FAMILIENAUSFLUG nach WIEN / Teil 5 – ENDE

Was ihr verpasst habt? Das geschah bisher bei FAMILIENAUSFLUG nach WIEN: TEIL 1TEIL 2 & TEIL 3, TEIL 4

wien+delorean

Tag 4 – Abreise

Der Tag der Abreise war gekommen und keiner hatte einen Plan was er machen wollte, nicht mal ansatzweise. Ich hatte natürlich schon eine Idee. Etwas das mir jemand am Tag davor ans Herz gelegt hatte. Ich hätte mir gerne den Zentralfriedhof angeschaut, denn ich steh ja auf Kirchen und Friedhöfe, wie ich schon in Teil 3 erklärt hatte. Aber da ich schon im Vorhinein sicher war, dass sich keiner dafür interessieren würde (ausser meiner Mama), habe ich diesen Vorschlag lieber für mich behalten. Heute weiß ich nicht mehr warum ich nicht einfach trotzdem hingefahren bin. Wahrscheinlich war ich da schon so sehr in dem Gruppen-Ding drin, dass ich gar nicht auf die Idee kam mich alleine auf den Weg zu machen. Ich fügte mich wortlos der Mehrheit, denn es war der letzte Tag und so schnell würden wir nicht mehr alle zusammen kommen.

Flohmarkt

Zufällig fand ein großer Flohmarkt in der Verlängerung des Naschmarktes statt. Ich hatte schon einmal Bekanntschaft mit diesem Flohmarkt gemacht, bei einem anderen Wienbesuch, und wußte schon dass es da nur Uuuunmengen von Ramsch zu finden gab. Die Leute verkauften einzelne Reifen, Lap-Top Bildschirme, Aschenbecher mit Aufdrucken von Biermarken und das Highlight: 3D Brillen aus dem Kino. Da musste man ein sehr guter Schatzsucher sein um etwas brauchbares zu entdecken. Die gut versteckten Schätze, blieben für mich leider verborgen. Es war insgesamt zu viel, zu voll, zu heiß. Nichts für mich. Aber „anstrengend“ ist wohl die Devise dieses Urlaubs.

Die Große Suche

Diesem netten Flohmarkt-Erlebnis folgte ein langes Suchen nach dem Rest der Gruppe, denn der Treffpunkt wurde spontan verlegt und zwar gaaaanz weit weg an das andere Ende des Naschmarktes. Als wir nach extra langem Suchen und ca. 36 Telefonaten später den Rest gefunden hatten, gab es nicht genug Platz für alle zum Sitzen und man wurde ein bisschen ungeduldig, gestresst und genervt. Wenigstens hatten die Kiddies schon entschieden was mit dem Rest des Abreisetages geschehen sollte. Trampolin-Springen auf der Donauinsel. Gut. Warum nicht? Nicht Trampolin, aber Donauinsel. Da die anderen schon länger saßen (sie fanden den Flohmarkt noch uninteressanter als wir) begaben sie sich schon mal auf die Reise zur Donauinsel. Wir saßen noch kurz und ließen sie ziehen. Entspannen, luftschnappen, erden … weitermachen.

Foto 1

Donauinsel

Aus der U-Bahn ausgestiegen befanden wir uns direkt auf der berühmten Donauinsel. Kannte ich auch schon, war aber auch eine Ewigkeit her, dass ich das letzte Mal da war. Auf dem Weg zum Restaurant in dem die Andren auf uns warteten (an diesem letzten Tag ließen wir mal auf uns warten) wurde ich von einem Architektonischen Meisterwerk überrascht, dem DC Tower 1. Ein beeindruckendes Gebäude. Es ist sogar das höchste in ganz Österreichs. Geplant wurde es vom französischen Architekten Dominique Perrault. Ich habe das höchste Gebäude Österreichs gesehen. Nun war ich zufrieden.

Auf der Terrasse eines italienischen Restaurants, die Sonne genießend ließen wir die Wienreise gemütlich ausklingen. Ca. 2 Stunden später standen wir wieder im Hotel, hatten unsere Sachen geholt und machten uns auf den Weg zum Westbahnhof. Das wars! Der Familienausflug nach Wien 2014 endete am 23. März, Punkt 0:00 Uhr am Bahnhof Dornbirn, genau in dem Moment als ich 34 wurde.

