3 x X-Men

text-einleitung.jpgJetzt erst mal zu den X-Men, genauer gesagt zur Prequel-Trilogie, die ich letztes Wochenende in einen Rutsch gesichtet habe. Warum ich das getan habe? Weil unser Heimkino upgedated wurde und jetzt 4K Ultra HD und Dolby Atmos kann, und es noch nicht so viele Filme auf Ultra HD Blu-ray gibt. X-Men: Days of Future Past und X-Men: Apocalypse gehören zu den wenigen Ausnahmen. ZUM GLÜCK. Ich kann euch hier leider keine technische Expertenmeinung zum Heimkino bieten, dafür ist eher mein Mann zuständig. Ich bin die, die genießt und schweigt. Einfach ausgedrückt, es war ein großartiges Erlebnis und hat die Filme definitiv nochmal aufgewertet, falls das überhaupt möglich ist. Ich werde über alle 3 Teile im Einzelne ein paar Sätze schreiben. Dann mal los.

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X-Men: First Class (2011)

Das war mein einziger Rewatch, aber der war notwendig, denn das war der klassische Beweis dafür, dass man manchmal auch in Stimmung sein muss um einen Film richtig gut zu finden. Ich fand ihn nämlich bei dieser 2ten Sichtung wesentlich besser als beim ersten Sehen. (Ich muss feststellen, dass es bis jetzt noch nicht so gut läuft mit mir, dem Notizbuch und dem Bleistift. Möglicherweise vermisse ich Google an meiner Seite, das mich vom Schreiben ablenkt und mich gleichzeitig inspiriert, indem es meine Gedanken erweitert. Ich stecke gerade etwas fest. Ich werde später weiterschreiben) Ich mag Superhelden Prequels die eine neue Trilogie einläuten. Hat mit Batman auch sehr gut funktioniert. Es macht Sinn zu erfahren wie und warum diese Helden zu dem geworden sind was sie sind. Das bringt mich ihnen näher und schafft somit ein viel intensiveres Filmerlebnis. Für mich gefühlvolle Cineastin ein nicht unwesentlicher Aspekt. Frist Class erzählt die Geschichte von Erik Lehnsherr (besser bekannt als Magneto). Sie beginnt beim ersten Einsatz seiner Kraft und endet an dem Punkt als er zu Magneto wird. Die Geschichte von Professors Charles Xavier wird nur am Rande ein bisschen miterzählt und unterstützt hauptsächlich Eriks Geschichte. Der Rest vom Film ist der Weg zum Ziel. Die wichtige Aussage: Rachegefühle haben die Macht das Leben in die falsche Richtung zu lenken, da hilft auch das gute zureden des allerbesten Freundes nichts. X-Men ist übrigens die realste und „menschlichste“ aller Superheldengeschichten. Sie spielt in unserer, in der Echten Welt, nicht in einer Fiktiven, und dass Mutanten die besseren Menschen sind, macht auch Sinn. Sie sind anders, haben eindeutige körperliche Vorteile gegenüber den normal Sterblichen und schämen sich dafür. Wenn das mal nicht der Spiegel unserer Gesellschaft ist.

X-Men: Days of Future Past (2014)

