Im MAI gesehen

Ich habe im Mai Filme geschaut, und das obwohl dieses große Ereignis ins Haus stand. Ich habe gemerkt, dass Filme auch in schwierigen, neuen und fordernden Situationen helfen runter zu fahren und zu entspannen. Filme gehen immer. Wie gesagt: „Das Leben ist schöner, wenn man Filme liebt.“

Ich habe mir kurzfristig auch einen Hauch von Bewertungssystem ausgedacht. Soll Worte der „Empfehlung“ beinhalten und von 3 Farben unterstützt werden. Grün für Gut, Blau für Mittelmäßig und Rot für Schlecht. Eine kleine Hilfe zur Orientierung und Unterstreichung meines subjektiven Empfindens, mehr nicht. 

Filme die ich im Mai gesehen habe, in Kategorien unterteilt:

1. Adam Sandler

Men, Women & Children (DT: #Zeitgeist 2014, Regie: Jason Reitman)

Habe mir sehr viel von diesem Film erwartet, vor allem weil der Trailer so unglaublich vielversprechend war. Auch auf einen ernsten Sandler hatte ich mich sehr gefreut. War leider nichts. Sandler wie auch der Film haben mich enttäuscht. Zu überspitzt, zu aufgesetzt und meiner Meinung nach absolut unglaubwürdig. Schade, kann ich leider nicht wirklich empfehlen, aber es gibt Schlimmeres.

The Cobbler (2014, Regie: Thomas McCarthy)

Ich mag ja Sandler sehr, und immer wenn ein neuer Film von und mit ihm erscheint bin ich sofort am Start. Ich kenne so ziemlich jeden Sandler Film (außer seine ganz frühen Werke). The Cobbler war leider nichts, auch für mich als Sandler Fan. Ich bin einfach nicht reingekommen, fand die Handlung uninteressant und nichtssagend. Und witzig war er auch kein bisschen. Das kann ein Sandler sehr viel besser. Ihr verpasst nichts, wenn ihr euch den Film spart. 

2. Wiedersehen

The Breakfast Club (1985, Regie: John Hughes)

Hierzu bedarf es keiner Worte, außer dass das einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist. Wer den noch nicht kennt, ist selber schuld!

Ghosts of Girlfriends Past (DT: Der Womanizer 2009, Regie: Mark Waters)

Von Scrooge-Geschichten und den drei Geistern bekomme ich einfach nicht genug. Ich finde man kann das beliebig oft abspulen, in 1000 verschiedenen Variationen, und es wird nie langweilig. Zudem kommt hier hinzu, dass man daran erinnert wird, dass Matthew McConaughey früher in einem völlig anderen Milieu gastiert hat. Er spielte quasi in der Jennifer Garner Liga mit. Kaum zu glauben was für eine Entwicklung der Mann durchgemacht hat. Respekt. Ghosts of Girlfriends Past ist jedenfalls einer der besseren gute Laune Filme für Zwischendurch. 

3. Unbekannte Aussenseiter

Afternoon Delight (DT: Love. Sex. Life. 2013, Regie: Jill Soloway)

Ein außergewöhnlicher Independent Film. Witzig und tragisch zugleich, auf eine einzigartige Weise dargestellt. Außerdem muss ich feststellen … wenn Josh Radnor drin ist, ist es gut … hat sich bei mir bewehrt. Kathryn Hahn liebe ich auch sehr, eine großartige Schauspielerin. Gerade bei Independent Filmen sind Empfehlungen nicht einfach, denn dieses Genre ist wie kein anderes „fachlich“ schwer zu beurteilen, denn es ist vor allem Herzsache. Entweder trifft er dich oder eben nicht. Für mich jedenfalls, ein sehr sehenswerter kleiner Streifen.  

Remember Sunday (2013, Regie: Jeff Bleckner)

Seit Gilmore Girls vorbei ist, vermisse ich Rory Gilmore aka Alexis Bledel ein bisschen in der Medialen Welt. Im Gegensatz zu ihrer Serienmama hat sie sich seitdem rar gemacht. Man muss lange suchen um einen Film zu finden dem sie beiwohnt, denn das Schauspielern scheint ihr nicht mehr so sehr am Herzen zu liegen, sie modelt lieber wieder. Auch wenn ihr Alexis, so wie ich vermisst, solltet ihr euch diesem Fernsehfilm trotzdem sparen. Der kann wirklich nichts. 

That’s What I Am (2011, Regie: Michael Pavone)

Der Film wirkt und wird erzählt wie ein Märchen, ist aber ein Coming of Age Drama mit sehr viel Gefühl. Drückt auch ein paar mal sehr auf die Tränendrüse. Raus kommen allerdings keine Tränen der Trauer, sondern Tränen der Rührung. Schlicht und einfach, ein schöner Film mit tollem Hauptdarsteller (Chase Ellison) und einem bezaubernden Ed Harris. Prädikat: Herzergreifend liebvoll. 