Foto

Epilog

Ich als Einzelkind war mit Großfamilien nie sehr vertraut. Es waren immer Mama, Papa und ich. Es ist ein großer Unterschied im Umgang, in der Kommunikation und eigentlich in allen Lebensumständen. 2 sehr unterschiedliche Familiengattungen und ich muss sagen, ich kann mich mit beiden anfreunden. Ich habe mein Einzelkind-Dasein bisher genossen, nun heirate ich in ein paar Tagen diese große Familie, und darauf freue ich mich. Das Beste daran ist, ich mag jeden einzelnen von ihnen, denn sie gehören zwar alle zu einer Familie aber es ist jeder für sich sehr speziell im Sinne von einzigartig und das auf eine gute Weise. Und dass sie es schaffen miteinander so eine Reise zu planen, sie unverletzt zu überstehen und am Ende immer noch Freunde zu sein, beweist dass es sich hier um eine besonders liebenswerte Familie handelt. Ich wurde übrigens schon vor fast 7 Jahren mit offenen Armen in diese Familie aufgenommen und dafür bin ich sehr dankbar. Es wird weiterhin (idealerweise für den Rest meines Lebens) aufregend und turbulent sein. Es wird genauso sein wie diese Wien-Reise es war, dramatisch, toll und vor allem voller Leben. Ich freue mich darauf, dass meine kleine Familie bald offiziell um ein vielfaches größer wird.

Und Nadine vielen Dank für deine sagenhafte Organisation. Ich weiß nicht wie du das immer machst, aber (und ich glaube ich spreche für uns alle) wir sind dir unendlich dankbar dafür. Jede größere Familie braucht jemanden wie dich (man nennt das die „gute Seele“ der Familie) um alle zusammenhalten. Ich hoffe nur nicht, dass dir das irgendwann zu anstrengend wird.

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16 Gedanken zu “FAMILIENAUSFLUG nach WIEN / Teil 5 – ENDE

  1. Du hast am 23. März Geburtstag? Ich am 21.! 😀
    Und deine Situation ist mir auch total vertraut. Meine eigene Familie ist sogar mit dem weiteren Anhang sehr überschaubar, die meines Freundes hingegen riesig. Ich brauchte schon eine Weile, um mich daran zu gewöhnen, und Familienfeiern finde ich immer noch anstrengend (so eine ganze Reise würden meine Nerven nie überstehen!), aber ich habe sie alle lieb gewonnen mittlerweile. Es ist eben anders, aber in richtiger Dosis auch schön.

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    1. Ja am 23.! Das ist ja toll! 😀

      Ich musste mich auch erst daran gewöhnen, aber in 7 Jahren lernt man sehr viel dazu, vor allem das nervliche Aushalten einer so großen Familie. 😉 Manchmal muss man natürlich das eine oder andere Familienfest auch sausen lassen, denn viel Familie heißt auch sehr viele Geburtstage … und alle kann man einfach nicht mitfeiern. 😉 Auch wenn es nicht immer einfach ist, die positiven Erfahrungen überwiegen dennoch.

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  2. 😘😘😘 Jetzt bin ich aber voll gerührt! Obwohl ich hier rauslese, dass dir dieser Kurzurlaub nicht so wirklich zugesagt hat…..,,und eigentlich hab ich mir gedacht, dass es das nächste Mal jemand anderer organisieren darf! Aber es wird eh wieder an mir hängen bleiben😄 Danke für diese lieben Worte, das gibt wieder ein bisschen Mut😘😘

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    1. 🙂

      Es ist ja nicht so, dass es mir nicht zugesagt hat. Es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht wenn wir alle zusammen gegessen haben oder im Hotel gefeiert haben, aber das viele Warten lässt sich leider nicht vermeiden wenn man untertags zusammen was macht. Es hieß zwar immer: „Wir gehen dahin, wer mit will der kann mit …“ und dann waren sich die anderen unschlüssig mussten noch überlegen oder wollte nachkommen. Dadurch ergab es sich eben immer, dass man trotzdem und immer auf jemanden gewartet hat. 😉

      Ich würde auf jeden Fall wieder mitgehen aber dann mache ich mir mal lieber vorher einen Sightseeing-Plan.

      Ich befürchte, dass wenn du es nicht machst, es auch kein anderer machen wird. 😦 Und solche gemeinsamen Familien-Äktivitäten sind schon sehr wichtig und auch wertvoll. 🙂

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  3. Schöner Bericht, aber nichts toppt meine Abifahrt nach Wien, die ganz schnell ein einziges Gelage wurde ;D Einfach großartig.

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  4. Der DC Tower sieht wirklich eindrucksvoll aus – ich danke für deinen Bericht und die ganzen Anregungen was man sich anschauen sollte, wenn man mal in Wien ist. Ich hoffe, dass ich es auch bald mal schaffe.
    Und das waren wirklich schöne Worte zum Schluss 🙂

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    1. Danke dir fürs immer Mitlesen. 🙂 Wien ist wirklich nett zum Anschauen. Man darf sich allerdings keine netten Menschen erwarten. 😉

      Ich werde immer sentimental wenn was zu Ende geht. XD

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      1. Ach hör auf … Sentimentalität steht gerade bei mir praktisch auf der Stirn. Wegen des Umzugs und so. Wenn du von deiner Hochzeit schreiben solltest, fange ich bestimmt auf der Stelle an zu flennen ❤ XD 😉

        Keine netten Menschen??? Wirklich??? Ne Freundin von mir die in Wien wohnt, sagt das auch immer, aber ich krieg das nicht so ganz in meinen Kopf.

