31 TAGE – 31 FILME: Tag 23

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Tag 23 – Aus welchem Film stammt der beste Filmanfang oder das beste Filmende?

Das Ende eines Films. Darüber könnte ich stundenlang philosophieren, denn bei mir trifft die Aussage „Ende Gut, alles Gut“ ziemlich ins Schwarze. Früher sogar noch mehr als heute. Heute bin ich zum Glück etwas lockerer geworden, was das Beenden eines Films betrifft. Ich kann auch mit einem mittelmäßigem Ende leben, wenn der Film sonst überzeugen konnte. Ich versuche dann trotzdem das Beste darin zu sehen und dem Drehbuchautor und Regisseur zu überlassen wie sie es gestalten. Schließlich ist es ihr Film.

Der Anfang eines Films allerdings, bleibt bei mir selten hängen. Möglicherweise deshalb, weil ich mich am anfang oft nicht gleich zur Gänze auf den Film konzertieren kann. Ausser der Anfang von The Place Beyond The Pines, den ich bei Tag 22 schon erwähnt hatte. Der ist hängen geblieben.

Filmenden die mir zusagen, teile ich gerne in 3 Kategorien ein:

1. Das offene Ende. Das liebe ich fast immer. Nur nicht wenn ich unbefriedigt zurückgelassen werde. Die Handlung muss trotzdem abgeschlossen sein. Es darf also gerne ein offenes Ende sein, aber kein unvollständiger Film. Ich hoffe ihr wisst was ich meine. Ich würde ja hier gerne Beispielfilme nennen, aber ich will ja nicht spoilern.

2. Das überraschende Ende. Das war früher mein liebstes Ende. Leider hat sich herausgestellt, dass sich Filme mit einem solchen Ende nicht so richtig für Wiederholungssichtungen eignen.

3. Das tragische Ende. Mein momentan bevorzugtes Ende. Weil es lebendig wirkt, meistens dem wahren Leben entspricht und sich am dauerhaftesten im Gedächtnis einnistet.

Erst wollte ich zu jeder Kategorie mein liebstes Ende nennen, aber wie schon erwähnt böses Spoilern ist auf ERGOThek tabu. Darum hier eine Liste der Filme, die ich für ihre Enden schätze, ohne zu verraten in welche der 3 Kategorien sie fallen (in alphabetischer Reihenfolge):

o Another Earth (2011, Mike Cahill)
o City of Angels (1991, Brad Silberling)
o Devil (2010, John Erick Dowdle)
o Fight Club (1999, David Fincher)
o Grand Torino (2008, Clint Eastwood)
o Inception (2010, Christopher Nolan)
o La Jetée (1962, Chris Marker) / 12 Monkeys (1995, Terry Gilliam)
o Oldboy (2003, Park Chan-wook)
o A Perfect World (1993, Clint Eastwood)
o Shutter Island (2010, Martin Scorsese)
o Sieben (1995, David Fincher)
o Sieben Leben (2008, Gabriele Muccino)
o A Single Man (2009, Tom Ford)
o The Sixth Sense (1999, M. Night Shyamalan)
o Thelma and Louise (1991, Ridley Scott)

Happy Endings mag ich nur bedingt. Sie bleiben sehr selten bei mir haften, weil sie meist erzwungen und konstruiert wirken. Natürlich gibt es auch gute Happy Ends und zwar die erlösenden, die nach denen man während einem durchgehend quälenden Film quasi schon lechzt. Happy Endings die beweisen, dass hie und da am Ende doch noch die Gerechtigkeit siegt. Haften bleiben sie aber trotzdem nur sehr schwer.  

Die nächste Frage lautet: Welcher ist der traurigste Film, den du je gesehen hast?

Alle 31 Tage …

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8 Gedanken zu “31 TAGE – 31 FILME: Tag 23

  1. devil, inception und shutter island….. nein. ich hab die meisten aus der liste gesehen und stimm bei allen außer den dreien zu xD

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  2. Eine schöne Beschreibung verschiedener Filmenden inkl. deren Wirkung. Ich sehe das ähnlich, wenngleich ich auch zugeben muss, dass ich Happy Endings liebe – wenn sie gut gemacht sind. Weniger etwas klassisch Kitschiges, wie bei typischen RomComs, aber solch meldodramatisch angehauchte Tragikomödien à la „Garden State“ oder Serien, wie „Friday Night Lights“, das find ich einfach nur großartig – und hält bei mir mindestens ebenso lange nach, wie z.B. offene Enden.

    [Off Topic] Ich habe nun übrigens mit „The Story of Film“ angefangen und bin schier erschlagen aufgrund der Informationsfülle. Bist du inzwischen eigentlich durch? Ich finde es großartig, aber auch anstrengend. Müsste es wohl tagsüber schauen und mitschreiben.

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    1. Ich mag ja Happy Endings auch nicht ungern (die RomComs natürlich ausgeschlossen), nur bleiben sie leider nicht haften. Ich finde “Garden State” großartig, weiss aber nicht wie er endet … zum Beispiel. 🙂

      “The Story of Film” habe ich leider irgendwann (aus Gründen an die ich mich jetzt nicht mehr erinnern kann – ich tippe auf Zeitmangel) leider abgebrochen, muss somit vermutlich wieder von vorne anfangen. Aber es ist wie du sagst eine unglaubliche und unglaublich spannende Riesenflut an Informationen. Es ist echt essenzieller Stoff für jeden der Filme liebt. Ich habe sehr viel neues gelernt … und das nur in den ersten paar Stunden. Jetzt hab ich wieder Lust es zu gucken …

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  3. Ohja, die lieben Filmenden. Die hast du wunderbar kategorisiert. Meistens schwanke ich auch zwischen dem offenen und dem traurigen (weil realistischen?) Ende. Es gibt doch nichts schlimmeres, als ein inkonsequentes Ende. Da du „Oldboy“ auflistest, werfe ich „Sympathy for Mr. Vengeance“ ins Rennen. Gefällt mir noch ein ganzes Stück weit besser und ist für mich DIE gefilmte Konsequenz, was dem Film den letzten, aber extrem starken und nachhallenden Impuls verlieh. Das drückt enorm in der Magengegend.
    Auch „Die Jagd“ bietet so ein enorm nachwirkendes Ende. Soll wohl ein alternatives Finale auf dem Silberling existieren, aber ob ich mir das ansehen will?
    Eins der schönsten Enden empfinde ich das von (nicht lachen!) „The Rock – Fels der Entscheidung“. Ein wunderbar locker flockiger Soundtrack und der Ruf der Freiheit. Einfach schön. 🙂

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  4. Mir gehts ähnlich, ich empfinde viele Happy Endings auch als ziemlich öde – da lob ich mir doch 500 Days of Summer ❤
    Tragisches Ende – yesss, Überraschendes Endes – meine liebsten. So ein schöner Twist ganz zum Schluss – wunderbar! Aber offene Enden … ach, da habe ich so meine Probleme. Manche finde ich einfach genial, bei anderen ärgere ich mich sehr XD gibt aber immer gut Anlass zur Spekulation 🙂
    Schöne Liste!

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    1. Genau den habe ich auch immer im Kopf … nur stört mich, dass er dann am Ende beim Vorstellungsgespräch „Autumn“ kennenlernt. 😉

      Ich mag die offenen eben auch nicht immer, nur wenn der Film trotzdem funktioniert.

      Danke! 🙂

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