schade, da ich deine Ausführungen wirklich interessant fand und man einiges für sich aus dem Film ziehen konnte.
    Ich kann dir eigentlich nur den einen Rat geben: Setz dich nicht selbst unter Druck. In erster Linie musst DU DEINEN Text gut finden und dahinter stehen. That’s it. Zieh dein Ding durch und genieße diese Fahrt. Was andere denken, sollte dich weder runterziehen, noch beeinflussen. Denn es ist dein Blog, in dem du deine Zeit, dein Herz und deine Passion reinsteckst.
    Übrigens: Manchmal sind es genau die Texte die man selbst nicht ganz so gelungen sieht, die anderen Lesern über alle Maßen gefallen. Und manchmal ist es umgekehrt. Was man selbst total genial findet, findet nicht immer den Anklang, den man sich erhofft hat. Sowas passiert einfach. Kopf hoch, Krone richten und auf dem eigenen Pfad weitermarschieren. Da hast du mehr davon.

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    1. Ich will nicht „besser“ schreiben. Ich kann schon gut schreiben. 😉 Ich möchte anders schreiben … Das über Filme Bloggen eben von einer ganz anderen Seite angehen.

      Ich weiß jetzt zumindest was ich NICHT will, da kommt das was ich will bestimmt auch bald nachgereist.

      Zu: „Zieh dein Ding durch und genieße diese Fahrt. Was andere denken, sollte dich weder runterziehen, noch beeinflussen“ Ich kann schon in etwas erahnen was mein Ding in etwas sein könnte. Jetzt warte ich nur noch auf den Film der es mir erlaubt mein Ding durchzuziehen. Bin schon gespannt was dabei rauskommt. Was andere denken weiß ich ehrlich gesagt gar nicht … es wird hier auf den Blogs sehr selten darüber diskutiert wie man die Texte an sich findet. Man kommentiert nur den besprochenen Film und ob man derselben Meinung ist oder eben nicht … somit gibt es keine anderen die mich runterziehen oder beeinflussen. Das mache nur ich selbst mit meinen Ehrgeiz.

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      1. Also das mit dem „besser“ war jetzt keinesfalls so gemeint wie, naja, du weißt schon. Hoffentlich. 😉

        Gut, das mit dem Feedback ist nachvollziehbar. Da gibt es aber auch abseits der Blogs die ein oder andere Möglichkeit, eine andere Meinung einzuholen. z.B. über Filmportale, etc.

        Hui, in Ordnung. Dann bin ich mal auf „den einen“ Film gespannt und was darauf folgt! Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass du bald deinen Weg findest, der dich am meisten anspricht. 😉

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  8. Mal simpel formuliert: Scheiß drauf, was die anderen machen. Was die Sache doch gerade interessant macht, sind die unterschiedlichen Herangehensweisen der einzelnen Blogger. Wenn jeder das selbe hinkritzelt, braucht man sich das auch nicht alles durchlesen.
    Das Einzige, was wirklich wichtig ist, ist, dass es dir Spaß macht. Wenn du gerne in diesem Stil schreibst, dann amch es auch weiter so. Wenn dir ein anderer leichter fällt, dann versuche den. Aber pass vor allem auf, dass du nicht zwanghaft versuchst, so zu klingen, wie du nicht bist und einen Schreibstil zu verwenden, der dir nicht so leicht von der Hand geht. Denn glaub mir, wenn das ganze in Arbeit ausartet, wird es dir bald gar keinen Spaß mehr machen und dann bist du genau so weit, wie jetzt.

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    1. Ich glaube eben dass mir ein anderer Stil, oder besser gesagt eine andere Herangehensweise leichter fallen würde. Ich werde das dann mal bei Gelegenheit testen und vergleichen … so für mich. Auf keinen Fall und niemals würde ich wie jemand anders klingen wollen. Für einen eigenen Stil reicht mein Schreibtalent allemal aus. Und es soll ja wie du sagst leicht von der Hand gehen, das ist die Hauptsache.

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      1. In erster Linie solltest du sowieso klingen, wie DU. Denn das kann niemand anderes. Aber probier mal etwas rum und dann siehst du ja, wo das Ganze hinführt. Ich bleibe jedenfalls bei dir.

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  9. Ganz ehrlich, ich kann deinen Text eigentlich so unterschreiben. Ich teile dein Gefühl, denn mir geht es oft ganz ähnlich – ich denke mir dann auch immer „Verdammt, warum sind mir diese Worte nicht eingefallen? Warum kann ich das nicht so gut schreiben?“
    Aber dann denke ich mir, dass das Bloggen ja genau DAFÜR da ist: Um sich stetig zu verbessern, immer wertvollere und aussagekräftigere Worte zu benutzen und seine Texte irgendwann zu perfektionieren. Und das Lesen anderer Blogs motiviert dann, immer mehr an sich selbst zu arbeiten.