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Die Geschichte, der Aufbau, und auch der Grundgedanke von Days of Future Past unterscheidet sich sehr von First Class und Apocalypse, was ihn in meinen Augen  besonders (gut) macht. Und er beinhaltet Zeitreisen, womit er bei mir natürlich schon halb gewonnen hat. Hinzu kommt, dass er genau die Zeitreise Theorie befolgt die ich in den meisten Fällen bevorzuge. Und zwar, dass man als Zeitreisender dazu fähig ist Dinge zu ändern. Weiters rückt hier Professor Charles Xavier mehr in den Fokus. Er darf sogar kurz aus seinen Saubermann Image ausbrechen, was ihn sehr sympathisch macht. Dadurch schaffte er es sogar meine komplette Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Der ganze Film ist sehr viel weniger Hollywood und großes Showdown. Er ist in jeder Hinsicht anders um nicht zu sagen besser. 70er Jahre, Wolverin mit dabei, und eine sehr gute Zeitreise. (Und wieder stecke ich fest. Ich wollte so viel über diesen Film schreiben, aber mir fällt jetzt schon nichts mehr ein, so alleine mit Bleistift und Notizbuch. Ich zweifle stark an diesem Experiment. Nicht aufgeben. Erstmal Pause) Es umgibt ihn sogar eine gewisse Leichtigkeit, dank des feinen Humors der ihm verliehen wurde. Man merkt hier eventuell den Regiewechsel. Großes Highlight: Der junge Quicksilver. Ich liebe die Darstellungsmethode seiner Schnelligkeit, und den Charakter selbst finde ich auch großartig. Kurz gesagt ich liebe und verehre diesen Film, nach der ersten Sichtung schon sehr, denn er hat auch meine Liebe zu den X-Men wieder entfacht. Für den letzten Teil der Reihe, empfinde ich auch sowas wie Liebe, aber kein Vergleich zu DoFP. Warum?

X-Men: Apocalypse (2016)

Die Geschichte die er erzählt, ist nicht nach meinem Geschmack. Diese Ägyptischen Mythen und ihre übermächtigen Götter fühlen sich an, als wären sie schon millionenfach filmisch durchgekaut worden. In den 80ern war das ja gang und gäbe, und ich mochte diese Thematik damals schon nicht. Außerdem ist mir das für die X-Men, die ja doch in einer realen Welt (Weltkrieg, JFK) spielen, und nicht in einer Fiktiven, zu weit hergeholt. Es fühlt sich einfach unglaubwürdig an. Was mich auch noch ein bisschen gestört hat war, dass der arme Erik einen noch härteren Schicksalsschlag erleiden mußte. Ich finde, dass hätte nicht unbedingt sein müssen. Der Grund warum er sich dem allmächtigen Ägyptischen Mutanten abschließt, ist sein Hass auf die Menschen, und den trägt er ohnehin in sich. Außerdem hat dieser Schicksalsschlag verhältnismäßig wenig in ihm angerichtet, denn er ließ sich zu einfach wieder besänftigen. Ein bisschen mehr Showdown war auch noch. Es war großes Kino, ein großes BÄM am Ende der Trilogie. Aber wie es halt so ist mir den dritten Teilen der Trilogien … Die ersten beiden sind einfach besser. Wir konnten hier dafür die volle Pracht des 4K Ultra HD genießen. Nur so viel dazu: Mein Mann ist ja Heimkinotechnisch immer auf dem neuesten Stand, aber diesmal habe auch ich den großen Unterschied deutlich gesehen und gehört. Nicht mal den Wechsel von DVD zu Blu-ray fand ich damals so krass wie das hier jetzt. Einfach fantastisch. Ich könnte mich daran gewöhnen.

Was gibt es noch wichtiges zu sagen?

Die McBender aka McFassy aka Fassavoy Faszination hat mich gepackt. Das beste Filmpaar aller Zeiten. Diese Bromance ist die schönste die mir je untergekommen ist. Ich weiß nicht ob es an McAvoy und Fassbender lag und daran, dass sie sich auch privat so sehr mögen, aber diese Freundschaft zwischen Erik Lehnsherr und Charles Xavier ging mitten ins Herz. Ich habe jede Geste, jeden Satz, jede Handlung die zwischen den beiden stattgefunden hat mit Haut und Haar gespürt. Eine Weltklasse Vorstellung. Tja, und über 7 Stunden X-Men am Stück, da musste ich mich ja in einen der Mutanten verlieben, den das Fangirlen liegt einfach in meiner Natur.

