Bin ich süchtig nach Anerkennung?

Egal was man tut, man tut es lieber und ist eifriger bei der Sache, wenn man dafür belohnt wird. Und je anstrengender und zeitaufwendiger dieses Tun für einen ist, umso größer muss die Belohnung ausfallen, damit sich der Aufwand lohnt. So zumindest ist es bei mir der Fall. Ich bin süchtig nach Anerkennung. Dinge nur für mich zu tun und damit zufrieden sein, das kann ich nicht. Das langweilt und demotiviert mich. Und schon könnt ihr euch denken woraf ich hinaus will … Im Netz, diesem Soziale Netzwerke Dschungel voller Affen die sich mit Affenkunststückchen Likes ohne Ende verdienen, kommt man sich selbst vor wie ein kleines Würmchen das in der Erde herumkriecht und von keinem bemerkt wird. Man weiß auch, dass man  mehr drauf hat als die Affen (die können nämlich nicht in der Erde herumgraben), besitzt aber nicht die Kraft bzw. die Fähigkeit sich für die Masse sichtbar zu machen.

Instagram zum Beispiel. Mittlerweile gibt es #Instablogger. Ich folge selbst ein paar davon (den #instamammis zum Beispiel). Die sind mit ihrem Leben in Bildern schon kleine Berühmtheiten im WWW, da kann ich mit meiner „Fotokunst“ einpacken. Instagram ist nicht mehr das was es war. Es geht nicht mehr um schöne Fotos, die man sich anschaut, es geht auch hier, wie überall, darum sich selbst und sein Leben zu präsentieren. Ob die Fotos schön sind, interessiert kaum noch jemanden. Für mich geht es aber in erster Linie darum schöne Fotos mit Menschen zu teilen. Scheint aber keinen zu interessieren. Ich weiß, glaube ich, warum das so ist. Man folgt, sagen wir mal 1000 Menschen, und jeder von denen postet mindestens 1 Bild am Tag. Wer hat bitte die Zeit sich 1000 Bilder am Tag anzusehen, und darüber hinaus noch nach anderen Accounts Ausschau zu halten? Dieses Bild, das Titelbild in diesem Beitrag, habe ich heute verinstagramt, verhashtagt … mit allem drum und dran. Ich liebe das Bild. Es ist wunderschön und besonders. Geliked haben es nur 10 Menschen. Nur 10! (Sagt sofort, dass es ein tolles Bild ist, sonst muss ich weinen) Das selbe bei Twitter und sogar in der Blogosphäre. Man folgt immer mehr Blogs und hat folglich nie im Leben Zeit alles zu lesen, geschweige denn es zu kommentieren oder zu liken.

Und exakt so sieht es auf der anderen Seite aus. Ich instagramme, twittere und blogge für ein paar ausgewählte Exemplare und komme seit Jahre nicht darüber hinaus. Ich trete auf der Stelle und werde wohl in diesem Leben keine großen Erfolge als Internet Star feiern. Ich werde nicht einmal die 1000 schaffen, denn ich weiß nicht wie es geht. Ich gehöre nicht mehr zu dieser neuen Hipster-Generation von Bloggern. Was bleibt mir also anderes übrig als so weiter zu machen wie bisher, denn es ist ja nicht so, dass mich niemand liest … aber ich bekomme für mein Empfinden zu wenig Anerkennung, um genügend Ansporn in meiner aktuellen Null-Zeit Situation zu erzeugen. Und je weiger ich schreibe, je weniger ich mein soziales Leben im Netz pflege, weil im Moment nun mal das „echte“ soziale Leben alles für sich einnimmt, desto weniger werden meine Leser … und neue kommen nur noch sehr sporadisch dazu.

Es ist wieder einmal ein Teufelskreis. Ich bin mal wieder frustriert, weil meine Tage zu kurz sind, ich zu müde und zu unmotiviert bin. Ich verhalte mich kindisch. Ich beneide irgendwelche Affen die über komplett sinnlose Themen bloggen und dafür von zig 10.000en gefolgt und geliebt werden.