4. Reine Unterhaltung

This Is 40 (DT: Immer Ärger mit 40 2013, Regie: Judd Apatow)

Ich bekomme des öfteren Lust auf Filme die der reinen Unterhaltung dienen. Dies ist allerdings nicht das was mein Cineasten-Herz befriedigt. Es ist wie der Snack für zwischendurch, ersetzt aber niemals eine vollwertige Mahlzeit. This is 40 ist ein guter Film aus dem Familienfilm Komödien Genre. Wenn man Paul Rudd, Leslie Mann, John Lithgow, Jason Segel und Megan Fox in einem Film sehen will kann man sich This is 40 anschauen, muss man aber nicht. Ach und Melissa McCarthy und Lena Dunham spielen auch mit … und Chris O’Dowd.

 

Pitch Perfect (2012, Regie: Jason Moore)

Was soll ich sagen. Eh recht witzig. Einerseits witziger und netter als erwartet,  andererseits doch wieder das gleiche Spiel wie in den unzähligen Tanzfilmen, nur mit Acapella Chören, was es nicht unbedingt besser macht. Auch hier würde ich sagen: kann man, muss man aber nicht. 

5. Großes KINO

Brokeback Mountain (2006, Regie: Ang Lee)

Hin und wieder schaffe ich es die eine oder andere meiner Filmlücken zu füllen. Auch diese stand seit Jahren auf dem Plan. Nun bin ich schlauer und kenne auch endlich diesen „neuen Klassiker“. Ich freue mich über diese Tatsache, denn es ist immer ein schönes Gefühl eine Filmlücke gefüllt zu wissen. Und wenn der Film dann auch hält was er verspricht, ist das doch ganz wunderbar. Kennt ihr sicher schon. Wenn nicht … dann wisst ihr was zu tun ist. Diesen Film muss man kennen, auch wenn nur um mitreden zu können. 

Wild (DT: Der große Trip – Wild 2014, Regie: Jean-Marc Vallée)

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. Wild ist mit Abstand der beste Film, den ich im Mai gesehen habe. Ein wirklich schönes Abenteuer, und Reese Witherspoon in Bestform. Schöne Geschichte, tolle Landschaft, viel Herz und viel Leid. Was will man mehr … ? Unbedingt anschauen!

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14 Gedanken zu “Im MAI gesehen

  1. Yeah! „The Breakfast Club“ for the win. Solch ein toller Film. Hach. Dabei bin ich damals nur durch die entsprechende „Dawson’s Creek“-Episode drauf gestoßen… 😉

    „This is 40“ fand ich übrigens auch ganz nett (gab 7 Punkte bei mir).

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  2. Oh klasse, Brokeback Mountain mag ich sehr und heule am Ende immer wie ein Schlosshund – neuer Klassiker triffts sehr gut 🙂 Wild liegt bei mir auch schon als DVD rum und wird vielleicht nächstes Wochenende geschaut. Erwarte mir viel von dem Film und nach deiner Kurzreview denke ich, dass er mich nicht enttäuschen wird. 🙂
    Ansonsten … du bist Adam Sandler Fan? Also dass du ein paar Filme mit ihm sehr gut fandest, das haben wir schon Mal diskutiert, aber dass du ein Fan bist, wusste ich bisher nicht. Ich sollte in Zukunft aufpassen, was ich im Blog über Adam Sandler sage 😉

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    1. Ja schau den. Der ist echt schön und toll anzusehen.

      Ja ich bin Fan, aber ich kann auch verstehen wenn man ihn nicht mag … somit bitte nicht aufpassen was du sagst. 😉 Das lustige ist … ich habe normalerweise wirklich nicht so einen „primitiven“ Humor, aber bei ihm ist es einfach anders. Kanns auch nicht erklären. „Zohan“ finde ich z.B. zum Brüllen und Big Daddy, Mr. Deeds, Die Wutprobe, 50 erste Dates, … sind alles einfach tolle Filme ohne übertriebenen Slapstick Humor. Sandler rockt einfach. 😀

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  3. „Brokeback Mountain“ und „The Breakfast Club“ sind so wundervoll! Und bei „Pitch Perfect“ unterschreibe ich dein Fazit, aber ich glaub, ich war emotional noch etwas mehr drin 😀

    „That’s What I Am“ steht auch noch auf meine Liste, werde ich dann die Tage auf jeden Fall in Angriff nehmen.

    Nur bei Adam Sandler kann ich nicht zustimmen, weil ich absolut nichts mit ihm anfangen kann. Aber da hat ja jeder seinen Humor 🙂

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    1. Bin gespannt wie dir “That’s What I Am” gefällt. Ich fand den total bezaubernd … könnte dir durchaus auch gefallen, glaube ich.

      Ja dass man Sandler nicht mag, kann ich auch verstehen. 🙂 Allerdings ist er sehr viel vielseitiger als man meinen würde. Das schätze ich sehr an ihm. „Spanglish“ und „Reign Over Me“ sind wirklich großartige (ernste und tragische) Filme. Für mich fällt Sandler in die Jim Carrey Liga, den ich auch sehr liebe. Es ist schön wenn ein Schauspieler einen zum Lachen und weinen bringen kann. 🙂

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  4. Viele fanden ja „#Zeitgeist“ eher unausgegoren, was ich irgendwie super bei dem Thema fand. Wir hatten nämlich damals, als ich noch jung war, „Disconnected“ im Kino geschaut, der das Thema echt mitm Holzhammer angeht. Und einer furchtbar pathetischen Slow-Motion-Sequenz.

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