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Es hat sich über 3 (!) Tage erstreckt. Hat 11 Seiten im Notizbuch verbraucht und ich musste 2 x den Bleistift anspitzen, aber es hat sich gelohnt. Es ist eine völlig neue Erfahrung für mich, die ich am Ende sehr geschätzt habe. Für das Abtippen habe ich auch 2 Anläufen gebraucht und mehrere Tage, weil ich keine große Lust darauf hatte. Somit hat das Ganze jetzt 6 Tage gedauert und geht auch erst morgen raus, da der Text doch einiges an Länge hat, und ich noch versuchen muss Tippfehler auszumerzen. Aber nichtsdestotrotz, ich mag dieses „Slow Blogging“, denn es hat irgendwie etwas ursprüngliches, etwas beruhigendes. Ich und dieser Artikel hier haben nun eine besonders innige Beziehung zueinander. Etwas vergleichbares habe ich schon lange nicht mehr geschrieben. Und ich werde es bestimmt wieder tun. 

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16 Gedanken zu “3 x X-Men

    1. Hätte ich eben leider nicht können, weil ich ja nur konsumiere und nicht mehr als „es war echt voll geil“ davon verstehe. 😉 Ach, ich hätte da noch eine Anekdote … Gestern haben wir „Everest“ in 4K und Atmos gesehen. Nur soviel dazu … Beim großen Sturm haben die Boxen so vibriert, dass das Glas mir LED Kerze runtergefallen ist und die Kerze mir direkt an den Kopf gespickt ist. DAS war ein echtes 4D Erlebnis XD … und der Beweis dafür, dass ich nix davon verstehe, denn würde ich das, hätte ich die Boxen nicht dekoriert. 😀

      Ich könnte allerdings den Mann fragen ob er einen Gastartikel verfassen mag.

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      1. War meine 2t Sichtung! Ich find den echt weltklasse. Musste diesmal auch so viel weinen, obwohl ich wusste wie er ausghet. Und dieses Dolby Atmos trägt sehr zur Stimmung bei, wenn das ganze Wohnzimmer vibriert wenn der Sturm losgeht. 3D hat der neue Fernseher nicht. Ist glaub ich wieder vorbei damit … hab ich das Gefühl. Ich hab ihn aber damals im Kino in 3D gesehen.

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      1. Ich versuche gerade schneller zu werden, um nicht mehr so viel Zeit in unnötigen (und nicht erreichbaren) Perfektionismus zu investieren. Und wie wirkt sich das deiner Meinung nach auf die Qualität deiner Beiträge aus (ich weiß, dass es darum nicht geht). Würde mich aber trotzdem interessieren.

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      2. Schwer zu sagen. Ich muss da wenigstens nochmal 2-3 Artikel auf diese Art verfassen. Die Qualität ist schon etwas besser, aber nur minimal, und ich glaube nicht dass es die Leser merken … ich merke da schon was, aber die Offenbarung ist es auch nicht. Denn wie du sagst, der Perfektionismus, den auch ich anstrebe ist nur schwer bis nicht erreichbar, zumindest nicht beim Bloggen.

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  1. Ich bin, was die X-Men (Wo sind hier eigentlich wie women?? Bzw. generell andere Geschlechter ^^) betrifft, nicht ganz so bewandert, aber eine Szene, die ich durch Zufall mal mitbekommen habe, hat mich ziemlich überzeugt. Es war das Voice Over einer Figur, ich glaube am Ende des zweiten Teils der Original-Trilogie, und die Stimme erklärte etwas in der Art, dass Mutanten im Grunde auch nur eine evolutionäre Weiterentwicklung sind, so wie Menschen es früher waren. Und dass es deswegen keinen Grund gibt, sie zu hassen.
    Ich finde generell diesen irgendwie philolosophischen und – wie du ja auch sagst – gesellschaftskritischen Ansatz bei den X-Men echt gut.

    Komplett gesehen habe ich nur FC und DoFP, also die ersten beiden Teile der Prequel- Trilogie, aber ich finde ebenfalls das Figurenpaar Erik/Charles äußerst faszinierend. Eriks Entwicklung zu dem „bösen“ Magneto, wie man ihn kennt, ist ebenso nachvollziehbar wie Charles‘ zum „guten“ Professor X und das macht beide so interessant.

    Auch die Einbettung in den historischen Kontext mag ich sehr.

    Ich muss mir wohl endlich mal alle Filme zu legen.

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