GROSSER GOTT … jetzt sehe ich es erst klar vor mir … Ich muss dringend erwachsen werden. Ich bin kein #instateenie mehr und habe auch keine große Lust über Dinge zu schreiben, die von eben diesen gelesen werden wollen. 

Apropos Dinge über die ich gerne schreiben würde. Filme? Die haben sich für den Moment aus meinem Leben so gut wie ganz verabschiedet, nicht mal dieser eine alle 2 Wochen ist mehr drin. Aber das passt für mich, das kommt wieder, das weiß ich … Was bleibt bin ich, und das was trotz allem in meinem Kopf vor sich geht. Irgendwo muss es raus, und warum nicht auf dem Blog … für mich, für euch. In intimer Atmosphäre fühle ich mich im echten Leben am wohlsten, wieso dann nicht auch im Netz. Tja, wie es aussieht bin ich, während ich diesen Artikel geschrieben habe, erwachsen geworden. Gut so. Dann entfolge ich mal den hippen „Life Style“ Blogs aus denen ich herausgewachsen bin und schaffe Platz für Menschen die über Dinge schreiben über die es sich nachzudenken lohnt.

Danke fürs Zuhören, und einen wunderschönen Sonntag noch.

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36 Gedanken zu “Bin ich süchtig nach Anerkennung?

      1. Gern geschehen 😉
        Dass mit dem zu.vielem folgen und deswegen nicht alles lesen Könnens geht mir übrigens auch so… wir leben halt in der Zeit der Reizüberflutung, wo es bei fast allem immer mehr, mehr, mehr heißen muss und je schriller desto besser..

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  1. Ich kann dich da zwar verstehen, aber ist es nicht irgendwie schöner, wenn man über etwas schreibt, dass einem wirklich Spaß macht oder am Herzen liegt, als auf irgendwelche Klickzahlen oder Follower zu achten, und sich dem anzupassen, was die Masse gerne hätte?
    Schau doch beispielsweise mal auf den Buchmarkt. Da gibt es auch jede Menge sogenannte Autoren, die einfach nur dem Trend folgen und mit ihrem hingerotzten Scheiß erfolgreich sind, einfach weil die Masse gerade genau diese Scheiße frisst. Nur können diese „Schriftsteller“ mir nicht erzählen, dass sie wirklich hinter dem Quark stehen, den sie da verzapft haben, sondern einfach nur hinter der fetten Kohle her sind. Problem: Die Leser werden das irgendwann merken und diesen den Rücken zukehren, weil Scheiße, die einfach nur hingerotzt wurde, auf lange Sicht nicht erfolgreich sein kann.
    Da mache ich doch lieber etwas, hinter dem ich wirklich stehe, an dem ich selber Spaß habe, was dann eben auch die Leser merken (oder in deinem Fall eben die Instagramm-User) und auf lange Sicht hat man so eine zwar kleine, aber zumindest treue Gefolgschaft um sich.

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    1. Ganz und gar und absolut richtig, was du da schreibst! Und auch ich habe, sobald ich es aufgeschrieben habe, eingesehen dass ich das gar nicht bin … und will. Das was mir am Herzen liegt trifft nun mal nicht das breite Publikum, bzw. liegt nicht im aktuellen „Trend“. Doch schon lieber so. Aber eben die Anerkennung dürfte schon mehr sein … also nur um der Motivation Willen.

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  2. Erst mal zur Überschrift: Sind wir das nicht alle?

    Davon abgesehen kann ich es auch voll und ganz verstehen. Wenn man etwas älter ist, hat man halt auch keine Lust, irgendwelchen Teenie-Themen hinter her zu hecheln, warum auch? Nur machen diese halt ein überproportionalen Anteil an den aktiven Social Media Nutzern aus. So ist das halt. Und dann kommt noch die Sache mit der Aufmerksamkeitsspanne dazu, wie du ja sagt. Ein Bild von einem leckeren Burger ist halt schneller geliked als so ein Bild, wie bei dir, mit dem man sich vielleicht etwas beschäftigen muss.

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    1. Wahrscheinlich schon … die einen mehr die anderen weniger ….