    Und wie viele hier schon gesagt haben: Eigentlich ist es völlig egal, was andere schreiben, denn wie du selber schon sagst, ist das Bloggen eine Sache nur für dich und für dich allein! Und ich für meinen Teil lese deine Beiträge immer gern und bin eigentlich auch immer der Meinung gewesen, dass du einen großartigen Schreibstil hast.

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    1. Erst mal danke dafür, dass du meinen Schreibstil großartig findest! *hach* ❤ ❤ ❤ Das hör ich sehr gerne. Ich möchte auch nicht meinen Stil ändern, ich finde ihn auch ganz ok. Ich möchte ihn nur quasi vertiefen und mehr zum Ausdruck bringen. Er muss jetzt einfach erwachsen werden.

      Die Phase in der ich mich von anderen Blogs motivieren lassen habe hatte ich schon. Meine Texte heute sind Welten von denen von vor 2 Jahren entfernt. Darauf bin ich natürlich sehr stolz. Aber jetzt ist es an der Zeit etwas zu ändern … weiter zu ziehen. Ich hatte immer ein Problem mit dem Stillstand. Auf einmal schreit etwas im mir nach Veränderung und das was bisher gut war und sich bewehrt hat reicht nicht mehr aus. Genauso gehts mir auch mit meinen Haaren und Klamotten. 🙂 Nun habe ich eben gemerkt, dass ich auf diesem Weg nicht mehr weiterkomme (Hilfe Stillstand!!), darum muss ein Richtungswechsel her …

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  10. Gerade beim Schreiben gibt es immer einen besseren Stil, Gedanken, eine bessere Einleitung, Überschrift oder Argumentation. Deshalb kann ich Deine Gedanken verstehen, würde es aber vor allem als Ansporn sehen. Außerdem wäre es doch langweilig, wenn wir alle denselben Blickwinkel, Stil oder Gedanken hätten. Und gegen Unzufriedenheit beim Schreiben hilft eigentlich nur eines: Schreiben.

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    1. Definitiv, das sehe ich ganz genauso. Menschen sind unterschiedlich, denken unterschiedlich, gehen anders an Dinge heran und gerade das macht es doch so interessant. Und auch das Streben nach Perfektion und das Vergleichen mit anderen ist doch total normal. Das geht allen so (nicht nur den Bloggern), aber sollte nicht zur Resignation führen. Ob gut oder schlecht, ist in den allermeisten Fällen relativ bzw. subjektiv. Und gegen Unzufriedenheit hilft tatsächlich nur die Frontalkonfrontation 😉

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  11. Ich finde, du solltest dir wegen deiner Kritiken keine Gedanken machen. A) Lese ich sie sehr gerne und dass auch nur weil sie B) so gut sind. Ich finde es ehrlich gesagt immer sehr angenehm, dass wir uns hier in der Film-Blogger-Welt alle nicht zu sehr ernst nehmen. Wir machen diesen ganzen Spaß ja nur aus einem Grund: aus Freude am Film. Und da finde ich es gerade gut, wenn die Kritiken einen sehr viel persönlicheren Touch haben… so, dass man die Person hinter dem Text ein klein wenig besser versteht.
    Das ist zumindest immer mein Versuch an solche Texte heranzugehen… und klar, es gibt immer jemanden, der es gefühlt geschafft hat, dass in Worte zu fassen, was ich gerade schreiben wollte… aber mittlerweile sage ich mir: „Was soll’s?“ 😀
    Wir sind doch hier eh eine große Familie… da sind mir die unterschiedlichsten Schreibweisen eh am liebsten. Sonst wäre es ja irgendwann auch langweilig, sich das alles durchzulesen….

    Also nicht den Kopf hängen lassen… 😀 Bitte!!!!

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    1. *hach* Danke für den Balsam für meine Seele. Das fühlt sich natürlich sehr gut an, das zu hören.

      Der persönliche Touch ist genau das was ich auch daran liebe und darum möchte ich noch mehr davon in meine Texte einweben.