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      2. Ja an meinen Umzug nach dem Studium kann ich mich noch sehr gut erinnern. Da gibts sogar einen Song dazu, den ich damals immer gehört habe … und jedes Mal wenn ich ihn jetzt höre … du weißt. 😉 Bist du weit weg gezogen eigentlich?

        Ich überlege schon ob ich über die Hochzeit schreiben soll. Bin mir aber noch nicht sicher. Ich werde das dann wohl ganz spontan entscheiden … bzw. schreiben möchte ich schon, nur ob ich es veröffentliche …

        Keine netten Menschen. Sehr unfreundlich und arrogant. Ist so. Aber man darf, wie immer, nicht alle in einen Topf werfen, man trifft auch nette Menschen in Wien. 🙂 Doch der Grundton ist einfach unfreundlich.

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      3. Mein neuer Wohnort ist so knapp über 200 km entfernt. Ziehe in ein anderes Bundesland und mir kommt die Entfernung ziemlich weit vor. Dabei hätte es ’schlimmer‘ kommen können, wenn ich ein anderes Angebot angenommen hätte. Das wäre ein Spaß geworden … da hätte ich ans andere Ende von Deutschland ziehen dürfen. Dort ist es zwar auch schön, aber die Wohnungssuche und der Umzug wird ja exponentiell anstrengender, desto weiter weg das ist XD

        Mensch … die Leute in Wien. Bin immer wieder etwas geflasht, wenn ich das höre.

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      4. Jein. Es gibt Kollegen die zeitgleich mit mir in der Firma anfangen und in den Anfangsschulungen drinsitzen. Und außerdem habe ich zwei Bekannte in Magdeburg. Aber irgendwie bin ich wohl doch „sozialer“ veranlagt, als ich dachte. Denn irgendwie ist mir das noch zu wenig, wenn du mich heute fragst XD

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      5. Kann ich verstehen. Und dann wenn der Ernst des Lebens so richtig zuschlägt und man erschöpft von der Arbeit nachhause kommt (am Anfang war das bei mir so) ist man froh, dass man nicht zu viele Leute kennt. 🙂

        Wie gefällt es dir denn bisher??? Wie ist der Job? Kollegen?

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  5. Tja Goga, auch der Abschluss deines kleinen Reiseberichtes ein Schuss ins Schwarze. Ich freue mich, dass Du in den 7 Jahren unsere Familie so gut kennengelernt und zum großen Teil auch richtig eingeschätzt hast. Unsere Familie ist ein Teil vom wirklichen Leben, eben mit allen Höhen und Tiefen die es so liefert. Wenn mal die Wellen hochschlagen, wir haben ja wie Du auch weisst ein paar Hitzköpfe unter uns, muss man eben mit der nötigen Ruhe das Gespräch suchen, was auch nicht immer einfach ist, da zu dem Hitzkopf ja auch noch der Sturkopf kommt. Da heisst dann die Devise, ja nicht lockerlassen und dranbleiben. Es ist bis jetzt noch immer gelungen so manches schier unlösbare Problem auf vernünftige Art und Weise wieder zu bereinigen. Und das Goga, geht nur, wenn im Herzen ein Zusammengehörigkeitsgefühl da ist – eben so, wie es in einer wirklichen Familie sein sollte. Wenn ich auch schon von Fall zu Fall den einen oder die andere daran erinnern musste dass wir eine Familie sind – ich würde vieles verwetten, wenn es hart auf hart käme, stehen sie da wie ein Mann.
    Und in dieser Familie heisse ich dich nun – wenn ich es nicht schon längst gemacht habe – auf das allerherzlichste willkommen. Werde ein Teil davon und trage mit deinem Wesen zum weiteren Gedeihen bei. Du musst wissen, der Vorteil Mitglied einer Grossfamilie zu sein ist in erster Linie; Du wirst bei Problemen, welcher Art auch immer, nie allein sein- wenn Du nicht zu stolz bist, Hilfe anzunehmen.
    Ich hoffe nur, es erdrückt dich nicht, wenn Du dann eines Tages auch noch den Rest der Verwandtschaft von Margarethas Seite kennenlernst, aber „doucement“ – eines nach dem andern.

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    1. Ich danke dir für diese ergänzenden Worte hier unter meinem Bericht. Den Hitzkopf und Sturkopf haben die einen mehr die anderen etwas weniger, aber er ist bei ALLEN da … kann schon mal anstrengend werden. Und es ist nicht jeder so geduldig wie du. 😉 Aber wenn man weiß wie man damit umgehen muss, ist es halb so schlimm.

      Der Gedanke „auch noch den Rest der Verwandtschaft von Margarethas Seite“ kennenzulernen erdrückt mich im Moment schon noch ein bisschen. Aber ich denke das ergibt sich sicher irgendwann von selbst. Die wichtigsten kenn ich ja eh schon, so ists ja nicht. 😉

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