      Genau richtig. Als ich angefangen habe zu bloggen (und das ist erst 3 Jahre her) sah das ganze ganz anders aus. Die Interessen verlagern sich immer wieder. Vielleicht kommt auch mal die Zeit, in der man etwas mehr Tiefe zu schätzen weiss … aber wohl eher nicht.

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  3. Schönes Foto! Ich musste unweigerlich an Alice’s Adventures in Wonderland denken.

    Auch darunter sprichst du mal wieder etwas an, was mich selbst dauernd beschäftigt. Ich habe im letzten Jahr vielleicht 20 Twitter-Follower dazugewonnen, während es bei anderen 200 sind. Sollte mir das Sorgen machen? Bin ich zu uninteressant? Schreibe ich nur Quatsch? Muss ich einfach selbst mehr Leuten folgen? Aber andererseits: Wozu brauche ich denn 1000 Follower, wenn von diesen ja auch nur vielleicht 30 reagieren? Und wenn sie alle reagieren würden: Wie anstrengend ist das denn!

    Bei mir ist es eher so, dass ich schon immer das Gefühl hatte, dass andere leichter, besser und von mehr Menschen gemocht werden und das wird mir im Internet auch wieder bestätigt. Dafür habe ich aber meine heimelige Nische gefunden, in der ich mich unendlich wohl fühle und auch gemocht werde (glaube ich). Nie im Leben sind mir ein paar mehr Likes es wert, das aufzugeben. Denn um mehr Anerkennung zu bekommen, müsste ich mich besser anpassen. Ich glaube, man kann im Internet (wie so oft im Leben) nur in den seltensten Fällen beides haben: Ruhm und wahre Authentizität. Wohl oder übel muss man sich entscheiden.

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    1. Danke. 🙂

      Geht mir auch so. Will 1000 Follower und dass sie alle reagieren, komme aber nicht mal mit 10 Kommentaren klar und schaffe es kaum die zu beantworten (obwohl ich das natürlich unheimlich gerne immer sofort tun würde).

      Mir geht es im Leben wie auch im Netz nicht um mich, mehr um das was ich schaffe. Es geht mir in erster Linie nicht (natürlich schon auch) darum dass man mich mag, sondern das was ich schreibe gut findet. Ich muss zu meinen Filmkritiken (zB) nicht hören: „Den Film fand ich auch gut“, sondern „Der Artikel ist toll geschrieben.“ Natürlich geht es auch um den Austausch, aber die Anerkennung will ich für meine Arbeit. Ruhm und wahre Authentizität … das wärs. 😉 Aber wenn ich mich entscheiden muss, ist es natürlich die Authentizität, war es immer …

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  4. Stress dich selbst nicht so, aber ich weis verdammt was du meinst. Ich versuche seit Jahren als Künstlerin, Designerin oder Schreiberin Fuß zu fassen und ja auch ich bin süchtig nach Aufmerksamkeit. Ich muss immer gleich allen verkünden, dass ich einen neuen Blogfollower bekommen habe, oder jemand der mir auf Twitter, Instagram oder Facebook-Seite folgt. Verdammt ich freue mich sogar über schlichte Freundesanfragen wie ein kleines Kind, also weis ich GANZ GENAU was du meinst.

    Dein Bild hatte ich noch nicht gesehen, aber ich finde deine Bilder immer wundervoll und freue mich jedes Mal ein neues auf Instagram zu sehen. Mir gefällt auch sehr deine Einrichtung (sorry ich bin kein Stalker ich bin süchtig nach Homedesign) und daher gefallen mir viele deiner Bilder umso mehr. Deine Kamera ist offensichtlich auch pornös gut!
    Diese Woche grinste ich auch Honigbreit als ich deinen Beitrag zum Liebsten Award gesehen hatte, den werde ich jetzt zu Ende lesen! Und ich habe noch nicht mal alle Beiträge zum Back to the Future-Day gelesen. Du siehst, mir geht es ähnlich wie dir, nur habe ich kein Kind, sondern schlicht und ergreifend gerade nicht so viel Motivation für alles. Ich habe mir eine Pause genommen und wälze mich in Serien. Ich muss meinen inneren Schweinehund mal antreiben!

