Sicario (2015) – Noch ein Film über den Drogenkrieg an der Grenze zwischen USA und Mexiko

Denis Villeneuve ist für mich, und das obwohl ich erst 2 seiner Filme kenne (Prisoners und Enemy), schon Garant für fabelhafte Filmkunst. Was aber, wenn der Regisseur deines Vertrauens ein Genre wählt, dass du nicht mehr sehen kannst und im Grunde noch nie so richtig mochtes, weil du nie einen Bezug dazu aufbauen konntest? Tja, dann ist das Beurteilen des Films ein äußerst heikles Unterfangen. Ich versuche es trotzdem mal.

Sicario (2015, Regie: Denis Villeneuve)

Mexiko, USA … Drogenkrieg. Nicht schon wieder. Das haben sich schon so viele Filme (und Serien) zum Thema gemacht, und ich habe mich da schon immer, mehr oder weniger freiwillig, durchgequält. Es ist immer das Gleiche: Korruption, Unmenschlichkeit und Rache. Kennen wir schon. Wie sieht das Ganze aber aus, wenn der gute Villeneuve seine Finger im Spiel hat? Dank seiner speziellen Art das Ganze anzugehen, konnte ich dem Film schlussendlich doch einiges abgewinnen. Die Kamera, die die Ladschaft, diese Wüste, ihre Trostlosigkeit und die unfassbar trockene, fast brennende, Luft … unglaublich realistisch auffängt … das ist einfach nur großartig. Er schafft es wie kein Anderer, sehr dichte, fantastische Atmosphären zu schaffen, die mich jedes mal zu 100% abholen. Diese Bilder, die schönen wie auch die (echt) grausamen (die sich umso mehr ins Gedächtnis eingebrannt haben) wurden auch noch vom sagenhaften Sound des Komponisten Jóhann Jóhannsson virtuos verstärkt! Sehr schön, wirklich wunderschön gemachter Film, mit einer wunderbaren Emily Blunt und einem „klassischen“ Benicio Del Toro.

Alles super … wenn man gerne, natürlich auf der Seite des FBI, zu Gast bei der mexikanischen Drogenmafia ist, und den Drogenbaron aufzuspüren versucht.

Mehr als solch eine wage Meinung zum Film, kann ich euch leider nicht anbieten, denn trotz all der Schönheit, die Villeneuve wiedermal geschaffen hat, bin ich nicht zum Genrefan mutiert, und kann somit das große Ganze nur schwer beurteilen. Darum sag ich … wer’s mag wird auch ganz bestimmt auf seine Kosten kommen. Ich für meinen Teil hätte ihn mir ohne Sneak und trotz Villeneuve nicht freiwillig angesehen. Wenns nicht schmeckt dann schmeckts eben nicht, auch wenn man Erdbeeren und Zuckerguss drüber streut.

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5 Gedanken zu “Sicario (2015) – Noch ein Film über den Drogenkrieg an der Grenze zwischen USA und Mexiko

  1. Ich bin gespannt, ich werde den Film heute abend sehen. Und mir geht’s da wie dir: Ich kenne auch nur die beiden genannten Villeneuve-Filme, aber auch ich mag ihn sehr. Ich bin gespannt, denn das Thema ist jetzt keines, weswegen ich ins Kino gerannt wäre. Es ist dieses Mal wirklich nur der Name des Regisseurs und die damit verbundenen Hoffnungen 😀

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