      Den Kopf in aufrechte Position gerückt! 🙂

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  12. Eigentlich hätte ich wahrscheinlich nicht „Gefällt mir“ anklicken sollen, weil ich auf keinen Fall möchte, dass du aufhörst zu bloggen bzw. über Filme zu bloggen. Außerdem finde ich deinen Blog sehr wohl einzigartig und deine Herangehensweise sehr wohl sehr sehr gut.
    Wenn ich eins im Leben gelernt habe: Vergleiche ziehen ist schlecht. Zum Einen sicherlich auch gut, wenn man sich verbessern will. Und das zwangsläufig auch muss, wenn man nicht stehen bleiben will. Aber man darf da nicht zu verbissen sein, sonst macht man sich unglücklich und sieht nicht mehr was man alles hat / kann / erreicht hat usw. Leider eine Lehre, auf die ich selber zu selten höre, das Vergleichen hat mich jüngst auch wieder beeinflusst.

    Übrigens schätze ich eine Eigenschaft deiner Reviews sehr: ist immer sehr auf den Punkt, nicht ganz so lang und prägnant. Und du weißt ja nicht wie gern ich das können würde 😉

    Und was die Texte betrifft: geht mir auch oft so! Geht denke ich allen so – beweisen auch die Kommentare! Aber … sich mit dem Bloggen auseinanderzusetzen und über das Bloggen zu schreiben/lesen, mag ich immer sehr gerne … deswege like ich ja doch 😉
    (Aber nicht aufhören, ja?)

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    1. Ach Danke, ganz lieb. Das wollte ich hören! 😀 Nein Spaß. Ich danke dir ehrlich, dass du das sagst. Freut mich das gerade von dir zu hören.

      Ich werden auch nicht aufhören (über Filme) zu bloggen. Ich brauche nur eine Veränderung. Jetzt da ein neues Jahr anbricht, ist das die perfekte Gelegenheit dafür. Und im Idealfall finde ich einen Weg für mich der so einzigartig ist, dass es gar keinen Vergleich dafür gibt (träumen wird man noch dürfen).

      Manchmal schreibe ich gerne einfach meine Gedanken und Zweifel hier in den Blog … und bin immer wieder erfreut und überrascht, dass es so vielen ähnlich geht und dass ich so viel Feedback darauf bekomme … wie könnte ich da aufhören. ❤

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  13. So ein schöner, kluger, reflektierter Text und dann finden sich darin Aussagen, die das Gefühl geben, du würdest dein Licht unter den Scheffel stellen, was natürlich absolut unnötig ist, denn sonst würden sich hier nicht so viele Leser und Mit-Blogger zu Wort melden, die allesamt – richtig geschlussfolgert – deine Texte mit Genuss lesen, mich eingeschlossen, und warum tun sie das? Weil deine Texte ehrlich sind und persönlich und die Meinung zu einem Film ist auch immer etwas Persönliches, ob medienwissenschaftlicher Hintergrund vorhanden oder nicht. Ich sehe die große Kluft zwischen Kritikern und Bloggern nicht und könnte das jetzt auch nicht differenziert auseinanderklamüsern, tendiere aber auch eher dazu, private Blogs zu lesen, eben aufgrund der persönlichen Note, aufgrund des Verständnisses für die Person dahinter, wie gut man sie nun auch immer kennen mag.

    Jeder Blogger hat seinen eigenen Stil, seinen eigenen Ausdruck, seine eigene Meinung, mal kritischer, mal weniger kritisch und jeder lässt auch mal den Fanboy oder das Fangirl raushängen und ich finde das großartig, diese Vielfalt, diese Ehrlichkeit, dieses sich-nicht-darum-scheren-müssen, ob eine Meinung oder Bewertung für einen Film gerechtfertigt ist oder dem allgemeinen Konsens entspricht, diese Verneinung, sich einem leidenschaftlichen Thema allzu verkopft zu widmen, was folglicherweise die Faszination für das Medium Film, die uns alle eint, schnell im Keim ersticken würde.

    Ich finde es super, wie du schreibst und wie deine Texte aufgebaut sind, habe meinerseits natürlich genauso das Gefühl, das nie so schreiben zu können und genau da liegt der Grund, warum ich hier so gerne lese – weil du es bist, die hier schreibt. Und da tut ein Vergleich mit irgendwelchen Filmwissenschaftlern und ach so eloquenten Kritikern überhaupt nicht Not, die machen ihr Ding, du deins und so lange hier nicht gähnende Leere herrscht, weißt du, dass du alles richtig machst.

    Und jetzt bin ich gespannt auf deine neue Form der Film-Besprechung (die ich für mich im Stillen aber trotzdem weiter Kritik nennen werde) mit noch mehr Gefühl!

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    1. Danke lieber Wulf für die sehr aufmunternden Worte. Das gerade von dir zu hören freut mich natürlich sehr. Und es freut mich zu hören, dass man aus meinen Texten MICH herauslesen kann. Das ist mir nämlich das größte Anliegen.

      Bald starte ich neu durch … passend zum neuen Jahr. 🙂

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