    So, nun sei nicht bitter, wenn du glaubst du trittst auf der Stelle, mache einen Spaziergang, allein in der Natur. Mir hilft das. Danach bin ich wieder kreativ und finde eine neue perspektive. Denk immer daran, „try and fail but never fail to try“. Gib nicht auf, der Weg ist hart, das Leben ein Anstieg, aber die Aussicht wird fantastisch sein!
    Ich glaube an dich, glaube weiterhin auch an dich!

    Ich ärgere mich auch oft über diese Nichtskönner, die im Netz viel Geld verdienen, denn das einzige was sie wirklich können, ist sich für Geld zu verkaufen. Das ist das was heute zählt. Du hast für dich gearbeitet und glaube mir, es wird sich auszahlen. Schaue nicht darauf, was du nicht hast, sondern sehe das was du bisher erreicht hast. Drei Jahre ERGOTHEK und der Blog ist wahrlich fantastisch. Andere hätten vielleicht schon aufgegeben, aber du hast weiter gemacht und Freunde gefunden, treue Leser und du schreibst fantastische Beiträge.

    Schönen Sonntag, sei gedrückt!

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    1. Ich danke dir!!! ❤ Ich find’s schön, dass das auch mal angesprochen wird. Ich höre gerne, dass jemandem meine Bilder und vor allem auch meine Einrichtung gefällt. Ist nochmal was anderes als nur Herzchen zu ernten im Instagram. 😉 … Ja die Kamera ist nicht die allerbeste, aber sie ist ziemlich gut und sie musste endlich her. Der Sohn soll schließlich großartige Fotos von sich als Baby haben wenn er groß ist. 😀

      Das mit dem Spaziergang und dabei in sich gehen habe ich früher auch gemacht. Ist aber mit Baby nicht mehr so richtig drin. Ich geh zwar mit ihm spazieren, aber währenddessen überlge ich was ich alles noch tun muss. Füttern. Windeln … was einkaufen, Kochen (Es ist furchtbar anstrengend für zwei denken zu müssen). Entspannung? Was ist das? Du siehst, es läuft alles etwas anders mit Kind. Auch jetzt nutze ich die ruhigen 10 Minütchen (er beschäftig sich grad selbst … das wird im aber gleich mal zu langweilig) um deinen wunderbaren Kommentar endlich zu beantworten … aber ich weiß es wird wieder besser. Ich möchte aber trotzdem dranbleiben. Ich muss nämlich schreiben … geht nicht anders.

      Ich glaube schon an mich. Aber wenn ich Bestätigung bekomme noch mehr. Meine Eltern haben mich nämlich gelehrt, dass man nur mit harter Arbeit was erreichen kann … So.

      Ich danke dir, dass du dir Zeit genommen hast für diese kleine Therapiestude. ❤

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  5. Oh ich verstehe sehr gut was du meinst. Und ich muss mich auch immer wieder selber zwingen, nicht zu viel auf diese doofen Zahlen zu geben. Was bedeuten die schon? Hm, klar, denke ich dann, ich hätte gerne 100 Follower auf Facebook, das sieht einfach cooler aus, da fühlt man sich irgendwie wichtiger, aber ob das im Endeffekt glücklich macht? Eher nicht. Dann will man nämlich 200. Oder eben 1000.

    Ich hab schon so oft gedacht „Das, was ich hier ins Internet schreibe, das interessiert vielleicht ne handvoll Leute, also warum lass ichs nicht einfach?“ – und gerade dann kam wieder irgendein Link oder ein Kommentar, wo ich dachte „Cool, da hast du jemandem ne Freude gemacht oder jemanden inspiriert“.

    Und ich hoffe, dass du das auch so sehen kannst 🙂 Mehr so die kleinen Dinge genießen, quasi. Den Austausch wertschätzen, der schon da ist. Und dich in der intimeren Atmosphäre wohlfühlen. Ich jedenfalls komm gerne hier her zu dir 🙂

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    1. Achso, und diese doofen Affenblogs und wie die alle heißen, die würde ich am liebsten alle anzünden! Haben selber vorher noch nie nen Blog geführt und wollen mir dann mit bescheuerten Click-Bait-Überschriften verklickern, wie ich mit meinem Blog reich und berühmt werde? Pah.

      Was nämlich noch viel wichtiger ist als Klicks und Zahlen: Persönlichkeit! Die hast du, und diese ganzen „10 Schritte zum Erfolg (Schritt 7 wird Sie fassungslos machen)“-Blogs haben die nämlich nicht. So.

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    2. Ist bei mir auch genauso. Darum schreibe ich mir hier den Frust von der Seele, werde von euch ganz liebevoll und treffend therapiert und schon scheint wieder die Sonne. 😀 Was will man mehr? Die nächste Phase in der ich mich aber wieder über Zahlen den Kopf zerbreche kommt bestimmt, aber auch die überstehen wir gemeinsam. Ich danke dir für deinen tollen Worte. Haben wiedermal voll ins Schwarze getroffen. 😉

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  6. Ich denke jeder möchte Anerkennung, Zuspruch und Bestätigung, dass das was man tut gut ist, etwas zählt. Das Problem, was leider aus den sozialen Medien entsteht, ist, dass man jeden einzelnen Moment, jeden einzelnen Gedanken, den man für sein Leben als wichtig empfindet veröffentlicht und dafür so viel Applaus wie möglich zu bekommen, um sich gut zu fühlen. Diese Angst unbedeutend zu sein treibt dann viele ins Extrem, so dass sie wirklich alles hinausposauen, obwohl sie weder etwas zu sagen haben noch etwas anderes der Welt zu geben haben, sondern eben nur bekannt sein wollen.
    Und wegen den ganzen Pappenheimer (Youtubeleute mag ich ja am meisten….) bekommen du und ich ständig unsere Sinneskrisen, die total kindisch, aber leider dem Zeitgeist absolut entsprechen.

    Ich verspreche dir, ich werde deinen Blog immer verfolgen und ich denke, wenn du dich darauf fokussiert, dein Leben, deine Gedanken und Leidenschaften mit Menschen zu teilen, die dir etwas bedeuten, dann sieht das Ganze schon gar nicht mehr so hoffnungslos aus.

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    1. Das was du da schreibst triffts genau!!! Wann ist das denn passiert? Ich kann mich nicht erinnern, dass es vor ein paar Jahren schon so extrem war … dieses nach Außen kehren für Likes! Ist das schon internetische Seelen-Prostitution?

      Danke für deine Worte liebstes Franzilein, besonders für den letzten Absatz. ❤ Ich werde deinen Blog übrigens auch IMMER verfolgen, der macht meinen Alltag nämlich ein bisschen wertvoller. Hör ja nie auf zu bloggen.

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      1. Da hatte ich wohl meinen philosophischen Tag. ^^‘
        Ich weiß nicht recht. Aber das ganze verstärkt sich mit jeder neuen App, jedem sozialen Netzwerk, dass da jetzt dazukommt. Was man halt unbedingt braucht. Bla bla. Ich versuche gerade langsam gegen diesen Wahnsinn und das resultierende Chaos, die Zerstreutheit in meinem Kopf anzugehen in dem ich das Handy komplett ausmache, wenn ich nicht unterwegs bin. Es ist erschreckend, was das für einen Unterschied macht. Und bei mir wird es ach sicherlich irgendwann darauf hinauslaufen, dass ich Facebook, Twitter und Co. aus meinem Leben vollkommen verbanne. Das Problem ist dann nur, dass du dann wahrscheinlich als einziger gesunde Mensch, doch noch in den Wahnsinn von deiner Umwelt getrieben wird. *lach* Du siehst, ich werde wohl doch Einsiedlerin.

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      2. Es werden wirklich immer mehr. Aber Instagram war eindeutig der letzte Trend den ich mitgemacht habe. Bei Snapchat bin ich schon ausgestiegen. Da verstehe ich den Sinn aber auch immer noch nicht. Das mit dem Handy ausschalten finde ich suuuper. Toll dass das bei dir klappt. Wäre für mich etwas schwierig. Ich fang aber auch klein an. Ich lege mir feste Social Network Zeiten an. Und dann habe ich mir vorgenommen, statt zum 100sten Mal die App zu öffnen, lieber zum Buch zu greifen und 1, 2 Seiten Lesen … mal sehen ob es klappt … Das Ziel ist am Ende das Einsiedler-Dasein. 😀

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  7. Das ist ein schönes Foto. 🙂

    Ich verstehe was dir da im Kopf rumgeht. Manchmal schaue ich auch nach rechts und links und frage mich warum der Film-Youtuber ohne Filmgeschmack (um jetzt hier mal richtig auf die Kacke zu hauen 😉 ) zehntausend DVDs und Kinokarten geschenkt bekommt und zu Netflix-Events eingeladen wird und ich nicht. Wird auch nie in meinen Kopf reingehen. Aber interessanterweise hat die mangelnde Zeit dieses Empfinden bei mir irgendwie … ausgelöscht! Ich habe keine Zeit mehr mich über die anderen zu ärgern und mache einfach mein Ding. (Das beschränkt sich übrigens fast nur noch aufs Bloggen und kaum noch auf Twitter, Facebook und Instagram, was wohl auch der Grund ist, warum ich dein Foto noch nicht geliked habe!) Und irgendwie wünsche ich dir das auch, dass du einfach machst und dir der Rest egal sein kann. Bringt eh nix. Und mal ehrlich … die kriegen dafür auch Hasskommentare. Ich glaube das ist alles gar nicht so schön wie man manchmal denkt.

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    1. Ja nicht wahr?! Mir stellt sich auch dauernd die Frage, was die richtig machen und ich falsch? Was ist das große Geheimnis? Du weißt es in dem Fall auch nicht?! Sprechen sie vielleicht eher den Durchschnittsbürger an … hm … Zeit ist bei mir so gut wie keine mehr vorhanden. Eigentlich nicht mal mehr um darüber nachzudenken. Wieso tu ich dann trotzdem. Warum klappt das bei mir nicht so wie bei dir … menno. Ich hatte auch schon den Gedanken, mich nur noch, oder fast nur noch ausschließlich auf den Blog zu konzentrieren und den S.Netzwerken für eine Weile den Rücken zu kehren … Mal sehen.

      Schade übrigens, dass du nicht mehr soviel im Instagram bist. So weiß ich gar nicht was du so treibst und wie es dir geht!! Geht’s dir gut???

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  8. Cooles Foto. Ist das dein bzw. euer Zuhause? Wenn ja… was willst da noch mit Likes etc. bei Instagramm und Co????
    Mal ganz ehrlich: Du hast dir die Antwort doch schon selbst gegeben. Werde erwachsen und glaube nicht daran, dass das Internet der Nabel der welt ist. Das reale Leben ist das, was zählt 😉
    Ich hab kein Twitter, kein FB, kein Instagram… habe trotzdem genug Besuch auf meinem Blog, genügend Internetschreiberei und ausreichend reales Leben 🙂 Mal im Vertrauen: diese Likes sind nicht viel wert. Was nützen dir 200 likes bei einem Artikel mit zwei oder drei Kommentaren? Da habe ich lieber nur 5 oder 0 Likes und dafür 10 Kommentare 😀
    Das wird doch alles nur überbewertet.
    Keep cool. 🙂

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    1. Danke! Ne, das ist ein Gasthaus das ich beim Spazierengehen entdeckt habe. 😉 Ja … bin schon erwachsen. Geht es schon wieder. Langsam sehe auch ich ein, dass das Internet nur eine Scheinwelt ist und das wahre Leben viel toller ist. 😀 Du machst das genau richtig. Hätte ich das ganze Facebook und co Zeugs nicht, könnte ich mich mehr auf den Blog konzentrieren. Es wird Zeit, das Ganze nochmal zu überdenken und reorganisieren.

      Danke für deine Worte, lieber Wortman.

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      1. Meine einzige Neuerung seit einigen Tagen ist whatsapp auf dem Handy 😉
        Ich hab kein Twitter, kein Fb und diverse andere Sachen. Nur meine Blogs. wobei auch nur 2 von denen regelmäßig befüllt werden (mein Haupt- und der Legoblog).
        Überdenken sollte man das schon. Gerade in Bezug auf die vielen Schwachstellen etc. von FB.

        Manchmal braucht man mal so einen Ventiltag um sich mal ein bisschen die Seele frei zu schreiben.
        Habe ich doch gerne gemacht 🙂

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  9. Auf jeden Fall ein tolles Foto – sehr natürlich und sehr traditionell. Gefällt mir! 🙂

    Ich kann, wahrscheinlich wie fast jeder hier, auch nachempfinden, wie es dir geht. Man arbeitet sich den Arsch ab, um alle paar Tage mal einen Beitrag zu veröffentlichen, auf den man letztendlich nicht die Resonanz erhält, die man gerne hätte. Und wenn man dann sieht, wie andere mit Anerkennung überhäuft werden, ist das wirklich frustrierend. Man bekommt dann auch einfach das Gefühl, man wäre nicht gut genug.

    Aber hey, lieber in unserer kleinen, intimen Community, wo jeder schonmal bei jedem kommentiert hat anstatt sich auf der Jagd nach Anerkennung zum 10000 Follower zu „prügeln“. Denk dran: Wir lesen dich sehr gern und ohne dich würde etwas in der Community fehlen!

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    1. Danke! ❤

      Ich hätte für Ruhm und Anerkennung eigentlich eh keine Zeit. Im Moment ist gemütlich eh genau mein Ding. Und der Ansporn … tja … den habe ich durch diesen Artikel und die Reaktionen drauf ein bisschen wieder. 🙂 Danke für deine Worte.

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  10. Was für ein toller Artikel! Abgesehen von Instagram, das ich nicht wirklich nutze, kann ich so gut nachvollziehen was du schreibst. Fast schon zu gut. Ich selbst blogge nun schon seit fast 10 Jahren und die Anzahl der Leser wird eher rückläufig (habe ich es vor ein paar Jahren noch locker auf bis zu 200 Aufrufe pro Tag gebracht, bin ich nun schon froh wenn es überhaupt 100 werden). Was die Kommentare angeht, so ist dies meist nur ein harter Kern, was mich aber letztendlich auch nicht traurig stimmt, denn „In intimer Atmosphäre fühle ich mich im echten Leben am wohlsten, wieso dann nicht auch im Netz.“ Hat mal jemand gesagt, den ich sehr gerne lese. Und das kann ich nur so für mich übernehmen. Insofern genießen wir doch diese intime Filmblogatmosphäre – und sollte es doch einmal wieder etwas größer werden, freuen wir uns eben… 🙂

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    1. Danke. Musste mir mal wieder was von der Seele schreiben … und schon geht’s mir besser, nachdem ich nun mit euch darüber „gesprochen“ habe. Die Film-Blogger-Therapierunde. 😀

      Ich hatte nie viele Klicks. Sind aber auch bei mir noch weniger geworden. Irgendwie ist es wirklich so wie du sagst…die Social Media Kanäle sind die neuen Blogs. Da kürzer und für Zwischendurch. Instant eben. Hach so schade. Am BTTFDay sind bei mir die Klicks übrigens voll durch die Decke geschoßen. Leider habe ich das Gefühl, dass es nicht wegen den Texten war, sondern wegen den Tags die an dem Tag eben aktuell waren und deswegen angeklickt wurden. Ein bisschen tragisch, wenn man weiß man wird angeklickt aber wahrscheinlich nich gelesen. 😦

      Schöner Schlusssatz. So ist es. Amen!

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  11. […] Bin ich süchtig nach Anerkennung?, fragt Gorana. Und ich frage: sind wir das nicht alle? Sehnen wir uns nicht alle nach Anerkennung für das, was wir tun? Insbesondere in den sozialen Medien, wo die Maßeinheiten „Likes“ und „Follower“ heißen? Sei es nun der neueste Blogbeitrag, das besonders schöne Foto auf Instagram oder der lustige Spruch auf Twitter. Muss es wirklich immer mehr, immer größer werden und ist das wirklich besser? […]

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